Stadt verhängt wieder Feuerwerksverbot

In Göttinger City ist Böllern zum Jahreswechsel tabu

Böller und Feuerwerk sind zum Jahreswechsel 2020/21 in der gesamten Göttinger Innenstadt erneut tabu.

Göttingen – Die Verwaltung hat zum Schutz von Menschen und Gebäuden ein Verbot für Feuerwerkskörper, die mit „F2“ oder „PII“ gekennzeichnet sind. Die Regelung gilt für den 31. Dezember und den 1. Januar innerhalb des Walls (siehe Karte). An allen anderen Tagen ist das Abfeuern von Produkten dieser Kategorie ohnehin grundsätzlich untersagt.

Wer gegen das sogenannte Böllerverbot verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld rechnen. Die Stadt Göttingen und die Polizeiinspektion Göttingen planen erneut gemeinsam entsprechende Kontrollen: Dazu sind am Silvesterabend gemischte Streifenteams von Polizei und Stadtordnungsdienst in der Innenstadt unterwegs. Sie beobachten die Situation beobachten und setzen bei Verstößen Verwarngelder fest beziehungsweise beschlagnahmen Böller.

Das wird es auch zum Jahreswechsel 2020/21 nicht geben: Feuerwerksraketen und Böller sind in der Göttinger Innenstadt verboten. (Archivfoto)

Böllerverbot in Göttingen: Für ein sicheres Silvester

Zudem werden noch mehrsprachige Handzettel und Plakate verteilt. Sie stehen unter dem Motto: „Für ein sicheres Silvester: AHA-Regeln beachten, auf Böller verzichten, gesund bleiben“. Zudem will die Stadt schriftlich auch alle Verkaufsstellen für Feuerwerkskörper unterrichten.

Bereits in den vergangenen Jahren war der Einsatz von Feuerwerk der Kategorie F2 in der Innenstadt (siehe Karte) verboten. Das 2016 erstmals verfügte Verbot wird inzwischen weitgehend eingehalten. Pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F2 dürfen ohnehin nur vom 29. bis zum 31. Dezember verkauft werden. Das Abbrennen dieser Feuerwerkskörper ist ausschließlich am 31. Dezember und am 1. Januar erlaubt – allerdings nur außerhalb der Innenstadt.

Böllerverbot in Göttingen: Kein Feuerwerk in der Innenstadt

Ein Feuerwerks- und Böllerverbot gilt aber auch in der Nähe von brandgefährdeten Gebäuden wie Fachwerkhäusern. Außerdem muss ein Mindestabstand von 200 Metern rund um Krankenhäuser, Kinder- und Altenheime sowie Kirchen eingehalten werden. Wegen des dortigen Gotteshauses sind deshalb auch am Jonaplatz Böller und Feuerwerk verboten. Dort hatte es zum Jahreswechsel 2017/18 massive Verstöße gegen die Auflagen gegeben. Darauf wurde mit verstärkten Kontrollen reagiert.

Zur Kategorie „F2“ beziehungsweise „PII“ zählen insbesondere Feuerwerksbatterien, Raketensortimente, Einzelraketen, Leuchtfeuerwerk, Flugartikel sowie Knallartikel („Chinaböller“). Auf den Verkaufsverpackungen ist die Kategorie angegeben, sodass bereits beim Kauf grundsätzlich Klarheit darüber herrschen sollte, dass diese Produkte in der Silvesternacht nicht in der Innenstadt abgefeuert werden dürfen.

Aufgrund der Corona-Pandemie stehen private Feuerwerk-Spektakel zu Silvester auf der Kippe. Hersteller fürchten um ihre Existenz und kritisieren die Verbote. Mit Blick auf die Krankenhäuser könne ein Verbot zu einer Entlastung der arg gebeutelten Intensivmedizin führen - bereits Mitte November war die Zahl der Intensivpatienten in Niedersachsen auf einen Rekordhoch. (Bernd Schlegel)

Rubriklistenbild: © Swen Pförtner/dpa

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