Blindgänger in der Göttinger Weststadt

Bomben-Sondierungen: Bisher keine Blindgänger in Göttinger Weststadt gefunden

Kampfmittelverdacht in der Göttinger Weststadt: Sondierungen des Bodens haben begonnen
+
Kampfmittelverdacht in der Göttinger Weststadt: Sondierungen des Bodens haben begonnen

Gute Nachrichten im Fall der vermuteten Blindgänger: Die ersten drei Sondierungen des Bodens in der Göttinger Weststadt hatten ein negatives Ergebnis. Bisher wurden keine Blindgänger gefunden.

Göttingen - Dies teilte die Stadt Göttingen am Freitagvormittag auf Anfrage mit. „Alle drei Sondierungen hatten ein negatives Ergebnis, es wurde nichts gefunden“, so Dominik Kimyon, Sprecher der Göttinger Stadtverwaltung. Die Sondierung an den ersten drei Kampfmittelverdachtspunkten seien planmäßig verlaufen.

Die Untersuchung wird durch ein Spezialunternehmen und den Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen durchgeführt. In der kommenden Woche werden diese an drei weiteren Punkten fortgesetzt, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.

Die Sondierungen sind aufgrund neuer Informationen des Landesamts für Geoinformation und Landvermessung Niedersachsen erforderlich. Die ersten drei Verdachtspunkte lagen westlich der Leine auf Freiflächen in einem Garten, einem Innenhof und am Leineradweg. „An allen drei Punkten kamen die Fachleute zum Ergebnis: negativ“, erläutert der Erste Stadtrat und Leiter des Einsatzstabes Christian Schmetz, „das ist für alle Göttingerinnen und Göttinger eine positive Nachricht. Aber wir alle wissen: Dies ist erst der Anfang. Es gibt noch viele Punkte zu untersuchen. Davon liegen einige an weniger gut erreichbaren Stellen, da wird die Sondierung schwieriger als auf Freiflächen wie in dieser Woche.“

Fortsetzung der Sondierungen in der kommenden Woche

Für die Untersuchungen finden an den Verdachtspunkten Tiefenbohrungen in einem zuvor festgelegten Raster statt. Zur Überprüfung werden Magnetsonden eingesetzt, die damit ermittelten Daten lesen die Fachleute per Handgerät aus und übertragen sie auf einen Laptop für die abschließende Prüfung und Bewertung. An den ersten drei Punkten werden die Bohrlöcher nun wieder verfüllt.

In der Woche ab Montag, 25. Oktober, findet das Prozedere an drei weiteren Punkten auf Freiflächen westlich der Leine statt. Während der Maßnahme werden immer wieder Baufahrzeuge den Leineradweg nutzen. Es kann also kurzzeitig zu Einschränkungen für Radfahrende kommen.

Für die Sondierungen ist keine Evakuierung von Anwohnern und Anliegern in dem Gebiet erforderlich. Der weitere Fortgang der Maßnahmen entscheidet sich nach den jeweiligen Sondierungsergebnissen.

Insgesamt gehen die Fachleute des Kampfmittelbeseitigungsdienstes davon aus, dass westlich und östlich der Leine (Godehardstraße, Blümchenviertel, Schützenplatz) mehr als 80 Verdachtspunkte auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zu untersuchen sind.

Ob sich dieser Verdacht jeweils bestätigt, kann nur eine gezielte Sondierung jedes einzelnen Punktes klären. Unterstützt wird der KBD dabei von einem Stab, den der Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler unter der Leitung des Ersten Stadtrats Christian Schmetz sowie dem Leiter der Göttinger Berufsfeuerwehr Dr. Martin Schäfer eingerichtet hat.

Austausch mit den direkt Betroffenen

Die Stadt Göttingen hat Anwohner, Eigentümer und Nutzer bereits über das Ergebnis informiert. Für weitere Fragen können sich betroffene Bürger an eine Hotline der Stadt und Ansprechpersonen vor Ort wenden. (Melanie Zimmermann)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.