Aktion für UMG-Mitarbeiter kommt an

Sonderaktion an Göttinger Uni-Klinik: „Boostern“ in ganz besonderer Atmosphäre

Adventsimpfen im Göttinger Uni-Klinikum: Zu sehen sind Corina Matschuck und Beatrix Rudolph. Sie freuen sich - mit Nikolausmütze und Geweih, über die Booster-Impf-Aktion.
+
Advent-Impfen im Göttinger Uni-Klinikum: Corina Matschuck und Beatrix Rudolph zeigen – geschmückt – ihre Freude über die Booster-Impf-Aktion an der UMG.

UMG-Vorstand Prof. Lorenz Trümper warb am Freitag bei einer Sonderimpfaktion in der Uni-Klinik erneut eindringlich für die Corona-Schutz- und Auffrischungsimpfung.

Göttingen - „Ich empfehle dringend: Holen Sie sich den derzeit besten Schutz vor einer Corona-Infektion: Lassen Sie sich impfen. Es stehen die besten Impfstoffe zur Verfügung. Moderna zählt unstrittig dazu“, sagte Trümper am Rande einer besonderen Impfaktion in der Universitätsmedizin.

Trümper begründete den Appell auch mit dem, was täglich in der Uni-Klinik und um Covid-19-Erkrankte passiert: „Auf unserer Intensivstation sehen wir tagtäglich die schlimmen Folgen der COVID-19-Infektion und das unendliche Leiden der Patienten. Fast alle sind ungeimpft.“

Ungeimpfte gibt es auch noch in den Reihen der UMG-Mitarbeiter. Ein Direktor beziffert kürzlich die Impfquote auf rund 90 Prozent. Intern werbe man weiter fürs Impfen, damit noch Zögernde sich zum Impfen und Boostern bewegen.

Damit der dritte Pieks noch angenehmer wird, hat die Göttinger Uni-Klinik im hauseigenen Impfzentrum für die Mitarbeiter am Freitag die besondere Atmosphäre geschaffen. Weihnachtsschmuck, Lichterkette und Elchgeweih – all das gab es bei der Adventsimpfung am Freitag, 10. Dezember. Die Aktion soll am Freitag, 17. Dezember, wiederholt werden. Am Ende werden 600 UMG-Bedienstete Booster-Impfungen erhalten haben, so viele hatten die angebotenen Termine im Handumdrehen gebucht, wie die UMG berichtet.

Am Freitag erhielten 280 Mitarbeitende, die älter als 30 Jahre sind, ihre „Booster“-Impfung. Gespritzt wurde dabei vom Impfzentrum-Team um Betriebsarzt Dr. Dieter Müller der mRNA-Impfstoff Moderna. Auch viele freiwillige Helfer leisteten Unterstützung, so der Ex-UMG-Professor Thomas Fuchs.

Vorneweg ging dabei Prof. Lorenz Trümper. Der Vorstand Krankenversorgung griff ebenfalls zur Spritze und nutzte die Chance, für den Moderna-Impfstoff zu werben: Der sei „ein absolut hochwertiger Impfstoff“. Trümper: Klinische Studien bescheinigen Moderna eine sehr hohe Wirksamkeit von etwa 95 Prozent, seine Ergebnisqualität wird sogar noch etwas höher eingeschätzt als der gleichwertige Impfstoff BioNTech.“

Beide Impfstoffe, die in Deutschland für die Boosterimpfung verabreicht würden, seien „Premiumware“, erzielten eine „hohe Wirksamkeit“, so Trümper. „Davon sind wir überzeugt. Deshalb nutzen wir an der UMG jedes Angebot für Impfmöglichkeiten zu Auffrisch-Impfungen. Und unsere Mitarbeitenden wissen, was sie daran haben.“

„Natürlich lasse ich mich impfen“, sagt Prof. Dr. Julie Schanz, komm. Leiterin des UMG-Labors. „Ich will dazu beitragen, die Pandemie zu beenden, meine Angehörigen, meine Familie und mich selbst zu schützen. Für die Impfung mit Moderna habe ich mich bewusst entschieden, weil Kreuzimpfungen eine sehr gute Schutzwirkung haben.“ (Thomas Kopietz)

Booster-Impfung: brandneue Studienergebnisse

Forscher analysierten nun anhand israelischer Gesundheitsdatenbanken, wie wirksam die dritte Dosis des mRNA-Impfstoffs BNT162b2 (BioNTech/Pfizer) vor schweren Verläufen von Covid-19 schützt: Zur Analyse standen 1.158.269 Personen bereit, die schon eine dritte Impfdosis erhalten hatten. Die Ergebnisse zeigen, dass der Booster im Vergleich zu einer bereits fünf Monate zurückliegenden zweiten Impfdosis eine deutliche Verbesserung des Schutzes gegen ernste Covid-19-Verläufe bietet, aufgrund derer Betroffene im Krankenhaus behandelt werden müssen oder gar versterben können.
Mit Blick auf die Entwicklung schwerer Covid-19-Verläufe erreichte der Booster einen Schutz von 92 Prozent im Vergleich zur doppelten Impfung vor mindestens fünf Monaten. Der Booster bot einen Schutz vor Versterben aufgrund von COVID-19 von 81 Prozent. Das verdeutlichte, dass auch die länger zurückliegende zweite Impfung immer noch einigen Schutz gegen Tod durch COVID-19 bot. Thomas Kopietz/Quelle: Deutsches Gesundheitsportal

Der „Chef“ hilft mit: UMG-Vorstand Prof. Lorenz Trümper impfte – hier Prof. Julie Schanz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.