Entscheidung aus Hannover

Streit um Bootshaus am Seeburger See: Landtags-Ausschuss stützt Meinung des Landkreises

Der Petitionsausschuss des Landtages folgt der Eingabe gegen den Rückbau des Bootshauses am Seeburger See nicht.
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Der Petitionsausschuss des Landtages folgt der Eingabe gegen den Rückbau des Bootshauses am Seeburger See nicht.

Nach jahrelangem Streit beschäftigte sich der Landtag mit einer Baugenehmigung für ein kleines Seehaus.

Göttingen – Der Petitionsausschuss des Landtages folgt einer Eingabe gegen den Rückbau des Bootshauses am Seeburger See nicht.

Dies bestätigt das rechtmäßige Handeln des Landkreises bei Durchsetzung des Rückbaus des Bootshauses, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Kreishaus. Nach Angaben des Landkreises Göttingen kommt das Umweltministerium zu dem Schluss, dass der Einsender die Rechtslage in mehrfacher Hinsicht verkenne.

Das Umweltministerium widerspreche der Auffassung des Einsenders, dass der Bootshaus-Rückbau in der Baugenehmigung für das geplante Seehaus rechtswidrig sei. Die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes sei durch den Bau des neuen Gebäudes entstanden. Die Beseitigung des alten Bootshauses sei ein zulässiger Ersatz und in diesem Fall sogar die Bedingung für die Baugenehmigung. Es sei nicht nur das Landschaftsbild zu betrachten. Der Rückbau des Bootshauses diene als Ersatz für eine erhebliche Beeinträchtigung des Boden- und Wasserhaushalts sowie der Tiere und Pflanzen durch den Neubau des Seehauses.

Ausführlich wird in der Stellungnahme auf die 15 Jahre währenden Auseinandersetzung eingegangen. So wird daran erinnert, dass der Rückbau des Bootshauses eine zwingende Bedingung für den damals geplanten Neubau eines sogenannten Seehauses – das heutige Natur-Informationszentrum – war. Es handelt sich laut Kreis um eine bestandskräftige Entscheidung, die damals die Zustimmung aller Beteiligten fand. Dazu gehören neben dem Landkreis auch Gemeinde, Realgemeinden, Zweckverband und der Näder Familienfonds.

Im Jahr 2007 sei der Bebauungsplan verändert worden, um das Bootshaus an einen etwa 60 Meter entfernten Standort umsetzen zu können, der außerhalb des Naturschutzgebietes liegt. Jedoch sei von der Baugenehmigung kein Gebrauch gemacht worden. Zum zwischenzeitlichen Fledermausquartier im Bootshaus heißt es, Anfang Dezember 2018 sei ein Ersatzquartier fertiggestellt worden, das eine Verbesserung für die Tiere darstelle. Ein Antrag, das Bootshaus im Verzeichnis der Kulturdenkmäler Niedersachsens aufzunehmen, sei abgelehnt worden. (Fabian Becker)

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