Göttingen/Bovenden

Bovender Autor Wolfgang Eschker gibt zu seinem 80. Geburtstag Gedichtband heraus

Wolfgang Eschker aus Bovenden; Ein Mann mit weißem Bart, Brille, hellem Jackett, hellblauem Hemd und Strohhut lächelt in die Kamera
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Feiert seinen 80. Geburtstag: Wolfgang Eschker aus Bovenden.

Er will das Interesse für die Altmark wecken: Der Bovender Schriftsteller Wolfgang Eschker gibt deshalb zu seinem 80. Geburtstag den Gedichtband „Rückblicke in die Alte Mark“ heraus.

Göttingen – Vor fast 50 Jahren wurde in der damaligen Göttinger Allgemeinen ein erstes Gedicht von Wolfgang Eschker veröffentlicht. Am 26. Juni feiert der Bovender, der Mitglied des deutschen PEN-Zentrums ist, seinen 80. Geburtstag. Und das mit einem neuen Gedichtband mit dem Titel „Rückblicke in die Alte Mark“, den er aus diesem Anlass herausgibt.

Mit seinem neuesten Werk stellt Eschker Landschaften, Städte und Erlebnisse in der Altmark vor. Im heutigen westlichen Teil von Sachsen-Anhalt wuchs er auf und verließ nach dem Abitur 1959 die Region. In den letzten Jahren zog es ihn immer wieder in seine Heimat und diese Erlebnisse und Begegnungen sowie Erinnerungen an damals verarbeitete er jetzt in dem neuen Band.

„Die Altmark ist ein ländlich geprägtes Gebiet, das eine große historische Vergangenheit hat. Zurzeit der Hanse gab es dort viele blühende Städte. Der große Einschnitt kam im 30-jährigen Krieg. Der Landstrich ist auch heute noch leider ein wenig in Vergessenheit geraten“, sagt der Jubilar.

Neuer Gedichtband von Wolfgang Eschker: Interesse an Landstrich wecken

Hier ein Gedicht aus dem neuen Band mit dem Titel Eisblumen: „Den Eisblumen an der Fensterscheibe, die keine Sonne zum Tauen brachte, rückte ich ritzend und kratzend zuleibe: Ein Kunstwerk entstand, und ich lachte. Und hauchte es an und hauchte es aus zu einem neuen Eisblumenstrauß.“

Er hofft, dass durch den Gedichtband Leser Interesse an dem Landstrich bekommen und die Region vielleicht einmal besuchen. „Typisch für die Region sind die kleinen, teilweise romanischen Feldsteinkirchen in den Dörfern“, sagt Eschker, der Slawistik-Experte, der in Göttingen promovierte und lange Jahre beim Goethe-Institut beschäftigt war.

Neuer Gedichtband von Wolfgang Eschker: Lange für Goethe-Institut tätig gewesen

Er war auch lange für das Institut im Ausland, unter anderem in Frankreich, im ehemaligen Jugoslawien und zuletzt im kroatischen Zagreb tätig. Dort leitete er das Institut. Inzwischen arbeitet Eschker als freier Schriftsteller. Er schreibt immer parallel: Aphorismen, Gedicht und Kurzprosa. Auch der Roman „Die Gegenwindlerche“ gehört zu den Werken des Bovenders.

Inzwischen wurden einige seiner Werke in fremde Sprachen übersetzt, so wie auch Eschker einige Bücher aus den südslawischen Sprache ins Deutsche übersetzt hat. Zu seinen Lieblingsstücken gehören mazedonische Märchen.

Neuer Gedichtband von Wolfgang Eschker: „Luxus, auf elektronische Medien zu verzichten“

Mit einer Entwicklung kann sich Escher nicht anfreunden: „Beruflich musste ich mit Internet und Computern arbeiten, aber jetzt leiste ich mir den Luxus, auf elektronische Medien zu verzichten.“

Neuerscheinungen: Wolfang Eschker, Rückblicke in die Alte Mark, Uelzener Mosaiken, Verlag Horst Hoffmann, 70 Seiten, 9 Euro. (Bernd Schlegel)

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