Brandanschlag auf Verbindung: Lebensgefahr für Unbeteiligte

Brandanschlag auf Studentenverbindung: Der Schuppen der „Corps Hannovera“ brannte nieder. Dadurch bestand Gefahr für unbeteiligte Dritte. Foto: Kopietz

Göttingen. Nach dem Brandanschlag auf den Geräteschuppen einer Göttinger Studentenverbindung am Sonntag in den frühen Morgenstunden gehen die Ermittlungen der Beamten weiter.

Nach Angaben der Polizei waren Menschenleben in Gefahr.

Der Fall stellt aus Sicht der Polizei eine neue, besorgniserregende Qualität der Gewalt dar. Der Tatort wurde nach einer kriminaltechnischen Begutachtung inzwischen wieder freigegeben. Von den Tätern fehlt bislang noch jede Spur.

Die Staatsschützer gehen davon aus, dass der Anschlag auf „Corps Hannovera“ Teil der andauernden Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen der linken Szene und den Burschenschaften ist. Dies wird aus den am Verbindungsgebäude an der Bürgerstraße gefundenen Parolen und aus dem angegriffenen Objekt an sich geschlossen.

In dem betroffenen Nachbarhaus befinden sich zwei Wohnungen. Die Bewohner, ein einzelner Mann und eine dreiköpfige Familie mit einem nur wenige Wochen alten Säugling, waren zum Zeitpunkt der Tat daheim. Durch das Übergreifen des Brandes auf das Gebäude und die Entwicklung von Rauchgasen, die durch die Bodendielen bereits bis in eine der Wohnungen vorgedrungen waren, bestand laut Polizei eine konkrete Gefahr für die Unbeteiligten.

„Wir gehen vor diesem Hintergrund davon aus, dass es allein dem Umstand, dass das Feuer rechtzeitig entdeckt und die Bewohner schnell gewarnt wurden, zu verdanken ist, dass die geschilderte Gefahr abgewendet werden konnte und es nicht zu schlimmeren Folgen bis hin zum Verlust von Menschenleben gekommen ist“, sagt die Polizei. Hinweise nehmen die Göttinger Beamten unter der Rufnummer 0551/491-2115 entgegen.

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