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Ukraine-Mahnwache am Neuen Rathaus in Göttingen: Broistedt lobt enorme Hilfsbereitschaft

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Von: Stefan Rampfel

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Menschen stellen am Neuen Rathaus in Göttingen Kerze auf.
Lichter für den Frieden: Viele Menschen kamen zu der Mahnwache am Neuen Rathaus und zündeten Kerzen als Zeichen für Frieden an. © Stefan Rampfel

Erneut haben am Freitagabend (11.03.2022) rund 600 Menschen in Göttingen an einer Mahnwache gegen den Krieg in der Ukraine teilgenommen.

Göttingen – Unter dem Motto „Lichter für den Frieden“ versammelten sich die Teilnehmer um 18 Uhr vor dem Neuen Rathaus, das in den Nationalfarben der Ukraine, blau und gelb, angestrahlt wurde.

„Der Krieg in der Ukraine nimmt täglich an Gewalt und Brutalität zu. Millionen Menschen sind bereits auf der Flucht, einige von ihnen kommen inzwischen auch in Göttingen an“, sagte Petra Broistedt, Göttingens Oberbürgermeisterin, in ihrer Rede. „In der Stadt ist eine ungebrochene Welle der Hilfsbereitschaft gegenüber den Ukrainerinnen und Ukrainern zu spüren.

Eine Frau steht an einem Rednerpult.
Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD) lobte auf der Kundgebung die große Hilfsbereitschaft der Göttinger Bürgerinnen und Bürger. © Stefan Rampfel

Erst in dieser Woche ist ein Bus mit 45 Flüchtlingen in Herberhausen eingetroffen. Diese Menschen wurden innerhalb von nur einer Stunde in Wohnungen im Ort aufgenommen.“ Das sei bemerkenswert, so Broistedt. Und weiter: „170 Wohnungsangebote liegen uns bislang vor, Göttingen ist eine solidarische und weltoffene Stadt.“

Auch die finanzielle Hilfe sei überwältigend, sagt die Oberbürgermeisterin.“Bis heute sind 35.000 Euro auf dem Spendenkonto der Stadt eingegangen. Damit werden wir medizinische und humanitäre Güter beschaffen und in eine Stadt in der Ukraine schicken. Der erste Lkw wird gerade vorbereitet.“ Das Spendenzentrum hingegen sei voll und kann keine weiteren Sachspenden entgegen nehmen.

Zahlreiche Menschen stehen im Rahmen einer Mahnwache zusammen.
Zahlreiche Menschen kamen zu der Mahnwache für die Ukraine. © Stefan Rampfel

„Dieser Krieg ist kein Krieg der Russinnen und Russen gegen die Ukraine. Es ist die fatale Handlung eines machthungrigen Mannes“, betone Broistedt. Valeri Herdt, ein aus Russland stammender Göttinger, sagte in seiner Rede stellvertretend für seine Landsleute: „Wir sind entsetzt über diesen zerstörerischen Krieg und lehnen Putins Kurs ab. Wir fühlen uns hilflos und verzweifelt, weil wir ihn nicht stoppen können.“

Auch Dechant Wigbert Schwarze und Pastor Michael Ebener hielten eine kurze Andacht. Vor, während und nach den Reden spielte der Kreisposaunenchor der evangelischen Kirche unter anderem die Europa-Hymne „Ode an die Freude“. Im Anschluss wurden zahlreiche Kerzen und Teelichter um eine neu errichtete blau-gelbe Stele vor dem Neuen Rathaus entzündet.

Menschen mit ukrainischen Flaggen stehen zusammen.
Viele der Menschen hielten die ukrainische Landesflagge in ihren Händen, um ihre Solidarität auszudrücken. © Stefan Rampfel

Dieser Ort dient ab sofort zur Begegnung und als Mahnung für eine sofortige Beendigung des Krieges. (Stefan Rampfel)

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