Ein Buch zum 250-Jährigen des Theologischen Stifts der Uni Göttingen

Eine der ältesten Einrichtungen der Göttinger Universität: Das Theologische Stift in der Geiststraße wird 250 Jahre alt. Heute ist es ein selbstverwaltetes Studentenwohnheim. Foto: Kopietz

Götingen. Ein neues Buch beleuchtet die 250-jährige Geschichte des Theologischen Stifts der Göttinger Universität in der Geiststraße.

Die viertälteste Einrichtung der Hochschule diente über Jahrhunderte vor allem der Ausbildung junger Theologen.

Der Band „Stiftsgeschichte(n)“ zeichne Leben und Werk etlicher berühmter Stiftler nach, heißt es in der Verlagsankündigung.

Gerhard Uhlhorn (1826-1901), einer der Gründungsvater der hannoverschen Landeskirche, war im 19. Jahrhundert Seminardozent am Theologischen Stift.

Auch Julius Wellhausen (1844-1918), Mitbegründer der modernen historischen Bibelkritik, lebte in dem Göttinger Stift.

1765 als „Collegium theologicum repetentium“ gegründet, diente das Stift zunächst nur der Förderung des wissenschaftlichen theologischen Nachwuchses. Erst im Jahr 1857 wurde es nach Vorbild des Tübinger Evangelischen Stifts in ein Wohnhaus für evangelische Theologiestudenten und Nachwuchswissenschaftler umgewandelt, die dort gemeinsam lebten und arbeiteten.

Derzeit wohnen 35 Studentinnen und Studenten in der selbstverwalteten Hausgemeinschaft. Ein Drittel kommt aus dem Ausland, der Großteil studiert Theologie. Die Bewohnerinnen und Bewohner bezahlen nur die Wohnnebenkosten sowie eine Rate für die täglichen gemeinsamen Mahlzeiten und die wöchentlichen Gemeinschaftsveranstaltungen. So kann das Stift Studierenden unterschiedlicher sozialer Herkunft günstigen Wohnraum zur Verfügung stellen.

Im Gegenzug wird allerdings ein Engagement für die Hausgemeinschaft erwartet. (epd/tko)

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