Region ist gegen Rechts

Vor Aufmarsch der Partei "Die Rechte" formiert sich Widerstand

Auftritt der Partei „Die Rechte“: Unser Foto zeigt Anhänger der Partei bei einer Versammlung im März 2013 vor dem Rathaus von Kirchweyhe. Sie wurden von ihrem Vorsitzenden, Christian Worch (Mitte, braune Jacke), eingeschworen. Foto: dpa

Güntersen/Göttingen. Gegen den geplanten Aufmarsch der Partei „Die Rechte“ am Samstag, 28. Februar, in Güntersen (Kreis Göttingen) formiert sich Widerstand.

Ein „Göttinger Bündnis gegen Rechts“ ruft zur Gegenwehr auf. In dem Bündnis haben sich Gruppen, vor allem aus Parteien und Gewerkschaften, zusammengeschlossen. Sprecherin Erika Goebel, Vorsitzende der DGB-Region Südniedersachsen-Harz, macht deutlich, dass das Bündnis die Einwohner in Güntersen in ihrer Gegenwehr gegen den Aufmarsch unterstützen werden.

Laut Anmeldung ist eine Kundgebung zum Gedenken an den einstigen SA-Sturmführer Horst Wessel mit Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Friedhof in Güntersen geplant.

Die Partei „Die Rechte“ gilt laut Online-Lexikon Wikipedia als eine neonazistische Kleinpartei in Deutschland. An der Gründung der Partei am 27. Mai 2012 waren hauptsächlich ehemalige Mitglieder der inzwischen aufgelösten rechtsextremen Deutschen Volksunion, die im Mai 2012 mit der NPD fusioniert hatte, beteiligt. Vorsitzender ist der aus Kameradschaftskreisen bekannte Neonazi Christian Worch. Auch ein Mitglied der Göttinger Neonazi-Szene soll Mitglied im Bundesvorstand sein.

Das „Göttinger Bündnis gegen Rechts“ macht deutlich: „Wir werden es nicht zulassen, dass Neonazis unbeantwortet marschieren: weder in Güntersen, noch in Göttingen oder sonst irgendwo“, heißt es in einer Pressemitteilung. Der angekündigte Aufmarsch ist aus Bündnis-Sicht nicht allein ein Problem in Güntersen: „In der ganzen Region Göttingen versuchen sich Neonazis nach Jahren wieder Stück für Stück festzusetzen.“ Laut Sprecherin Erika Goebel hätten Neonazis in Katlenburg eine Immobilie erworben, existierten seit Jahren in Northeim etablierte, organisierte Neonazi-Strukturen und im Göttinger Stadtteil Geismar seien Jugendliche, die eine Hakenkreuzfahne entdeckt hatten, anschließend durch die Straßen gejagt worden, sagt Goebel. (bsc)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.