Unistadt ist zufrieden mit der Feuerwehr

Bürgerbefragung: Göttinger wollen mehr Wohnungsbau und Unterhaltung

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Das Neue Rathaus: Dort wurden die Ergebnisse der Bürgerbefragung zum Etat vorgestellt.

Göttingen. Einmal die Bürger fragen, welche Schwerpunkte sie im städtischen Etat setzen würden. Dieses Anliegen hat sich die Stadt Göttingen zu Herzen genommen und 5634 Einwohner angeschrieben. Jetzt wurden die Ergebnisse vorgestellt.

Wunsch der Göttinger ist es demnach, mehr für Wohnungsbau, Wirtschaftsförderung, Unterhaltungsangebote sowie für die Instandsetzung und den Bau von Schulen sowie Straßen zu tun. Mit diesen Feldern zeigten sich viele nicht zufrieden. „Die Rücklaufquote von 40 Prozent aus der Bevölkerung ist aber ein tolles Ergebnis und ein Signal dafür, dass kommunalpolitische Themen eine breite Masse an Bürgern interessieren“, sagte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD).

Das Referat für Statistik und Wahlen hatte sich an einer ähnlichen Aktion in Freiburg orientiert und die Befragung selbst organisiert und ausgewertet. Die Teilnehmer konnten postalisch oder online mitmachen. 1800 entschieden sich für den Postweg, lediglich 307 antworteten über das Internet. Diese Tendenz spiegelt auch die Altersverteilung wieder: Zehn Prozent der Teilnehmer waren zwischen 16 und 25 Jahren, 35 Prozent älter als 65 Jahre. Das Durchschnittsalter lag bei 51 Jahren.

Erhoben wurden die Wichtigkeit und die Zufriedenheit mit 23 kommunalen Aufgabenbereichen. Herzensthemen, mit denen die Göttinger richtig zufrieden sind, sind demnach die Feuerwehr, die Abfallentsorgung sowie die kommunalen Bildungseinrichtungen, die öffentliche Sicherheit und das Naherholungsangebot. Eher unzufrieden sind sie dagegen mit den Integrationsangeboten, dem Bau und der Instandhaltung von Schulen, der Wirtschaftsförderung, der Jugendarbeit, dem Straßenbau, der Unterhaltung und dem Wohnungsbau. In diesem Bereich besteht also vor allem akuter Handlungsbedarf.

Ein Bild ergibt sich aber nur, wenn auch die Wichtigkeit dazugenommen wird, erklärte Erik Feßler, Leiter des Referats für Statistik und Wahlen: Als wichtig wurden vor allem die Abfallbeseitigung und Sauberkeit, die Feuerwehr, die Öffentliche Sicherheit und der Wohnungsbau eingeschätzt. Für eher unwichtig, wurden in der Befragung Angebote für Senioren oder die Radverkehrs- und Sportförderung gehalten.

Die Befragung lieferte eine weitere interessante Erkenntnis: Über 40 Prozent gaben an, sich zukünftig in keinem der Bereiche beteiligen zu wollen.

Beratung im Ausschuss

Über die Ergebnisse soll nun im Finanzausschuss am 7. Juli diskutiert werden. Danach soll entschieden, welche strategischen Ziele verfolgt werden sollen. Weitere Infos gibt es im Internet. (zli)

http://zu.hna.de/goeetat0615

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