Neues Sonderprogramm: Bufdi-Stellen für Flüchtlingsbetreuung

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Thomas Oppermann

Göttingen. Der Bund wird ab dem kommenden Jahr bis zu 10.000 neue Bundesfreiwilligenplätze mit Flüchtlingsbezug einrichten. Auch Träger, Sportvereine und Wohlfahrtsverbände im Landkreis Göttingen, in denen die sogenannten Bufdis eingesetzt werden, können laut Thomas Oppermann davon profitieren.

„Das Sonderprogramm ist ein richtiges Signal an die vielen freiwilligen Helfer, Vereine und Verbände, die sich seit Monaten für die Flüchtlinge engagieren“, sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete aus Göttingen.

Oppermann hofft zudem, dass sich auch viele Flüchtlinge für diese Stellen bewerben werden. „Es ist wichtig, dass auch Geflüchtete selbst mit anpacken, sowohl für die Integration als auch für die Akzeptanz in der Gesellschaft“, sagt Oppermann weiter.

Unterstützung bei der Integration: Der Bund will 10 000 Plätze im Bundesfreiwilligendienst im Bereich der Flüchtlingshilfe finanzieren. Auch Vereine und Verbände in Göttingen profitieren davon. Foto: Jens Kalaene/dpa

Mitmachen können Asylberechtigte und -bewerber, bei denen ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist. Man solle laut Oppermann jede Form der Unterstützung nutzen und entsprechende Anträge zügig an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben stellen.

Mit den zusätzlichen 10.000 Stellen sollen Flüchtlinge bei ihrer Unterbringung und Versorgung betreut werden. Der Alltag der Flüchtlinge, wie zum Beispiel bei Behördengängen oder Arztbesuchen, wird durch die Bufdis begleitet. Das Programm ist auf zwei Jahre befristet.

Über 40.000 Menschen sind bundesweit als Bundesfreiwilligendienstleistende, sogenannte Bufdis, im Einsatz.

Im Bundesfreiwilligendienst engagieren sich Männer und Frauen jeden Alters im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich für das Allgemeinwohl.

Sie werden zudem auch in Bereichen des Sports, der Integration und im Zivil- und Katastrophenschutz eingesetzt.

Die Einsatzstellen können Unterkunft, Verpflegung, Arbeitskleidung und ein Taschengeld (etwa 360 Euro/Monat) zur Verfügung stellen. Alle Leistungen werden zwischen dem Freiwilligen und der Einsatzstelle vereinbart.

www.bundesfreiwilligendienst.de

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