Bund investiert in Straßennetz: 645 Millionen Euro für A7-Ausbau

Die im verganenen Herbst eröffnete Ortsumgehung Westerode aus der Luft: Jetzt gibt es positive Signale für weitere Umgehungen der Bundesstraße 247 bei Duderstadt. Foto: Rampfel

Göttingen/Northeim. Für zahlreiche Straßenbauprojekte in Südniedersachsen sieht es gut aus. Sie starten bald beziehungsweise sollen bis 2030 realisiert werden.

Weichenstellung 

In dieser Woche wurde der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans in Berlin vorgestellt. Damit werden die Weichen für den weiteren Ausbau des Fernstraßennetzes gestellt - auch in der Region.

Autobahn 7 

Im „laufenden Vergabeverfahren“ befindet sich der weitere sechsstreifige Ausbau der Autobahn 7 zwischen Göttingen und dem Dreieck Salzgitter. Für die Reststrecke von 29,2 Kilometer, gebaut werden muss insbesondere im Bereich Northeim, gehen die Planer von einem Finanzbedarf von etwa 645 Millionen Euro.

Bundesstraße 241 

Zugesagt ist der baldige Baubeginn der Ortsumgehung für Volpriehausen. Für dieses 4,7 Kilometer lange Projekt bis vor die Tore von Bollensen sind 32,8 Millionen Euro vorgesehen.

Bundesstraße 247 

Im „vordringlichen Bedarf“ taucht die Ortsumgehung Duderstadt der Bundesstraße 247 auf. In dieser Kategorie sind nur Straßen zu finden, deren Finanzierung bis 2030 gesichert ist.

Gerblingerode 

Zunächst dürfte der südliche Teil im Bereich Gerblingerode an der Reihe sein, der 3,3 Kilometer lang ist. Zentraler Bestandteil ist der 397 Meter lange Pferdebergtunnel. Investitionen: 33,8 Millionen Euro.

Obernfeld 

Die Ortsumgehungen Obernfeld und Mingerode stellen den letzten Abschnitt der gut elf Kilometer Ortsumgehung Duderstadt dar. Auch dieser 5,8 Kilometer lange Abschnitt ist im neuen Bundesverkehrswegeplan im „vordringlichen Bedarf“ berücksichtigt. Investitionskosten: 20,3 Millionen Euro.

Westerode 

Bereits im Oktober vergangenen Jahres war die 3,3 Kilometer lange Ortsumgehung Westerode freigegeben worden. Der Duderstädter Ortsteil wurde damit vom Verkehr entlastet. Außerdem wurde ein wichtiges Gewerbegebiet, auch mit dem Unternehmen Ottobock, besser an den Verkehr angeschlossen.

Bundesstraße 243 

Zugesagt ist zudem der baldige Neubau der Bundesstraße 243 zwischen Bad Sachsa und der Landesgrenze nach Thüringen - 3,3 Kilometer. Kosten: 22,9 Millionen Euro. Damit verbessert sich die Anbindung des Südharz-Region an die Autobahn 38.

Positive Reaktion 

Über die aktuelle Entwicklung freut sich Bundestagsabgeordneter Fritz Güntzler (CDU). Er fordert zugleich das Land Niedersachsen auf, die rechtlichen Voraussetzungen für einzelne Projekte zu schaffen. „Der Bund wird dann das seine dazu beitragen und die notwendigen Gelder zur Verfügung stellen.“

Weitere Projekte: Realisierung frühestens nach dem Jahr 2030 

Im Entwurf für den Bundesverkehrswegeplan tauchen weitere, neue Projekte auf, die aber frühestens nach 2030 akut werden.

• Bundesstraße 27: Vierstreifiger Ausbau zwischen Roringen, Waake und der Bundesstraße 446.

• Bundesstraße 241: Bau von Ortsumgehungen für Hammenstedt (1,4 Kilometer), Dorste (3,3) und Katlenburg (3,7).

• Bundesstraße 243: Bau einer Ortsumgehung für Clausthal-Zellerfeld (3,3 Kilometer).

• Bundesstraße 446: Bau einer Ortsumgehung für Lütgenrode (2,5 Kilometer) (bsc)

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