Bundesgerichtshof bestätigt Freispruch von Muttermord-Vorwurf

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Die Angeklagte und ihr Verteidiger Marc Hainski (l) stehen am 08.04.2014 vor der Urteilsverkündung in Göttingen (Niedersachsen) in einem Gerichtssaal im Landgericht. Der 58-jährigen Angeklagten wird zur Last gelegt, ihre Mutter im April 2013 in Einbeck (Niedersachsen) erdrosselt zu haben.

Göttingen/Einbeck. Der Freispruch einer Frau aus Einbeck vom Vorwurf des Muttermordes ist rechtskräftig. Der 5. Senat des Bundesgerichtshofs in Leipzig hat in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil eine entsprechende Entscheidung des Landgerichts Göttingen bestätigt.

Das Landgericht hatte die 58 Jahre alte Tochter im April 2014 vom Vorwurf freigesprochen, ihre 83-jährige Mutter im Frühjahr 2013 ermordet zu haben. Die Kammer hielt es zwar für möglich, dass sie die Tat begangen hat. Die Schuld sei aber nicht überzeugend festzustellen.

Laut Anklage soll die 58-Jährige ihre Mutter mit einem Ofendichtband erdrosselt und die Leiche dann in einer Garage versteckt haben, wo sie erst Tage später gefunden wurde. Am Ofendichtband befanden sich zwar DNA-Spuren der Tochter.

Das Landgericht schloss aber nicht aus, dass sie auch bei anderer Gelegenheit an das Dichtband gekommen sein könnte. Die Beweiswürdigung der Göttinger Richter sei sorgfältig und weise keine Rechtsfehler (Aktenzeichen 5 StR 414/14) auf, entschied der BGH und verwarf die Revision der Staatsanwaltschaft. (lni)

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