Bundesgerichtshof bestätigt Göttinger Urteil: Drei Jahre Haft für Tötung

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Göttingen/Schwiegershausen. Ein 64-jähriger Sportschütze aus Schwiegershausen im Kreis Osterode, der im November 2014 seinen Nachbarn erschossen hatte, muss für drei Jahre ins Gefängnis. Das hat jetzt der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigt.

Der 64-Jährige hatte ebenso wie mehrere Nebenkläger Revision gegen ein gleich lautendes Urteil des Landgerichts Göttingen eingelegt. Die Kammer hatte den Angeklagten im September vergangenen Jahres wegen fahrlässiger Tötung zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Der BGH habe die Revision als unbegründet zurückgewiesen, teilte ein Justizsprecher am Montag mit.

Auslöser für den tödlichen Zwischenfall war gewesen, dass der 64-Jährige sich darüber ärgerte, dass sein Nachbar nach einem gemeinsam verbrachten Abend gegen Mitternacht immer noch nicht nach Hause gehen wollte. Um den 57-Jährigen zum Verlassen der Wohnung zu bewegen, nahm er eine Pistole. Kurz darauf lösten sich zwei Schüsse, der zweite traf den Nachbarn tödlich.

Das Landgericht hatte den Vorfall als fahrlässige Tötung bewertet. Der Sportschütze habe in eklatanter Weise gegen die Sorgfaltspflichten eines Waffenbesitzers verstoßen und damit den Tod seines Nachbarn verursacht. Die Anwälte der Angehörigen des Opfers hatten dagegen eine Verurteilung wegen vorsätzlichen Totschlags gefordert. Die Verteidigung hatte auf eine Bewährungsstrafe plädiert. 

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