Angeklagter lockte Opfer in Feldmark und erschoss den Mann dort

Bundesgerichtshof bestätigt Mord-Urteil: Lebenslang für 29-Jährigen

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Urteil ist rechtskräftig: Nahe der Autobahn 38 bei Reiffenhausen war die Leiche des Opfers im Februar vergangenen Jahres gefunden worden.

Göttingen. Weil er den Bruder seiner Ex-Freundin ermordet hat, muss ein 29-jähriger Mann aus dem Landkreis Göttingen die höchstmögliche Freiheitsstrafe verbüßen. Das hat jetzt der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden.

Der BGH habe die Revision des Angeklagten gegen ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Göttingen verworfen, teilte am Freitag ein Justizsprecher mit. Damit ist das Urteil rechtskräftig. Die Schwurgerichtskammer hatte den 29-Jährigen im Januar wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt und außerdem die besondere Schwere der Schuld festgestellt.

Opfer in Hinterhalt gelockt 

Damit hat er kaum Aussichten, vorzeitig auf Bewährung aus der Haft entlassen zu werden. Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Angeklagte im Februar 2015 den 27-jährigen Bruder seiner damaligen Freundin heimtückisch und aus niederen Beweggründen im Friedländer Ortsteil Reiffenhausen in einen Hinterhalt gelockt und mit mehreren Schüssen getötet.

Das Gericht war noch über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinausgegangen, die weder das Mordmerkmal der Heimtücke noch eine besondere Schwere der Schuld als gegeben ansah. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

Der BGH bestätigte indes die Entscheidung des Landgerichts. Die Kammer hatte die Tat als besonders schwerwiegend eingestuft, weil die Tatmotive auf niedrigster Stufe anzusiedeln seien. Der Angeklagte habe sich an dem Bruder seiner Freundin rächen wollen, weil dieser ihn wegen mehrerer Diebstähle angezeigt hatte und er deshalb aus deren Wohnhaus ausziehen musste.

Er habe den 27-Jährigen mit einer fingierten SMS in die Feldmark gelockt, wo er ihm mit einer Waffe auflauerte und sein wehrloses Opfer mit mehreren Schüssen niederstreckte. Danach habe der Angeklagte die Leiche über eine Wiese zu einem Bach geschleift und dort versteckt. Neun Tage später fand die Polizei die Leiche. (pid)

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