Aktionsbündnis für Demo und Happening am Wilhelmsplatz

Bunte Massen-Demo in Göttingen: Mehr als 1500 beim Christopher Street Day

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Buntes Treiben: Auch zwei Dragqueens bereicherten die friedliche und fröhliche Szene.

Zum ersten Mal haben die Göttinger den Christopher Street Day gefeiert. 1500 Teilnehmer waren dabei.

„Heute ist unser erstes Mal – der allererste CSD in Göttingen!“, sagte Liv Teichmann von der Trans*Beratung Göttingen in ihrer Rede auf dem Wilhelmsplatz. Zu dieser Demo des Christopher Street Day (CSD) hatte ein Aktionsbündnis aus zwölf verschiedenen Gruppierungen aufgerufen.

Mehr als 1500 fröhliche, friedliche Menschen aller Couleur und Altersgruppen schlossen sich dem Demonstrationszug vom Neuen Rathaus durch die Innenstadt bis zum Wilhelmsplatz an.

Initiiert wurde diese Idee einer CSD-Demo vornehmlich von Schülerinnen des Hainberg-Gymnasiums mit ihrer Lehrerin Sandra Wolf, die darauf hinweist, dass „gerade im Umfeld Schule queere Jugendliche häufig diskriminiert werden. Hier hat Schule eine große Aufgabe: Wissen vermitteln, Sensibilisierung schaffen und so Vorurteile und Ängste abbauen“.

Zum ersten Mal ein Christopher Street Day: Über 1500 Demonstranten folgten dem Aufruf eines Bündnisses und schlossen sich dem Zug vom Neuen Rathaus durch die Innenstadt bis zum Wilhelmsplatz an.

Es war eine durchaus politische Demo, die es auch sein sollte. So hatten auf dem Wilhelmsplatz vor der Universitätsaula auch die SPD, die Grünen, die FDP und „Die Partei“ Info-Stände aufgebaut.

„Wir feiern nicht nur heute beim CSD ein freiheitliches und solidarisches gesellschaftliches Miteinander. Es muss selbstverständlich sein, dass Menschen aller Lebensweisen ein selbstbestimmtes und angstfreies Leben überall in unserer Gesellschaft führen können“, sagte Simone Kamin, Co-Geschäftsführerin der Göttinger AIDS-Hilfe.

Der CSD soll die Erinnerung an den ersten Aufstand von Homosexuellen, trans*Personen und Dragqueens gegen Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street immer wieder neu aufleben lassen.

Nach der großen Kundgebung auf dem Wilhelmsplatz schloss sich bis 17 Uhr ein buntes Straßenfest an, ehe der CDS ab 20 Uhr im Café Kabale zu Hotdogs & Musik im Garten eingeladen hatte und es ab 22 Uhr mit einer Party bis tief in die Nacht noch einmal krachen ließ. (gsd)

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