Göttingen im Farbenrausch: Holi-Festival lockt hunderte Besucher

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Göttingen. Hunderte Jugendliche feiern in Göttingen das Holi-Farbrausch-Festival. Seit zwölf bis noch um 22 Uhr geht die Party auf dem Parkplatz des Jahnstadions im Sandweg ab.

Holi ist ein indisches Frühlingsfest am Vollmondtag des Monats Phalguna. Dieses „Fest der Farben“ dauert in Indien mindestens zwei Tage. In einigen Region feiert man sogar zehn Tage lang. In Göttingen hingegen reichen zehn Stunden, und das bei Temperaturen von bis zu 38 Grad.

Die lauten Beats waren schon von weitem zu hören. Mehrere DJ´s legten auf, darunter auch Tiefenklang aus Hamburg und Compact Grey aus Leipzig. Verschiedene Live-Auftritte mit indischen Tänzerinnen rundeten das Bühnenprogramm ab.

Highlight war der ab 15 Uhr zu jeder vollen Stunde durchgeführte „Farb-Countdown“. Eine Stimme zählte von zehn bis null herunter. Dann warfen die Festivalbesucher zeitgleich Farbpuder in die Luft – ein Schauspiel der besonderen Art. Die Farben, die zuvor auf dem Gelände gekauft werden mussten, sind gesundheitlich unbedenklich und geprüft. Trotzdem war es ratsam, Augen, Nase und Mund vor dem Pulver zu schützen.

Erst Ende Juni gabe es in Taiwan bei einem Holi Festival eine Staubexplosion mit 500 Verletzten und einer Toten. Der Veranstalter in Deutschland legt viel Wert auf die Sicherheit. Seit dem Beginn des Holi Farbrausch Festivals ist es den Besuchern nicht erlaubt, eigene Farbe mit aufs Gelände zu nehmen. Auch wenn diese Regelung bei den Gästen gelegentlich zu Unmut führt, hat sich der Veranstalter niemals von dieser Sicherheitsauflage abgewendet und stets mit Sicherheitspersonal dessen Einhaltung kontrolliert. Bei den deutschen Holi Partys werde Farbpulver verwendet, das in Deutschland hergestellt wird und nicht-explosionsfähig sei, so der Veranstalter.

Holi-Farbrausch-Festival in Göttingen

Neben dem eigentlichen Festival gab es in Göttingen auch einen „Project Zero Playground“ mit Hüpfburg und Swimmingpool, wo die Teilnehmersich die Zeit vertreiben konnten. Viele Jugendliche hatten sich helle Kleidung angezogen. So kamen die Farben am besten zur Geltung.

Vor dem Gelände hingegen führte die Polizei mit mehreren Beamten und Diensthunden Drogenkontrollen durch. Auch der Rettungsdienst hatte an dem Tag eine Menge zu tun. Durch die enorme Hitze kam es vermehrt zu Kreislaufbeschwerden. (ysr)

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