Neuer Vorschlag zu Flüchtlingsunterkünften

CDU will Siekhöhe und IWF-Gebäude erhalten und Neubau an Studenten vermieten

Flüchtlingsunterkunft in einem ehemaligen Großmarkt im Gewerbegebiet Siekhöhe: Die Stadt will diese Einrichtung weiterbetreiben, die in den IWF-Gebäuden schließen. Foto: Kopietz

Göttingen. Die CDU-Ratsfraktion wartet mit einem neuen Vorschlag zur Zukunft der Flüchtlingsunterkünfte auf - IWF und Siekhöhe sollen bleiben

Die CDU-Ratsfraktion wartet mit einem neuen Vorschlag zur Zukunft der Flüchtlingsunterkünfte auf: Sie schlägt vor, das ehemalige IWF-Gebäude am Nonnenstieg und die Unterkunft an der Siekhöhe zu erhalten und den Neubau Albrecht-Thaer-Weg ausschließlich als Studentenwohnheim zu nutzen.

Dort sollten nach Fertigstellung der gut 50 Wohnungen durch die Städtische Wohnungsbau GmbH ab Herbst je zur Hälfte an Studenten und Flüchtlinge einziehen. Eine Mischnutzung war bereits in der Konzeption berücksichtigt worden.

Die Stadt will auch – und der Sozialausschuss hat das befürwortet – die Großunterkunft Siekhöhe weiterbetreiben und stattdessen die Flüchtlingsunterkunft am Nonnenstieg im ehemaligen IWF-Gelände im August 2018 schließen. Dann endet der Mietvertrag mit der Entwicklergesellschaft EBR, die dort neue Wohnhäuser bauen will.

Ludwig Theuvsen, Vorsitzender der Ratsfraktion, begründet den CDU-Vorschlag: „Bei der „Ankommenseinrichtung“ auf der Siekhöhe und bei dem Flüchtlingsheim am Nonnenstieg handelt es sich um zwei stark differenzierte Angebote, die nicht einfach gegeneinander ausgetauscht werden können“,

Die große Halle auf der Siekhöhe verfüge über eine besondere medizinische wie personelle Ausstattung, die das Objekt speziell für die in der Stadt ankommenden Flüchtlinge in besonderem Maße qualifiziere, sagt Theuvsen. Mit den offenen, beengten Schlafbereichen und der fehlenden Einbindung in ein urbanes Umfeld spielt sich die gesamte Freizeit für alle Altersstufen aber in einem großen und offenen Bereich ab. Die Unterkunft ist daher für eine längerfristige Unterbringung von Flüchtlingen, insbesondere von Familien, nicht geeignet,

Die Einrichtung im ehemaligen IWF-Gelände am Nonnenstieg vermittelt laut Theuvsen einen ganz anderen Charakter: „Die Bedingungen schaffen eine vergleichsweise hohe Aufenthaltsqualität für Alt und Jung, Geflüchtete und Ehrenamtliche.“ In Summe ergebe das einen ansprechenden Wohncharakter, bei dem sowohl die Privatsphäre der Geflüchteten gewahrt bleibt, als auch genug Räume für Begegnungen mit Gleichgesinnten und Ehrenamtlichen zur Verfügung stehen, so die CDU. „Zudem befinden sich am Nonnenstieg KiTas und Schulen in fußläufiger Entfernung zur Unterkunft.“ Auch die Innenstadt ist nah, kann gut auch ohne Bus erreicht werden.

Mit der neuen Lösung sei auch eine Pufferkapazität an Plätzen gegeben, wenn die Flüchtlingszahlen wieder ansteigen sollten. (tko)

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