Drei Anträge

CDU: Wohnungsbau soll Problemwohnblock Hagenweg am Hagenweg kaufen

Problemhäuser: Der Wohnblock Hagenweg 20/20a ist wegen teils unzumutbaren Wohnverhältnisse zu einer zweifelhaften Berühmtheit geworden – weit über Göttingen hinaus. Die CDU will, wie auch die Stadtverwaltung, Verbesserungen erreichen.
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Problemhäuser: Der Wohnblock Hagenweg 20/20a ist wegen teils unzumutbaren Wohnverhältnisse zu einer zweifelhaften Berühmtheit geworden – weit über Göttingen hinaus. Die CDU will, wie auch die Stadtverwaltung, Verbesserungen erreichen.

Die CDU-Fraktion wartet gleich mit drei Anträgen zu Wohnungsbauthemen für Ausschussberatungen und die Stadtratssitzung am Freitag, 18. Juni, auf. Und immer geht es dabei um die Verbesserung der Situation im Hagenweg 20/20a.

Göttingen – Außergewöhnlich: Die CDU schlägt vor, dass die Städtische Wohnungsbaugesellschaft soll den Hagenweg 20/20a kaufen.

Die Antragswelle samt Kaufvorschlag begründet Fraktionschef Olaf Feuerstein auch damit, dass im Fall Problemwohnblock Hagenweg 20/20a nun „Entscheidungen aus der Ratspolitik notwendig seien“. Die Anträge seien auch deshalb auf dem Weg, um „Resultate für die Problemimmobilie im Hagenweg 20/20a zu erwirken“ und somit vernünftige Lebensverhältnisse für die Bewohner herzustellen.

Der erste Antrag „Neue Hausnummern für den Hagenweg 20/20a“ wird im Sozialausschuss am Dienstag, 11. Mai, und der der zweite Antrag „Einrichtung der Sozialarbeit mit einer Anlaufstelle im Hagenweg 20/20a“ wird am Dienstag, 6. Mai, im Bauausschuss behandelt.

Der Antrag mit dem spektakulärsten Inhalt wird für die Ratssitzung am 18. Juni eingebracht: „Städtische Wohnungsbau GmbH Göttingen kauft den Hagenweg 20/20a“ eingebracht. Dieses Vorhaben, mit dem Ziel mehr Einfluss auf die Wohnverhältnisse und die Immobilie nehmen zu können, aber dürfte ein schwieriges Unterfangen sein, weil die Eigentumsverhältnisse zersplittert sind, zwar Immobilienunternehmen Eigentümer einiger Appartements, aber auch noch einige Einzeleigentümer registriert sind.

Zweite Schwierigkeit: Der Kaufpreis für die zum Teil in einem unzumutbaren Zustand befindlichen Wohnungen orientiert sich auch am Mietpreis. Und der liegt exorbitant hoch, reicht für den Quadratmeterpreis an Mieten im teuersten Göttinger Wohngebiet Ostviertel heran. Ein Käufer, also auch die öffentliche Städtische Wohnungsbau, würde weit mehr als den tatsächlichen Wert bezahlen müssen.

Olaf Feuerstein hatte sich während einer Besuchsserie vor Ort und nach Betrachtung der Missstände und einigen Gesprächen mit Bewohnern, Eigentümern und „handelnden Personen vor Ort“ ein umfassendes Bild gemacht.

Nun sei es nach schnellen pragmatischen Lösungen wie den Abtransport von Müll auch an der Zeit, auf der politischen Ebene über Anträge in den jeweils passenden Gremien Entscheidungen zur positiven Entwicklung der Immobilie treffen, um für die dortigen Bewohner dauerhaft vernünftige Verhältnisse herbeizuführen.“

Die CDU-Fraktion weist auch darauf hin, dass man den dringenden Handlungsbedarf um die Problemimmobilien bereits seit langer Zeit sehe und beobachte.

Die detaillierte Berichterstattung von Olaf Feuerstein nach den Besuchen am Hagenweg 20/20a zeige den bestehenden Handlungsbedarf deutlich auf.

Die CDU bittet deshalb um weitere Unterstützung aus Ratskreisen, Verwaltung, von privaten Personen und Einrichtungen, „um gemeinsam solide Lösungen zu finden“.  tko

Von Thomas Kopietz

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