Rückkehr an alte Wirkungsstätte wird abgelehnt

CDU wünscht KAZ im Ottfried-Müller-Haus

Einst Standort für Junges Theater und Kulturzentrum KAZ: Letzteres soll laut CDU wieder zurück. Aber das KAZ würde gerne im Ausweichquartier Voigtschule bleiben.
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Einst Standort für Junges Theater und Kulturzentrum KAZ: Letzteres soll laut CDU wieder zurück. Aber das KAZ würde gerne im Ausweichquartier Voigtschule bleiben.

Nicht nur das Junge Theater, sondern auch das Kulturzentrum KAZ soll nach abgeschlossener Gebäudesanierung wieder ins Otfried-Müller-Haus am Göttinger Wochenmarkt einziehen.

Göttingen – Ein entsprechender Antrag der CDU stieß im städtischen Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke bei SPD und Grünen auf Ablehnung. Sechs Millionen Euro steckt die Stadt in die Sanierung des Gebäudes, das bisher von beiden Kultureinrichtungen genutzt worden ist. Im Zuge der Planungen stellte sich jedoch heraus, dass das KAZ dort künftig keinen Platz mehr findet.

Die Räumlichkeiten geben das aufgrund heutiger Auflagen etwa hinsichtlich des Brandschutzes nicht mehr her. Das Kulturzentrum soll daher auf Dauer in der ehemaligen Voigtschule an der Bürgerstraße verbleiben, wo es derzeit gemeinsam mit dem Jungen Theater untergebracht ist. Die KAZ-Geschäftsführung begrüßt das.

Die CDU will die Stadtverwaltung jedoch noch einmal prüfen lassen, ob nicht doch beide Einrichtung ins sanierte Otfried-Müller-Haus passen. Denkbar sei ein Anbau, erklärte der Ausschussvorsitzende, Hans Otto Arnold (CDU). Die Christdemokraten halten es für zumutbar, dass KAZ-Gruppen auch in Zukunft wieder Kellerräume nutzen. Zudem hätten beide Kultureinrichtungen in der Vergangenheit in fruchtbarer Symbiose zusammengelebt, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende, Olaf Feuerstein. Von einer „Geisterdiskussion“ sprach dagegen Rolf Becker (Grüne).

Die Stadt habe die von der CDU geforderten Prüfungen bereits erledigt. Außerdem seien in die Herrichtung der Voigtschule für kulturelle Zwecke fast eine Million investiert worden, ergänzte der SPD-Fraktionsvorsitzende, Tom Wedrins.

Hintergrund des CDU-Vorstoßes sind Überlegungen, das Gebäude an der Bürgerstraße auch künftig wieder komplett als Schulgebäude zu nutzen. Es würde sich gut als neuer Standort für die Bonifatiusschule I anbieten, meinte Feuerstein. In so einem Fall müsse es jedoch „aufwändig ertüchtigt“ werden, gab Sozialdemokrat Wedrins zu bedenken. Dr. Harald Wiedemann (Grüne) hält die Bürgerstraße aufgrund der „hohen Stickoxid-Belastung“ während des Berufsverkehrs als Schulstandort für ungeeignet. (Von Michael Caspar)

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