Chemie-Fakultät erhält eine halbe Million Euro für Labornetzwerk

Chemie-Bereich wird saniert und umgebaut: Ein neues Chemikalienlager und ein neuer Labortrakt ist bereits fertig. Foto: Dittrich

Göttingen. Die Chemie-Fakultät der Universität Göttingen bekommt Fördergelder in Höhe von 520.000 Euro zur Koordinierung eines Labornetzwerkes.

Die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) fördert im Schwerpunktprogramm 1601 „New Frontiers in Sensitivity for EPR Spectroscopy: From Biological Cells to Nano Materials” ein Netzwerk aus 27 Laboren aus verschiedenen naturwissenschaftlichen Bereichen. Dieses Projekt wurde nun für drei Jahre bis 2018 verlängert und wird an der Fakultät für Chemie der Universität Göttingen koordiniert. Die Chemie-, Biologie- und Physiklabore wollen die Sensibilität in der Elektronenspinresonanz (EPR) steigern. Das gesamte Fördervolumen des Netzwerkes in den kommenden drei Jahren beträgt etwa 8,4 Millionen Euro.

Bisher sind Kooperationen und ein wissenschaftlich anerkanntes Netzwerk zwischen den teilnehmenden Laboren entstanden, die in internationalem Rahmen Beachtung finden. „In den kommenden Jahren soll ein bilaterales Netzwerk mit amerikanischen EPR-Laboren aufgebaut und gefördert werden“, sagt Prof. Dr. Marina Bennati, Leiterin der Forschungsgruppe Elektronenspinresonanz-Spektroskopie am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und Professorin der Universität Göttingen.

Neben jährlichen Treffen an den Fachtagungen der Gesellschaft Deutscher Chemiker werden auch regelmäßig Workshops für Nachwuchswissenschaftler angeboten.

Die Projektkoordinatoren haben in der ersten Förderperiode interessierte amerikanische Wissenschaftler unterstützt, ein amerikanisches Netzwerk nach Vorbild des deutschen bei der National Science Foundation (NSF) zu beantragen. Im Sommer 2014 wurde die Förderung von „Shared EPR“ bewilligt. Teile dieser Fördergelder werden für den Austausch mit Deutschland verwendet.

In gleichem Maße soll das DFG-Programm Forschungsaufenthalte in amerikanischen Laboren und gegenseitige Besuche der jeweiligen Programmworkshops ermöglichen. (bdi)

Weitere Informationen im Internet: www.spp1601.de

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