Clubatmosphäre

Chris de Burgh in der Göttinger Lokhalle: Ein Poet der leisen Töne

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Chris de Burgh in der Göttinger Lokhalle: Er überzeugte mit seinen Liedern aus seinem aktuellen Album. Die Fans rockten auch bei seinen Hits mit.

Göttingen. Andere sind in seinem Alter längst im Ruhestand. Singer und Songwriter Chris de Burgh dreht weiter auf und überzeugte bei seinem Konzert in der Göttinger Lokhalle vor allem mit seinen leisen Tönen.

Der 68-Jährige, der im kommenden Jahr seinen runden Geburtstag feiert, schickte nach der Pause alle Musiker von der Bühne. „Wer braucht schon eine Band“, verkündete der Poet der leisen Töne auf Englisch.

In diesen Momenten auf der Bühne wurde die Lokhalle fast schon zu einem heimeligen Club – nur der Interpret und seine Stimme, selbst begleitet auf der Gitarre oder dem Klavier. Großartig!

Das Publikum, das wie der Sänger mit den Jahren gereift ist, dankte es ihm. Und es gelang dem Iren, auch in Göttingen viele Besucher aus den nachgewachsenen Generationen in die nicht ganz ausverkaufte Lokhalle zu locken.

Immer wieder forderte der Komponist, der seit 1974 mehr als 20 Studioalben veröffentlicht hat und seitdem vor allem in Deutschland seine Erfolge feiert, das Publikum zum Mitsingen und Mittanzen auf – und das folgte diesen Einladungen gern. Chris de Burgh verteilte deshalb auch auf Englisch reichlich Komplimente an seine Gäste: „Ihr singt wie Engel.“

Zuvor stellte er Songs aus seinem aktuellen Album „A Better World“ vor. Dabei geht er mit dem Lied „Homeland“ auch auf die aktuelle Syrienkrise ein und dankte dafür, dass so viele Menschen aus dem nahöstlichen Land eine Zuflucht in Deutschland gefunden haben.

Geschenk zum Muttertag

Passend zum Muttertag hatte Chris de Burgh mit „All for Love“ ein musikalisches Geschenk dabei. Und machte insbesondere den Männern im Saal klar, dass Hausfrau und Mutter zu sein, der härteste Job der Welt ist.

Und natürlich warteten alle Fans des Musikers auf seine Hits, die ihn seit mehr als 30 Jahren zu einer festen Größe in der Musikszene machen: Bei „Don’t Pay The Ferryman“ oder „High On Emotion“ sangen (fast) alle mit. Dass die Musikanlage dabei einiges vom Text verschluckte, machte gar nichts aus. Die echten Fans des irischen Sängers kennen seine Texte sowieso und feierten insgesamt fast zweidreiviertel Stunden zumeist im Stehen und am Schluss möglichst direkt vor der Bühne mit. Viele freuen sich schon jetzt auf ein Wiedersehen im „Club Lokhalle“.

Von Bernd Schlegel

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