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Hilfe aus der Luft: Einsätze für Göttingens Rettungshubschrauber „Christoph 44“ nehmen zu

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Von: Melanie Zimmermann

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Der Rettungshubschrauber der DRF-Luftrettung „Christoph 44“, stationiert in Göttingen an der Universitätsmedizin.
Hat die Zahl seiner Einsätze leicht erhöht: Der Rettungshubschrauber der DRF-Luftrettung „Christoph 44“, stationiert in Göttingen an der Universitätsmedizin. (Archivfoto) © UMG

Der in Göttingen stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 44“ und seine Besatzung retten täglich Leben. Allein dieses Jahr zählt Christoph 44 über 700 Einsätze.

Göttingen – Regelmäßig ist er am Himmel über der Uni-Stadt zu sehen, nicht selten sogar mehrmals täglich. Die Rede ist von „Christoph 44“, dem in Göttingen stationierten Rettungshubschrauber der DRF-Luftrettung. Diese legte nun die Halbjahresbilanz vor. Demnach nahmen die Alarmierungen für Christoph 44 erneut leicht zu.

Der in Göttingen stationierte Hubschrauber leistete im ersten Halbjahr 2022 insgesamt 755 Einsätze. Damit liegt die Zahl der Einsätze leicht über dem Niveau des Vorjahres. In den ersten sechs Monaten 2021 wurde Christoph 44 insgesamt 745-mal alarmiert.

Göttinger Rettungshubschrauber: Zahl der Einsätze steigt im ersten Halbjahr leicht an

Auch die Zahl der Notfallrettung hat in diesem Halbjahr zugenommen. Insgesamt 739 der 755 Einsätze des Rettungshubschraubers fanden in der Notfallrettung statt. Zum Vergleich: 2021 waren es 714 Einsätze in diesem Bereich.

Dafür müsste Christoph in diesem Jahr seltener zum Transport kritisch kranker oder verletzter Personen in die Luft gehen: 16 Einsätze dieser Art standen von Januar bis Juni dieses Jahres an. Vergangenes Jahr waren es zum selben Zeitpunkt bereits 31 Einsätze.

Die zwei in Niedersachsen stationierten Hubschrauber der DRF-Luftrettung wurden von Januar bis Juni dieses Jahres zusammen insgesamt 1221-mal alarmiert.

Rettungshubschrauber „Christopher 44“ ist seit über40 Jahren in Göttingen stationiert

Der Göttinger Hubschrauber, der mittlerweile seit 42 Jahren – die Station wurde am 3. Juli 1980 gegründet – in Göttingen ist, fliegt auch in die Regionen Nordhessen, Ostwestfalen, Nordthüringen sowie nach Sachsen-Anhalt. Christoph 44 ist dabei täglich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang einsatzbereit.

Auch bundesweit blickt die DRF Luftrettung auf ein einsatzreiches erstes Halbjahr zurück, wie aus der offiziellen Bilanz hervorgeht: Insgesamt 19 791-mal wurden die Besatzungen der bundesweit 29 Stationen sowie der zwei Ambulanzflugzeuge von Januar bis Juni 2022 alarmiert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stellt dies einen Zuwachs von acht Prozent dar.

Am häufigsten versorgte die DRF Luftrettung bei Notfalleinsätzen im ersten Halbjahr Patienten mit Herzerkrankungen (21 Prozent), wie zum Beispiel Herzinfarkt, oder neurologischen Vorfällen (18 Prozent). Es folgen mit jeweils 11 Prozent Unfallopfer durch (Ab-)Stürze und durch Verkehrsunfälle.

DRF-Luftrettung bereitet Ausbildungsstart für ersten eigenen Pilotenjahrgang vor

Besonders bei Notfalleinsätzen sind die Luftretter oftmals unschlagbar schnell: Innerhalb von 15 Flugminuten erreichen sie Einsatzorte in einem Radius von 60 Kilometern.

Zudem trieb die gemeinnützige Luftrettungsorganisation in der ersten Jahreshälfte wichtige Entwicklungen und Projekte entscheidend voran. Unter anderem steht der Ausbildungsstart des ersten eigenen Hubschrauber-Pilotenjahrgangs unmittelbar bevor.

Unserem Anspruch, die Weiterentwicklung der Luftrettung stetig voran zu treiben, konnten wir in der ersten Jahreshälfte wieder gerecht werden.

Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung

„Die hohen Einsatzzahlen unterstreichen erneut die wichtige Rolle, die die Luftrettung für die umfassende notfallmedizinische Versorgung der Menschen in Deutschland spielt. Auch unserem Anspruch, die Weiterentwicklung der Luftrettung stetig voran zu treiben, konnten wir in der ersten Jahreshälfte wieder gerecht werden“, sagt Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung.

„Ein wichtiger Meilenstein ist dabei unsere eigene Pilotenausbildung. Die internen Vorbereitung liefen die letzten Monate auf Hochtouren und gehen nun in den Endspurt“, so sein Fazit. (Melanie Zimmermann)

Die DRF-Station in Göttingen

Mit „Christoph 44“ wird ein Hubschrauber des Typs EC 135 eingestzt. Das Personal besteht aus Piloten der DRF-Luftrettung, Notärzten der UMG (Klinik für Anästhesiologie, Notfallmedizin) sowie Notfallsanitätern der DRF und Berufsfeuerwehr Göttingen. Die Sanitäter verfügen über die Zusatzqualifikation Hems TC ( (Helicopter Emergency Medical Service Technical Crew Member), die es erlaubt, den Hubschrauberpiloten bei der Navigation und der Luftraumbeobachtung zu unterstützen. (mzi)

Das NDR hat einen Dokumentarfilm über Christoph 44 produziert. 2022 ist ein neuer Kalender mit Hubschrauber-Motiven aus Südniedersachsen erschienen.

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