Christoph 44: Mehr Platz für die Göttinger Luftretter

Der Rettungshubschauber Christoph 44 im Hangar: Die Station am Göttinger Klinikum wurde jetzt umfassend erneuert. Foto: Rampfel

Göttingen. Seit 1980 ist am Göttinger Universitätsklinikum ein Hubschrauber der DRF Luftrettung stationiert. Die Station wurde nun saniert und erweitert.

Seit 1984 ist der Rettungshubschrauber an seinem derzeitigen Standort zwischen Versorgungsgebäude und UBFT-Gebäude (Untersuchung, Behandlung, Forschung und Theorie) der Uni-Medizin zu finden. Von März bis September s wurde die Station von „Christoph 44“, so der Funkrufname des Hubschraubers, komplett saniert und erweitert. 620 000 Euro haben die Arbeiten gekostet, die teilweise von der Universitätsmedizin übernommen wurden.

Von außen sichtbar ist nur das neue Treppenhaus an der rückwärtigen Seite der Station. Dieses war notwendig geworden, weil unter den früheren Aufenthaltsräumen ein komplett neues Stockwerk gebaut wurde, in dem drei Ruheräume für Pilot, Rettungsassistent und Notarzt sowie Umkleideräume untergebracht sind. Die Schlafräume haben jeweils einen eigenes Badezimmer. In den Dienstperioden sind die Besatzungsmitglieder mitunter sieben Tage am Stück an der Station und schlafen dort auch. Der neue Ruhebereich bietet nun optimale Möglichkeiten zwischen den Diensten zu regenerieren.

Moderne Heizung

Der Bereich der alten Station wurde innen gänzlich umgestaltet, nur das Büro ist noch an seinem alten Platz. Zudem wurde in allen Bereichen der Fußboden erneuert, neue Fenster installiert und die Heizung modernisiert.

Aus dem Hangar in die Station umgezogen ist der Desinfektionsbereich. „Hier haben wir jetzt eine Hygienestrecke zum Desinfizieren der medizinischen Geräte mit unreiner und reiner Seite“, erklärt Karl-Jan Gröling, langjähriger Rettungsassistent auf „Christoph 44“, der seit 2011 auf „Christoph Weser“ in Bremen fliegt und in Göttingen als Springer im Einsatz ist.

Einmal in der Woche wird der Hubschrauber umfassend desinfiziert. Gerade bei den großen Teilen, wie zum Beispiel der Trage, ist diese Arbeit jetzt deutlich einfacher als vorher. Zudem ist der Desinfektionsbereich viel größer als zuvor und auch besser ausgeleuchtet.

Auch der Aufenthaltsraum mit integrierter Küche wurde durch den Umbau vergrößert. Im Hangar, wo nachts der rot-weiße Hubschrauber des Typs EC135 steht, wurde im Zuge der Umbaumaßnahmen das Medizinlager vergrößert und übersichtlicher gestaltet. Dort lagern nicht nur Tragetücher und Patientendecken, sondern auch Medikamente und Helme für die Besatzung.

Mit der Neugestaltung der Station wurden wichtige Modernisierungen vorgenommen. Durch die Optimierungen können viele Arbeiten jetzt noch schneller und einfacher erledigt werden.

Christoph 44 fliegt ab 7 Uhr morgens

Bislang hob der Göttinger Rettungshubschrauber in diesem Jahr zu etwa 1200 Einsätzen ab. Zu den Alarmierungsgründen gehören sowohl schwere Verkehrs-, Arbeits- und Freizeitunfälle als auch Herzkreislauferkrankungen.

Wichtig ist vor allem der schnelle Transport eines Notarztes an den Einsatzort. Der Hubschrauber ist täglich von 7 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. „Christoph 44“ fliegt Einsätze in den Landkreisen Göttingen, Northeim, Osterode sowie Kassel, Holzminden, Höxter, Eichsfeld und Werra-Meißner. (ysr)

www.drf-luftrettung.de

Von Stefan Rampfel

Fotos der sanierten Station

Mehr Platz für die Luftretter von Christoph 44

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