Aktion am Samstag

Christopher Street Day: Göttingen wird für einen Tag viel bunter

CSD vor zwei Jahren in Göttingen: Auch an diesem Samstag ist zu Beginn eine Demonstration geplant.
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CSD vor zwei Jahren in Göttingen: Auch an diesem Samstag ist zu Beginn eine Demonstration geplant. (Archivfoto)

Unter dem Motto „Selbstbestimmt. Sichtbar. Sicher.“ steht der dritte Christopher Street Day (CSD) am Samstag, 28. August, in Göttingen.

Göttingen – Die Einwohner und ihre Gäste dürfen sich auf eine bunte und vielfältige Demonstration durch die Innenstadt, die um 12.30 Uhr am Neuen Rathaus startet, und ab 14.30 Uhr auf ein anschließendes Straßenfest mit drei Discjockeys auf dem Albaniplatz freuen. Getragen wird der Tag vom CSD-Aktionsbündnis Göttingen mit mehr als 30 Ehrenamtlichen sowie die Organisationen Queeres Göttingen (Trägerverein und Koordination), Göttinger Aids-Hilfe und SCHLAU Göttingen. Aktionen dieser Art finden seit mehr als 50 Jahren weltweit statt. Mit politischen Kundgebungen, festlichen Paraden und bunten Straßenfesten demonstrieren „lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, nichtbinäre, inter*, asexuelle und andere queere Menschen“ für die Sichtbarkeit, Akzeptanz und Gleichstellung vielfältiger Lebensweisen und Identitäten. Für diese Personengruppen wird inzwischen häufig der Sammelbegriff „queer“ oder die Buchstabenfolge „LSBTIAQ“ verwendet.

„Der CSD Göttingen will queeres Leben und queere Politik auf die Straße tragen, um zu zeigen: Queere Menschen beanspruchen Räume, Respekt und Zugehörigkeit wie alle anderen Menschen auch. Unser Platz ist hier - im Herzen der Stadt, in der Mitte der Gesellschaft“, sagt Jeen Burdorf, Koordinatorin im Queeren Zentrum in der Uni-Stadt. Gleichzeitig kritisiert das CSD-Aktionsbündnis Göttingen, dass queere Menschen in der Gesellschaft immer noch mit alltäglicher und struktureller Diskriminierung konfrontiert sind, mit Ungleichheiten bis hin zu Ausschlüssen oder gar Gewalterfahrungen.

Anlässlich des CSD kann man sich von 12 bis 16 Uhr auf dem Hof der Albanischule gegen Corona impfen lassen. Während des gesamten Aktionstages gilt die die Abstands- und Maskenpflicht sowie die Empfehlung eines tagesaktuellen Corona-Tests – auch für Geimpfte. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten auf weitere Hinweise vor Ort achten. Programmatischer Höhepunkt ist ab 15.15 Uhr eine Podiumsdiskussion mit mehreren Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters.

Auch Religionsgemeinschaften beteiligen sich am CSD: So wollen Evangelisch-lutherische Kirchenkreis, die Evangelische Studierenden- und Hochschulgemeinde, die Evangelische Familien-Bildungsstätte, die Evangelisch-reformierte Gemeinde, die Quäker und die Neuapostolische Kirche mit den Teilnehmern ab 14.30 Uhr auf dem Albaniplatz an einem ökumenischen Stand ins Gespräch kommen.

„Die Rechte von queeren Menschen sind national wie international immer noch hart umkämpft – in Ländern wie Ungarn und Polen sind sie sogar stark gefährdet“, sagt Simone Kamin von der Göttinger Aids-Hilfe. (Bernd Schlegel)

Programm: Demonstration und anschließendes Straßenfest

Hier das Programm des dritten Christopher Street Day (CSD) am Samstag, 28. August, in Göttingen auf einen Blick:

9 bis 12.30 Uhr: Corona-Schelltestangebot am Neuen Rathaus;

12 bis 16 Uhr: Corona-Impfangebot auf dem Schulhof der Albanischule (am Albaniplatz);

12.30 Uhr: Start der Demonstration am Neuen Rathaus;

14.30 Uhr: Beginn des Straßenfests auf dem Albaniplatz mit zahlreichen Ständen;

15.15 Uhr: Podiumsdiskussion mit mehreren OB-Kandidatinnen und -Kandidaten;

16.30 Uhr: „Chris*rah & the Dykes of Glory“ (DJ*ane);

17.30 Uhr: Redebeiträge aus der Community;

18 Uhr: M.A.R.C. by GAYLECTRO (DJ);

19 Uhr: PLURRED (DJs);

20 Uhr: Ende des Straßenfestes.

Weitere Infos gibt es hier. (bsc)

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