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„Aktenzeichen XY“: Wolfgang Knoll (45) wollte zur Uniklinik Göttingen – doch kam nie an

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Von: Raphael Digiacomo

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„Aktenzeichen XY“ zeigt den Fall von Wolfgang Knoll, der seit 1997 vermisst wird. Der Mann wurde in der Uniklinik Göttingen erwartet, kam aber nie an.

Holzminden – Wolfgang Knoll wird am 14. April 1997 als vermisst gemeldet. Zu dem Zeitpunkt war er akut krank und hätte bereits Ende Februar desselben Jahres eine Therapie im Uniklinikum Göttingen antreten sollen. Nun hat die Sonderkommission „Cold Case“ der Polizei Göttingen über 25 Jahre nach dem Verschwinden des damals 45 Jahre alten Vermissten die Ermittlungen aufgenommen.

Der ungeklärte Fall des vermissten Mannes aus Holzminden in Niedersachsen war am Mittwoch (03.08.2022) Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“. Die Polizei erhoffte sich neue Hinweise in dem bisher ungelösten Fall und erhielt sie auch: „Wir haben Hinweise im unteren zweistelligen Bereich erhalten, die nun ausgewertet werden“, sagte eine Sprecherin der Polizei.

Polizeifoto von dem Vermissten Wolfgang Knoll aus Holzminden.
Wolfgang Knoll wird seit 1997 vermisst. Der damals 45-Jährige war von Holzminden auf dem Weg ins Uniklinikum Göttingen. Was geschah mit dem Mann, der zuvor eine langjährige Haftstrafe wegen eines Tötungsdeliktes abgesessen hatte? © Polizei Göttingen

ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“: Vermisster Wolfgang Knoll kam nie in der Uniklinik Göttingen an

Letztlich kam Knoll nie in der Göttinger Uniklinik an, wie die Polizei damals mitteilte. Am 23. Februar wurde er zuletzt von einem Bekannten gesehen. Infolge ermittelten die Polizisten an Knolls Wohnort im Ortsteil Neuhaus in Holzminden sowie im persönlichen Umfeld des Vermissten. Auch ein Tötungsdelikt wollten die Beamten damals nicht ausschließen.

Wie die Polizei mitteilte, hatte der Mann vor seinem Verschwinden eine langjährige Haftstrafe wegen eines Tötungsdeliktes abgesessen. Es stellte sich die Frage, ob ein Zusammenhang zwischen der damaligen Tat und dem Verschwinden von Wolfgang Knoll bestehe, auch wenn es dafür letztlich keine konkreten Anhaltspunkte gab.

Polizei und Staatsanwaltschaft hoffen auf hilfreiche Hinweise aus der Bevölkerung

Knoll hatte den Angaben nach nur sehr wenige soziale Kontakte. Ohne Hinweise auf die Umstände des Verschwindens oder den Aufenthaltsort des Mannes wurden die Ermittlungen 2004 eingestellt. Auch die Sonderkommission „Cold Case“ und die zuständige Staatsanwaltschaft Hildesheim fanden keine weiteren Anhaltspunkte und hoffen nun auf Hilfe aus der Bevölkerung.

Symbol der Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“.
Die Sendung „Aktenzeichen XY ...ungelöst“ befasst sich mit einem Cold Case aus der Region: Wolfgang Knoll verschwand 1997 auf dem Weg in die Uniklinik Göttingen. (Symbolbild) © picture alliance/Matthias Balk/dpa

Die komplette Aktenzeichen-XY-Folge von Mittwoch, 3. August 2022, sehen Sie in der Online-Mediathek des ZDF. (rdg, mit dpa-Material)

Ein weiterer Cold Case aus Niedersachsen: Ein Unbekannter ersticht Gitta Schnieder 1989 im Landkreis Harburg, die Polizei ermittelt nun. Auch der Fall eines Raubmörders, der in Südniedersachsen und Nordhessen bis 2015 sein Unwesen trieb, war Thema von „Aktenzeichen XY“.

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