Comedy-Duo Baumann und Clausen: Lachen mit den Rathaus-Amigos in Göttingen

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Sorgten für einen vergnüglichen Abend in der Göttinger Stadthalle: Jens Lehrig (links) als Hans-Werner Baumann vom Passamt und Frank Bremser als Oberamtsrat Alfred Clausen vom Bauamt.

Göttingen. Einen vergnüglichen Abend hatten am Donnerstag die Besucher der Göttinger Stadthalle mit den „Rathaus-Amigos“ Jens Lehrich und Frank Bremser, besser bekannt als Baumann und Clausen.

Seit mehr als 20 Jahren treiben die beiden Norddeutschen bei diversen Radiosendern als Oberamtsrat Alfred Clausen, der sämtliche Bauanträge abschmettert, und Passamtsfuzzi Hans-Werner Baumann im Rathaus der fiktiven Stadt Neddelhastedtfeld ihr bürokratisches Unwesen. Doch taugen die kurzen Gags, die dabei Tag für Tag zu hören sind, um ein zweistündiges Programm zu tragen? Die Antwort ist einfach: Ja! Zwar nicht als klassisches politisches Kabaretts, dafür aber als gut gemachte Unterhaltung. Genau das also, worauf ihr Publikum Lust hat: Lachen aus vollem Herzen, ohne über den tieferen Sinn (sollte es einen solchen denn überhaupt geben) nachdenken zu müssen.

Die Handlung ist schnell erzählt: Die beiden Herren vom Amt, die so manchen Antragsteller gerne zur Kasse bitten und sich diebisch über jeden zusätzlichen Euro freuen, ansonsten aber nach dem Motto handeln „wo andere anpacken, lassen wir los“, werden wegen ihrer Bestechlichkeit vom neuen Bürgermeister vor die Tür gesetzt.

Musik statt Arbeit im Rathaus

Nachdem Baumann kurz in Erinnerungen geschwelgt hat an die schöne neue Umgehungsstraße, bei der die Auf- und Abfahrten vergessen wurden oder an das wunderbare neue Toilettenhäuschen auf dem Marktplatz, bei dem die Pinkelbecken in einer Höhe von 1,85 Meter angebracht wurden, fassen beide einen Entschluss: Sie wollen Musik machen und künftig als Band „Rathaus-Amigos“ durch die Lande ziehen. Den Rest des Abends geht es überwiegend musikalisch zu, was die Stimmung im Saal noch einmal hebt. Mit Songs wie dem „Facebook-Blues“, „Meine Mittagspause mach ich von elf bis drei“ oder „Richtige Arbeit ist nur etwas für richtig Dumme“ treffen sie dabei genau den Nerv ihres Publikums. Dass beide dann auch noch über sich selbst lachen können, macht sie umso sympathischer. Und als beide dann nach einem neuerlichen Bürgermeister-Wechsel in Neddelhastedtfeld auch noch in ihr Rathaus und in ihr altes Leben zurückgeholt werden, müssen Alfred und Hans-Werner nicht einmal mehr auf Käffchen und Schnittchen verzichten. Bingo!

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