Schutz vor Bohrgeräuschen

Uni-Klinik: Containerwand als Lärmblocker

Lärmblockade: Container werden zu einer Lärmschutzwand gestapelt. Ende Oktober beginnen die vor dem Uni-Klinikum die Arbeiten für einen neuen Entwässerungskanal. Foto: UMG/nh

Göttingen. Eine Lärmschutzwand sieht normalerweise anders aus: Am Uni-Klinikum aber sollen 30 gestapelte, blaue Übersee-Container den Baulärm abblocken, der bei den Arbeiten für den neuen Entwässerungskanal entstehen wird. Die Kanal-Bohrungen beginnen Ende Oktober. Die Container-Wand soll bis Herbst 2015 stehen bleiben.

Zehn Meter hoch und 68 Meter lang ist die „blaue Wand“, die seit Ende vergangener Woche vor dem Universitätsklinikum steht. 30 tiefblaue Übersee-Container dienen dort als Schutzwand für die Arbeiten der „Separieranlage“. Die Anlage kommt bei den Bohrarbeiten für den neuen unterirdischen Entwässerungskanal zum Einsatz.

Der Kanal löst das Überlaufbecken, den Teich, vor dem Bettenhaus I und das alte Pumpwerk ab. Er ist eine der Voraussetzungen für den Neubau des Bettenhauses mit neuem Operationssaaltrakt.

Die Separieranlage trennt das Material, das beim Bohren der Vortriebsmaschine wieder an die Oberfläche gefördert wird. Dabei entsteht ein Gemisch aus Geröllschutt und Schmiermittel (Bentonit). Nach der Aufbereitung kann das flüssige Schmiermittel wieder verwendet werden.

Übersee-Container werden sonst zum Transport von Waren aus aller Welt per Schiff, Lastwagen oder Eisenbahn benutzt. Einer dieser blauen Übersee-Container fasst bis zu 33 Kubikmeter und wiegt 2300 Kilogramm. Er kann mit bis zu 24 Tonnen beladen werden. In Göttingen sollen die 30 Container den Baulärm für die Mitarbeiter sowie Patienten im Hauptgebäude des Uni-Klinikums so gering wie möglich halten. (tko)

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