Übergriffe

Corona-Demos in Göttingen: „Katz- und Maus-Spiel“ zwischen Gegnern und Befürwortern

Corona-Demo am Montag auf dem Wilhelmsplatz in Göttingen. (Screenshot)
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Corona-Demo am Montag auf dem Wilhelmsplatz in Göttingen. (Screenshot)

Alle Hände voll zu tun hatte die Polizei am Montag (03.01.2022) in den frühen Abendstunden bei Corona-Versammlungen in der Göttinger Innenstadt. Ohne Zwischenfälle verliefen die Corona-Demonstrationen im Kreisgebiet.

Göttingen – Auseinandersetzungen gab es in Göttingen zwischen den Teilnehmern einer Aktion von Kritikern der Corona-Schutzmaßnahmen sowie den Gegendemonstranten, so die Polizei. Dabei kam es in der Innenstadt zu vereinzelten Übergriffen sowie zu verbalem Streit. Nach dem ersten Stand der Ermittlungen leitete die Polizei Verfahren wegen Körperverletzungsdelikten gegen zwei Demonstranten ein. Beide wurden nach dem Versammlungsgesetz von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen.

Etwa 80 Corona-Gegner hatten sich ab 18 Uhr am Neuen Rathaus eingefunden. An der Gegenkundgebung beteiligten sich nach Schätzung der Einsatzleitung zwischen 100 und 120 Menschen.

Die Polizei sprach „beschränkende Verfügungen“ aus und wies auf die einzuhaltenden Abstands- und Hygieneregeln hin.

Dynamische Lage in der Innenstadt

Gegen 18.30 Uhr setzten sich die Teilnehmer der „Corona-Demo“ plötzlich in Bewegung. Die Teilnehmer der Gegendemo folgten. Beide Gruppen lieferten sich anschließend ein regelrechtes „Katz- und Maus-Spiel“ kreuz und quer durch die angrenzende Innenstadt. Die Einsatzkräfte mussten wiederholt ein direktes Aufeinandertreffen beider Gruppen verhindern, auch durch Abdrängen – also mit „einfacher körperlicher Gewalt“. „Für die Polizei gestaltete sich die Lage während der gesamten Veranstaltungsdauer sehr dynamisch. Gegen 19.30 Uhr hatten sich beide Versammlungen schließlich in Kleingruppen aufgelöst“, heißt es im Polizeibericht.

Die Corona-Demos im Kreisgebiet verliefen laut Polizei hingegen störungsfrei.

110 Teilnehmer in Hann. Münden

In Hann. Münden nahmen etwa 110 Menschen an einer Demonstration teil, die zunächst am Schlossplatz startete und sich später auf dem Rathausvorplatz auflöste.

60 Demo-Teilnehmer in Duderstadt

In Duderstadt zogen in der Spitze bis zu 60 Demonstrierende mit Kerzen vom alten Rathaus durch die Fußgängerzone.

Aktionen im Südharz

So nahmen an zwei „stationären Kundgebungen“ vor den Rathäusern in Bad Lauterberg und Walkenried insgesamt 25 Personen teil.

In Osterode und Herzberg gingen 40 beziehungswiese bis zu 60 Personen bei zwei zeitgleich stattfindenden Demonstrationen auf die Straße. In Osterode musste die Polizei die Teilnehmer wiederholt auf das ordnungsgemäße Tragen des Mund-Nasen-Schutzes hinweisen. Alle Versammlungen im Kreisgebiet verliefen laut Polizei friedlich und ohne Zwischenfälle. Die Beschränkungen sowie die Hygiene- und Abstandsregeln wurden nach Angaben der Beamten größtenteils eingehalten. (Bernd Schlegel)

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