Weniger Fahrten

Corona: Ersatz-Fahrplan für Personennahverkehr wird erarbeitet

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Der Metronom: Das Eisenbahnunternehmen mit Sitz in Uelzen will seinen Betrieb bis Freitag, 20. März, zunächst nicht einschränken.

Schon bald soll das Angebot im Personennahverkehr in Niedersachsen wegen der Corona-Krise verringert werden. Derzeit wird an einem Ersatz-Fahrplan gearbeitet.

Göttingen - Das Eisenbahnunternehmen Metronom will bis mindestens Freitag, 20. März, weiterhin alle Fahrten anbieten. „Ob uns das gelingt, ist abhängig von der aktuellen Situation, aber wir sind fest entschlossen“, macht das Unternehmen in einer Pressemitteilung deutlich. 

Dennoch mache es die Situation notwendig, das Angebot ab der nächsten Woche deutlich zu reduzieren, um für die Fahrgäste die Planungssicherheit und Verlässlichkeit zu erhalten. „Zurzeit arbeiten wir daher zusammen mit dem Land Niedersachsen und allen anderen Verkehrsunternehmen intensiv an einem Ersatzkonzept“, heißt es weiter. Das Ergebnis wird nach Angaben des Unternehmens ein reduzierter Sonderfahrplan sein, der dann auch sichergestellt werden kann.

„Wichtig ist uns dabei, dass alle angebotenen Fahrten zuverlässig stattfinden und dass auch im Berufsverkehr ausreichend Fahrten und Kapazitäten vorhanden sind. Auch die wichtigsten Anschlussverbindungen sind darin berücksichtigt“, heißt es weiter. Noch ist der Sonderfahrplan nicht fertig. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran.“ Sobald die Planung abgeschlossen ist, gibt es im Internet unter der-metronom.de weitere Informationen.

Die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) weisen nochmals darauf hin, dass im Busverkehr in Südniedersachsen die vorderen Türen geschlossen sind und bei den Fahrern keine Fahrkarten erhältlich sind. Die Fahrscheinpflicht besteht trotzdem. Tickets können in noch geöffneten Vorverkaufsstellen oder an Automaten im Bahnhof gekauft werden. Im Göttinger Stadtgebiet wird zur Nutzung der Smartphone-App „Fairtiq“ geraten, bei der die Kunden nur die tatsächlich zurückgelegte Strecke (Luftlinientarif) online zahlen.

Die Verkehrsbetriebe haben ihr Kundenzentrum in der Groner Straße bis auf Weiteres geschlossen. Für Auskünfte sind die Mitarbeiter unter Tel. 05 51/38 444 444 zu erreichen. Weitere Informationen gibt es unter goevb.de im Internet.

Sofern möglich, setzen die GöVB trotz sinkender Nachfrage weiterhin Gelenkbusse ein, um den Abstand zwischen einzelnen Fahrgästen möglichst groß halten zu können. „Wir bitten alle Fahrgäste um Einhaltung der aktuell geltenden Hygienerichtlinien“, heißt es. An allen Innenstadt-Haltestellen sowie am Bahnhof und anderen zentralen Haltestellen werden die Türen von den Fahrern selbstständig geöffnet werden, damit der Haltewunsch dort nicht mehr betätigt werden muss.

Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert, dass während der Corona-Krise immer ein Basisangebot im Nah- und Fernverkehr aufrecht erhalten wird. Außerdem setzt sich der Fahrgastverband dafür ein, dass die Kunden schnell und zuverlässig über alle Angebotsveränderungen informiert werden.

„Wenn der Weg zur Arbeit jetzt für Ärzte, Krankenschwestern, Polizisten, Lokführer und viele andere deutlich länger dauert, obwohl diese sowieso Sonderschichten schieben, sinkt deren Leistungsfähigkeit und ihr Immunsystem wird geschwächt. Das können wir nicht riskieren“, macht Pro Bahn in einer Mitteilung deutlich.

Informationen über das aktuelle Angebot im Nah- und Fernverkehr gibt es auch über die Internetseiten der Deutschen Bahn bekommen.

bahn.de

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