Göttingen: Mehr als eine halbe Million Euro stehen zur Verfügung

Corona-Fonds unterstützt Künstlerin aus Göttingen

Unterstützung: Christiane Eiben, Sängerin, Gesanglehrerin und Kunsthandwerkerin, erhält aus dem Corona-Fonds 5000 Euro. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (Mitte) und Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG, überreichten die Spende.
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Unterstützung: Christiane Eiben, Sängerin, Gesanglehrerin und Kunsthandwerkerin, erhält aus dem Corona-Fonds 5000 Euro. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (Mitte) und Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG, überreichten die Spende.

„Die Spende rettet mich“, sagt die Sängerin, Gesanglehrerin und Kunsthandwerkerin Christiane Eiben zur 5000 Euro Spende aus dem Göttinger Corona-Hilfsfonds für Bildung, Soziales, Kultur und Sport.

Göttingen – Sie erhielt die Unterstützung jetzt offiziell aus den Händen von Oberbürgermeister Hans-Georg Köhler und dem Vorstandsvorsitzenden der in Göttingen beheimateten Sartorius AG, Dr. Joachim Kreuzburg.

Der Sängerin Christiane Eiben sind eigenen Angaben zufolge durch die Corona-Krise Einnahmen aus rund 70 Auftritten weggebrochen. Unter anderem gehörte dazu eine Tournee mit dem Schlagerstar Roland Kaiser. Eiben: „Nur vom Gesangsunterricht alleine kann ich nicht leben.“

Mit ihm versucht sie zurzeit, über die Runden zu kommen. Das gespendete Geld steckt sie in den Umbau eines Probenraumes an der Wendenstraße 6 und Equipment. Außerdem wendet sie einen Anteil für Einzahlungen in die Rentenkasse auf.

Das Geld stammt aus einem Topf in Höhe von 250 000 Euro, den der Göttinger Stadtrat im Mai beschlossen hatte. 150 000 Euro davon stammen aus der Stadtkasse und 100 000 Euro von der Milden Stiftung. Inzwischen konnte das Volumen durch eine großzügige Spende der Sartorius AG in Höhe von 140 000 Euro und durch mehrere kleine Spenden auf 392 150 Euro aufgestockt werden. Weitere 10 000 Euro hat Sartorius dem Kunstverein als schnelle Soforthilfe gespendet.

Kreuzburg: „Gerade die kleinen Vereine, soziale Einrichtungen oder auch individuelle Kunstschaffende sind besonders von der Pandemie betroffen. Wir unterstützen den Hilfsfonds der Stadt, da urgenau die Menschen und Gruppen eine schnelle Hilfe bietet, die sonst nur schwer an Sponsoren oder Unterstützung kommen.“

Nach Darstellung der Stadtverwaltung konnten inzwischen 81 Anträge bewilligt werden. Oberbürgermeister Köhler: „Die Pandemie zeigt uns, wie wichtig gesellschaftlicher Zusammenhalt ist. Der Hilfsfonds ist ein Zeichen gelebter Solidarität mit jenen, denen Corona besonders zu schaffen macht.“

Die Sartorius AG hat zudem angekündigt, die Göttinger Uni-Medizin mit 500 000 Euro zu unterstützen. Das Geld soll einer Forschergruppe helfen, die durch das Corona-Virus verursachte Krankheit Covid-19 zu untersuchen. Darüber hinaus wird der Göttinger Literaturherbst finanziell, mit Personal und mit technischem Know-how gefördert. (Hans-Peter Niesen)

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