Mai-Feiertag

Attac demonstriert in Göttingen: Mehr Menschlichkeit in Zeiten von Corona

Allgemeine Themen auf bunten Transparenten: Die Attac-Regionalgruppe Göttingen protestierten am Mai-Feiertag an der Kreuzung Geismartor. Foto: Thomas Kopietz

Corona in Göttingen: Am 1. Mai hat eine Regionalgruppe von Attac in Göttingen für mehr Menschlichkeit in Politik und Wirtschaft in Zeiten der Krise demonstriert. 

  • Am 1. Mai gab es eine Demo in Göttingen 
  • Eine Regionalgruppe von Attac demonstrierte für Menschlichkeit in Corona-Zeiten
  • Die Corona-Abstandsregeln wurden eingehalten 

Göttingen - Etwas 20 Mitglieder der Regionalgruppe Göttingen von Attac haben für eine menschlichere Politik und Wirtschaft demonstriert. Sie setzen sich für die Menschen ein – grundsätzlich und speziell in Zeiten der Corona-Krise. 

Und sie fallen auf an diesem 1. Mai an der Kreuzung Geismartor in Göttingen: Etwa 20 Aktivisten der Attac-Regionalgruppe Göttingen haben bunte Transparente, meist in der Signalfarbe Orange bei der Demo dabei. Die Botschaften darauf sind so klar wie einprägsam für Betrachter: „Mensch statt Klimakiller finanzieren“, „Pflege und Co – Löhne rauf!“ und „Menschen statt Konzerne retten“.

Demo in Göttingen: Corona zeigt Systemfehler

Die Corona-Pandemie mache die Systemfehler in unserer profitorientierten globalisierten Wirtschaft noch sichtbarer als sonst, sagt Eckart Stedeler, während er sich auf einer Verkehrsinsel in Göttingen mit seinem Transparent postiert. Besonders deutlich werden die Fehlentwicklungen wie die Konzentration der Produktion in weit entfernten Billiglohnländern bei den Medikamenten. Davon müsse man wegkommen.

Demo in Göttingen: Generelle Attac-Ziele außerhalb der Corona-Krise

Attac weise seit jeher darauf hin. „Wir wollen jetzt nicht die Corona-Krise ausnutzen, sondern an unseren generellen Zielen festhalten, diese weiterhin vertreten“, sagt Stedeler in Göttingen.

Gleichwohl bietet die Corona-Krise die Möglichkeit des Protestes. Viele Menschen sind aufmerksamer, sensibler für Probleme. Attac will mit seiner bundesweiten Aktion „was wirklich wichtig ist“ genau dieses zeigen.

Demo in Göttingen: Gesundheitssystem und Corona

Der Mensch müsse im Vordergrund aller politischen Bemühungen stehen. „Wir setzen uns seit vielen Jahren für eine Reform des Gesundheitssystems ein“, sagt Stedeler in Göttingen. Gemeint ist die Abschaffung der Fallpauschalen in Krankenhäuser und deren Re-Privatisierung in die kommunale Hand vorallem in der Corona-Krise. Auch müssten die „wahren Leistungsträger wie Pfleger, Ärzte, Busfahrer und andere durch faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen aufgewertet werden.

Demo in Göttingen: Chance der Corona-Krise

Attac fordert auch eine stärker am Gemeinwohl ausgerichtete Wirtschaft, gegen eine Allmacht der Konzerne.

Die Corona-Krise böte nun die Chance, die richtigen Prioritäten zu setzen. „Wir können jetzt aufzeigen, worauf es ankommt“, sagt Eckart Stedeler. "Wir fürchten, dass nach der Corona-Krise in der globalisierten Wirtschaft so weiter läuft wie bisher".

Deshalb sei es wichtig, auch in Zeiten der Versammlungseinschränkungen zu demonstrieren. Die Erlaubnis in Göttingen bekam Attack anstandslos von der Verwaltung, aber mit Auflagen, die dem Hygieneschutz Rechnung tragen.

Demo in Göttingen: Nach den Corona-Regeln

Das beachten die Attac-Mitglieder, sie halten die Corona-Abstände ein, viele tragen den Mund-Nase-Schutz.

Vorbeikommende Passanten, Fahrrad- und Autofahrer am Freitag reagieren gelassen auf die Demonstration und kurzzeitige Behinderungen in Göttingen. Die Botschaften auf den Transparenten sind ja auch eindeutig.

Von Thomas Kopietz

Corona in der Region Göttingen

Weitere Neuigkeiten rund um Corona in Göttingen sind im News-Ticker zu finden. 

In Göttingen gab es ebenfalls eine Demo für dein Ende der Flüchtlingslager während Corona. Die angekündigte „Kunstperformance“ war eine Demo: Mit Plakaten und Transparenten forderte das Bündnis „Lager auflösen jetzt!“, angesichts von Covid-19 dazu auf, alle Geflüchtetencamps zu evakuieren. 

Die Fridays for Future-Bewegung hat zum ersten Klimastreik in Göttingen (Niedersachsen) seit Beginn der Corona-Krise aufgerufen.

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