Verein darf notfüttern

Göttinger Stadttauben wegen geschlossener Restaurants in Not

Göttingen – Auch die Göttinger Stadttauben spüren die Auswirkungen der Coronakrise stark. Wegen der geschlossenen Cafés, Restaurants und Imbisse verschwanden auch die letzten Futterquellen, erklärt der Verein in einer Mitteilung.

Die Tiere müssten sich hauptsächlich von Abfällen aus der Gastronomie ernähren. Denn im Stadtgebiet herrsche ein generelles Fütterungsverbot. Die Tierschützer dürften die Tauben nun allerdings notfüttern. Das habe die Stadtverwaltung genehmigt.

Damit sei eine Notversorgung der städischen Tauben mit artgerechtem Futter während der Corona-Pandemie gewährleistet. Stadttauben seien verwilderte Haustiere und deswegen auf Menschen angewiesen, so Anette Neugebauer, zweite Vorsitzende des Vereins: „Ohne uns können sie sich nicht ernähren und werden innerhalb kurzer Zeit verhungern“.

Jan Mücher, Erster Vorsitzender, zeigte sich dankbar für die genehmigte Notfütterung der Stadtverwaltung: „Aktive unseres Vereins dürfen nun während dieser Ausnahmezeit unter bestimmten Auflagen legal die Stadttauben an Notfutterstellen mit artgerechtem Körnerfutter versorgen, was wir auch tun“. Für die Allgemeinheit bestehe das Fütterungsverbot weiter. Bürger sollten laut Mücher keine Tauben füttern.

Die Vereinsmitglieder freuen sich über finanzielle Hilfen. Spendenkonte bei der Sparkasse Göttingen: IBAN DE71 2605 0001 0056 0652 87, NOLADE21GOE, Betreff: Spende; PayPal-Konto: goettinger-stadttauben@gmx.de.

Alle Infos zu Corona in Göttingen gibt es in unserem News-Ticker.

Rubriklistenbild: © Eduardo Sanz/dpa

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