Corona-Infektionen

Corona-Fälle behinderten die Arbeit im St. Martini Krankenhaus Duderstadt

Foto eines großen Gebäudekomplexes aus der Vogelperspektive.
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Das St. Martini Krankenhaus hat etwa 450 Beschäftigte gehört zu den größten Arbeitgebern in Duderstadt.

Corona-Ausbrüche auf zwei Stationen haben in den vergangenen Wochen die Arbeit im St. Martini Krankenhaus Duderstadt teils massiv behindert. Mittlerweile läuft der Betrieb wieder.

Duderstadt – Corona-Ausbrüche auf zwei Stationen für Innere Medizin haben in den vergangenen Wochen die Arbeit im St. Martini Krankenhaus in Duderstadt zum Teil massiv behindert. Das räumte die Klinik erst jetzt ein. Seit Montag läuft der Betrieb wieder normal.

Bei keinem Betroffenen wurde mutierte Variante festgestellt

Folge des Ausbruchs: Die beiden Stationen im B-Trakt des Hauses mussten vorübergehend geschlossen werden. Einige Patienten wurden in umliegende Krankenhäuser verlegt.

„Weder bei Patienten noch bei den betreffenden Mitarbeitern konnte eine mutierte Variante des Virus nachgewiesen werden“, macht Krankenhausgeschäftsführer Markus Kohlstedde deutlich.

Nach seinen Angaben war die Schließung der beiden Stationen notwendig, um Patienten sowie Mitarbeiter zu schützen und die Situation zu bewältigen. Genaue Angaben zur Zahl der infizierten Patienten und Mitarbeiter machte die Klinik auch auf Nachfrage nicht.

„Unser interdisziplinärer Krankenhaus-Krisenstab ist dabei, das Geschehen aufzuarbeiten“, so Kohlstedde. Er lobt die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Göttingen und dem Team der Krankenhaushygiene der Universitätsmedizin Göttingen.

Täglich werden im Schnitt 12 bis 15 Corona-Erkrankte betreut

Laut Kohlstedde befindet sich das Krankenhaus mit Blick auf das Corona-Virus in einer „besonders exponierten Lage“. So verweist er auf die demografische Lage mit vielen Senioren im Einzugsgebiet der Klinik.

Außerdem spricht er mit dem Eichsfeldkreis das Hochinzidenzgebiet in der Nachbarschaft an. Dort lag dieser Wert am Montag bei 154,0 und damit deutlich über dem Bundesschnitt.

Durchschnittlich werden in St. Martini seit dem Ausbruch der Pandemie täglich 12 bis 15 Corona-Erkrankte stationär betreut. Infizierte und Nichtinfizierte werden dabei strikt getrennt. Seit März vergangenen Jahres gab es in der Klinik 7300 Schnell- sowie 9700 PCR-Tests.

Krankenhaus hat jetzt intensivere Teststrategie

Krankenhaus-Geschäftsführer Kohlstedde: „Trotzdem lässt sich damit das Risiko eines Ausbruchsgeschehens auch bei Einhaltung strengster Hygiene- und Sicherheitskonzepte nicht vollständig auf Null reduzieren. Ein negatives Testergebnis bei der Patientenaufnahme oder auch ein Screeningtest beim Personal schließt nämlich nicht aus, dass eine Ansteckung im Vorfeld bereits stattgefunden hat.“

Als Sofortmaßnahme hat das Krankenhaus seine Teststrategie intensiviert: Aktuell bekommen alle Mitarbeiter, die patientennah arbeiten, zwei PCR-Tests pro Woche – bislang einmal wöchentlich. Ebenso werden jedem Patienten zwei PCR-Tests pro Woche angeboten.

„Die Bereitschaft zur Testung bei Pflegekräften, Ärzten, Physiotherapeuten, Service-Kräften, Menüassistenten, Reinigungskräften, Verwaltungsangestellten und auch Patienten ist gleichermaßen sehr hoch. Die Teilnahmequote beträgt bisher 100 Prozent“, sagt Kohlstedde, der die Bevölkerung zum Dialog mit dem Krankenhaus einlädt. (Bernd Schlegel)

Kontakt: St. Martini Krankenhaus Duderstadt, Göttinger Straße 34, 37115 Duderstadt, Tel. 05527/842-110.

krankenhaus-duderstadt.de

St. Martini hat etwa 450 Mitarbeiter

Das St. Martini Krankenhaus in Duderstadt hat 155 Planbetten und zählt mit etwa 450 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern im Untereichsfeld.

Jährlich werden mehr als 7000 stationäre und mehr als 14 000 ambulante Patienten versorgt. Die Klinik ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und gehört zum Elisabeth Vinzenz Verbund, einer im Jahr 2013 gegründeten katholischen Trägergesellschaft von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Ausbildungsstätten.

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