13 Strafanzeigen

Corona-Kontrollen: Positive Zwischenbilanz der Polizeidirektion Göttingen

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Conrona-Kontrollen: Die Beamten fahren auch in der Göttinger Innenstadt Streife. 

Göttingen – Die Polizei in Südniedersachsen zieht mit Blick auf die Kontrollen der geltenden Kontaktbeschränkungen im Zuge der Corona-Krise eine positive Bilanz.

Bislang wurden in der gesamten Polizeidirektion Göttingen 48 Ordnungswidrigkeitenverfahren und 13 Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen die „Allgemeinverfügung des Sozialministeriums“ eingeleitet. In etwa 850 Fällen blieb es bei „gefahrenabwehrenden Maßnahmen“, wie Hinweise auf die Kontaktbeschränkungen oder Platzverweise.

„Seit die Kontaktbeschränkung in Kraft getreten ist, konnten wir einen spürbaren Wandel im Verhalten der Bürgerinnen und Bürger erkennen. Die große Mehrheit hält sich erfreulicher Weise an die erlassenen Regeln und bleibt Zuhause“, sagt Göttingens Polizeipräsident Uwe Lührig.

Uwe LührigPolizeipräsident

Es gab aber auch schwierige Situationen, die die Beamten bewältigen mussten: So spielten sich in einer Hildesheimer Drogerie tumultartige Szenen ab, nachdem bekannt wurde, dass der Markt eine neue Lieferung Toilettenpapier erhalten hatte. Viele Bürger trafen sich bereits vor Öffnung des Marktes am Eingang. Als sich die Türen öffneten, stürzten sich offenbar einige Personen auf die Ware. Um einer erneuten Eskalation vorzubeugen, wird die Polizei bei der nächsten Lieferung Präsenz zeigen und gegebenenfalls eingreifen.

Nach eigenen Angaben war die Polizei personell gut auf den Start der Kontaktbeschränkung eingestellt und hat zusätzliche Streifen zur Kontrolle eingesetzt. Zusätzliches Personal war in Bereitschaft, um kurzfristig die Kontrollen intensivieren zu können. Das war aber nicht notwendig.

Die Polizeidirektion Göttingen beschäftigt zwischen Hann. Münden und Nienburg 2800 Mitarbeiter. Davon wurden bislang fünf positiv auf Corona getestet – einer von ihnen ist bereits wieder genesen. 29 weitere sind in häuslicher Quarantäne, 36 bleiben als Vorsichtsmaßnahme der Dienststelle für zwei Wochen zu Hause.

Die Polizei kündigt unterdessen an, dass die Kontrollen gemeinsam mit den Ordnungsämtern in den kommenden Tagen fortgesetzt werden. Mit Homeoffice und Bereitschaftsdiensten habe die Polizei eine Entzerrung der Besetzung auf den Dienststellen schaffen können. „Diese vorausschauende Planung spielt uns jetzt in die Karten, obwohl wir zum Glück nur vereinzelt Corona bedingte Ausfälle zu verzeichnen haben. Natürlich ist dieses Virus auch für uns eine Belastung. Unsere Interventionsfähigkeit ist aber gesichert“, macht Lührig deutlich.

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