Warnung der Polizei

Corona-Masche: Falsche Polizisten wollten in Wohnung in Osterode

ILLUSTRATION - 24.01.2020, Niedersachsen, Osnabrück: Ein Polizist hält eine Dienstmarke der Kriminalpolizei in seiner Hand. Dienstmarken, aber auch Dienstausweise, können Polizisten dadurch identifizieren, dass sie eine bestimmte Dienstnummer tragen. Immer wieder kommt es vor, dass sich Betrüger bei zumeist Älteren Menschen als "falsche Polizisten" ausgeben. (zu dpa "Falsche Polizisten stehen vor Gericht" vom 30.01.2020) Foto: Friso Gentsch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Falsche Polizeibeamte versuchen immer wieder, sich Zutritt zu Wohnungen oder Häusern zu verschaffen.

Zwei unbekannte Männer wollten am Dienstag in den späten Abendstunden die Corona-Krise ausnutzen, um sich Zutritt zu einer Wohnung in Petershütte bei Osterode zu verschaffen.

Nach Angaben einer 61-Jährigen klingelte das Duo gegen 22.15 Uhr an der Wohnungstür. Die Unbekannten trugen dunkle Kleidung mit der Aufschrift „Polizei“ am rechten Oberarm. Sie gaben an, dass sie aufgrund der aktuellen Corona-Situation von Haus zu Haus gehen und alle Wohnungen in Augenschein nehmen müssen. Beide Männer sind etwa 35 Jahre alt und etwa 1,90 Meter beziehungsweise 1,70 Meter groß. Die Dame durchschaute glücklicherweise die fiese Masche der Betrüger und schloss gleich wieder die Wohnungstür.

Die Polizei sagt dazu: Genau richtig! Dreiste Betrüger nutzen laut Polizei die aktuelle Situation schamlos aus, um vor allem ältere Menschen „übers Ohr zu hauen“. Im Laufe der vergangenen Tage gingen bei der Göttinger Polizei mehrere Mitteilungen ein. Diese reichen von Anrufen, in denen man angeblich die Kontodaten benötigt, um die Rente zu sichern bis hin zu falschen Polizeibeamten, die das Haus oder die Wohnung untersuchen wollen.

Die Polizei rät, sich nicht unter Druck setzen oder gar verunsichern zu lassen. „Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung! Geben Sie keine Details zu familiären und finanziellen Verhältnissen preis. Legen Sie einfach auf oder schließen Sie sofort die Haustür. Das ist auf keinen Fall unhöflich!“, macht die Polizei deutlich.

Wer glaubt, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, sollte sich sofort an die örtliche Polizeidienststelle wenden und Anzeige erstatten.  bsc

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