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Corona in Niedersachsen: Gericht entscheidet über Geschäftsöffnungen - die aktuellen Fallzahlen

Baumärkte und auch Modegeschäfte bleiben in Niedersachsen, abgesehen von Termin-Shopping und Außer-Haus-Verkauf, geschlossen. So entschied ein Gericht (Symbolbild).
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Baumärkte und auch Modegeschäfte bleiben in Niedersachsen, abgesehen von Termin-Shopping und Außer-Haus-Verkauf, geschlossen. So entschied ein Gericht (Symbolbild).

Ein Gericht hat in zwei Eilbeschlüssen über die generelle Öffnung von Läden entschieden. Die aktuellen Corona-Fallzahlen sind bekannt. Alle News im Ticker.

  • In Niedersachsen haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie 178.376 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 17.03.2021).
  • Das Oberverwaltungsgericht hat in zwei Eilbeschlüssen Anträge auf Öffnungen abgelehnt.
  • Die niedersächsische Ärztekammer fordert, dass niedergelassene Ärzte sofort mit dem Impfen gegen Corona beginnen können.
  • Dieser Ticker ist beendet. Alle Informationen zu Corona in Niedersachsen finden Sie in unserem neuen Ticker.

Update vom Mittwoch, 17.03.2021, 12.20 Uhr: Privatkunden können auch weiterhin in Niedersachsen nicht uneingeschränkt in Baumärkten oder Modegeschäften einkaufen. Bei einer Inzidenz unter 100 dürfen sie mit einem Termin einkaufen oder vorher bestellte Artikel abholen.* Zu dieser Einschätzung kam das niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg. Es hatte in zwei Eilbeschlüssen Anträge zwei Geschäftsbetreibern abgelehnt, wie der NDR berichtet.

Eine Baumarktkette und eine Betreiberin mehrerer Modeläden waren der Ansicht, dass eine pauschale Schließung unverhältnismäßig sei – auch mit den geltenden Ausnahmen wie Termin-Shopping und Außer-Haus-Verkauf. Wegen der jeweiligen zur Verfügung stehenden Verkaufsflächen und durch Hygienekonzepte sei das Infektionsrisiko gering.

Corona in Niedersachsen: Oberverwaltungsgericht erklärt Schließungen für rechtens

Das OVG erklärte die grundsätzliche Schließung jedoch für rechtens. Die Beschlüsse sind nicht anfechtbar. Die Richter sind der Auffassung, dass das Interesse an der Vermeidung von Infektions-, Erkrankungs- und Todesfällen derzeit noch überwiege. Wenn die Läden geöffnet werden würden, könnte dadurch das Risiko erhöht werden. Auch könnte dann die Gefahr der Überlastung des Gesundheitssystems wieder steigen.

Des Weiteren sei die Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen zeitlich befristet, wodurch sichergestellt sei, dass sie der aktuellen Pandemie-Lage immer wieder angepasst werde. Das OVG lehnte bereits am vergangenen Mittwoch (10.03.2021) einen Antrag ab, der die Vermietung einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses zu touristischen Zwecken betraf. Auch dieser Beschluss ist nach Angaben des Gerichts unanfechtbar. Zum Wochenanfang sollen laut dem NDR auch neue Anträge auf Öffnung von Hotels und Restaurants eingegangen sein.

Corona in Niedersachsen: Aktuelle Fallzahlen

Das Land Niedersachsen gab zudem die aktuellen Zahlen zur Pandemie-Lage in Niedersachsen bekannt. Demnach steigt die Zahl aller seit Beginn der Pandemie nachgewiesenen Corona-Infektionen um 1120 auf insgesamt 178.376. Die Inzidenz ist erneut angestiegen. Sie liegt nun bei 81. Am Vortag (16.03.2021) war sie noch bei 79,3.

Zudem wurden auch 26 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet – die Zahl steigt somit auf 4646. Als genesen gelte 839 weitere Menschen. Das Land schätzt, dass 160.596 Menschen inzwischen wieder genesen sind.

Corona-Fallzahlen in Niedersachsen (17.03.2021)
Nachgewiesene Corona-Infektionen178.376 (+1120)
Todesfälle4646 (+26)
Geschätzte genesene Personen160.596 (+839)
7-Tage-Inzidenz81
Quelle: www.niedersachsen.de

Corona in Niedersachsen: Wegen Astrazeneca-Impfstopp - Land sagt über 150.000 Impftermine ab

+++ 16.53 Uhr: Das vorläufige Aus für die Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca trifft auch zahlreiche Niedersachsen, die in den kommenden Wochen geimpft werden sollten. Rund 160.000 Termine müssten abgesagt beziehungsweise verlegt werden, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover am Dienstag (16.03.2021) mit.

Die Betroffenen sollen vom Land informiert werden und schnellstmöglich automatisch einen neuen Termin erhalten. „Über das System der Warteliste werden diese Personen als erste mit einem neuen Impftermin versorgt, sobald entsprechende Impfstoffe in den Impfzentren vorhanden sind. Über 80-Jährige werden hierbei priorisiert behandelt“, hieß es. Der Impfstoff von Astrazeneca macht in Niedersachsen rund ein Viertel der Impfkapazität aus.

Seit dem 1. Februar habe es damit 157.523 Erstimpfungen gegeben, Zweitimpfungen wurden noch nicht verabreicht. Die frühesten Termine für die zweite Astrazeneca-Impfung waren für Mitte April vergeben worden. Für das weitere Vorgehen wartet das Land nun die Entscheidungen der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) ab - die wird für Donnerstag (18.03.2021) erwartet.

Corona in Niedersachsen: Aktuelle Fallzahlen des Landes liegen vor – Inzidenz leicht gestiegen

+++ 13.15 Uhr: Nach einer Verzögerung hat nun auch das Land Niedersachsen die aktuellen Corona-Fallzahlen veröffentlicht. Diese Angaben können sich von denen aus einem vorherigen Update leicht unterscheiden, da an das RKI beispielsweise noch nicht alle Daten übermittelt wurden, die dem Land Niedersachsen bereits vorliegen.

Laut dem Land hat sich die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Niedersachsen um 407 auf insgesamt 177.256 erhöht. Es wurden auch 22 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl auf 4620 Todesfälle an. 293 weitere Menschen gelten als genesen. Geschätzt wird, dass insgesamt 159.757 Menschen nach einer Corona-Infektion wieder genesen sind. Die landesweite 7-Tage-Inzidenz liegt mit 79,3 etwas höher als am Vortag (79,1).

In der Stadt Salzgitter ist die Inzidenz mit 209 am höchsten. Den niedrigsten Wert hat der Kreis Lüchow-Dannenberg mit 18,6. Auch in Goslar (22), Wittmund (24,6), Heidekreis (27) sowie in Northeim (33,3) und in Göttingen (33,4) liegt die Inzidenz unter der Grenze von 35.

Video: Das ist die Corona-Lage in Niedersachsen am Dienstag (16.03.2021)

Corona in Niedersachsen: Ärztekammer fordert sofortigen Impf-Start in Praxen – Aktuelle Fallzahlen

+++ 12.11 Uhr: Trotz des Stopps von Astrazeneca-Impfungen in Deutschland dringt die Ärztekammer Niedersachsen auf einen sofortigen Start der Corona-Impfungen durch niedergelassene Ärzte. „Wir brauchen keine Testläufe. Wir Ärzte können, wollen und müssen impfen“, sagte Ärztekammer-Präsidentin Martina Wenker der Neuen Osnabrücker Zeitung am Dienstag (16.03.2021) laut der Nachrichtenagentur epd.

Sie bezeichnet den Astrazeneca-Stopp als „nachvollziehbare Vorsichtsmaßnahme“. Um Transparenz zu schaffen, müssten jetzt so schnell wie möglich alle Daten auf den Tisch. Gleichzeitig mache es sie „fassungslos und wütend“, dass es nicht vorangehe. Wenker betonte: „Wer das Virus ernsthaft bekämpfen und in den Griff bekommen will, muss impfen, impfen, impfen und nicht immer neue bürokratische Hürden schaffen.“

Laut ihrer Aussage können etwa die Hälfte der rund 13.000 niedergelassenen Ärzte in Niedersachsen von heute auf morgen mit dem Impfen beginnen. Hinzu kämen weitere 4500 Ärzte, die über das Freiwilligenregister der Ärztekammer ihre Bereitschaft erklärt hätten, in den Impfzentren zu helfen.

Corona in Niedersachsen: Die aktuellen Fallzahlen laut dem RKI

Am Dienstagvormittag scheint es auf der Webseite des niedersächsischen Sozialministeriums Probleme zu geben. Die aktuellen Corona-Zahlen werden dort nicht wie üblich angezeigt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet jedoch täglich die aktuellen Fallzahlen. Diese Angaben können von denen vom Land Niedersachsen abweichen, da beispielsweise noch nicht alle Fallzahlen an das RKI übermittelt wurden.

Nach Angaben des RKI gab es in den vergangenen 24 Stunden 415 Neuinfektionen in Niedersachsen. Damit steigt die Gesamtzahl aller Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 177.016. Zudem wurden in Niedersachsen zehn weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Corona-Virus zu verzeichnen.

Damit steigt die Gesamtzahl auf 4608 Todesfälle an. Die 7-Tages-Inzidenz ist im Vergleich zum Montag (15.03.2021) gesunken und liegt in Niedersachsen aktuell bei 76,1.

Corona in Niedersachsen: Gesundheitsministerin äußert sich zu Astrazeneca-Impfstopp

Update vom Dienstag, 16.03.2021, 6.55 Uhr: Nachdem das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) am Montag (15.03.2021) bekannt gegeben hat, dass die Corona-Impfungen mit Astrazeneca vorübergehend ausgesetzt werden, äußert sich Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD).

„Die Sicherheit und Gesundheit der Menschen geht vor, das ist vollkommen klar“, sagte Behrens am Montagabend (15.03.2021). Deswegen sei die Entscheidung des PEI „absolut nachvollziehbar und richtig“. Das werfe das Land aber in seiner Impfkampagne wieder ein Stück zurück.

Sie betonte, dass es dennoch „absolut unerlässlich“ sei, dass das PEI den Fällen akribisch nachgehe. Die kommunalen Impfzentren seien bereits informiert, dass seit Montagabend keine weiteren Impfungen mit dem Impfstoff vorzunehmen seien. Alle weiteren Corona-Impfungen mit Präparaten von Biontech/Pfizer und Moderna liefen weiter.

Corona in Niedersachsen: Bisher über 134.000 Astrazeneca-Dosen verimpft

Welche konkreten Folgen die Aussetzung des Astrazeneca-Impfstoffs auf den Umgang mit Lagerbeständen oder neuen Terminvergaben habe, werde zum Zeitpunkt noch analysiert und bewertet. Nach aktuellem Stand wurden laut der Mitteilung 295.200 Impfdosen Astrazeneca nach Niedersachsen ausgeliefert. 134.549 Dosen wurden verimpft.

Das PEI informiert, dass  sich Personen, die den Covid-19-Impfstoff Astrazeneca erhalten haben und sich mehr als vier Tage nach der Impfung zunehmend unwohl fühlen, zum Beispiel mit starken und anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen, unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben sollen.

Corona in Niedersachsen: Ausbrüche in Werft und Schlachtbetrieb - Infektionszahlen steigen

+++ 13.42 Uhr: Das Land Niedersachsen hat die aktuellen Corona-Zahlen bekannt gegeben. Demnach ist die Zahl der aktuell Infizierten im Vergleich zum Vortag (14.03.2021) um 415 Personen auf insgesamt 176.849 angestiegen. In Niedersachsen wurden drei weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Corona-Virus zu verzeichnen.

Damit steigt die Gesamtzahl auf 4598 Todesfälle an. Die 7-Tages-Inzidenz steigt im Vergleich zum Sonntag (14.03.2021) leicht an und liegt in Niedersachsen aktuell bei 79,1. Die höchste Inzidenz weist derzeit die Stadt Salzgitter, mit einem Wert von 191,8 auf. Den niedrigsten Inzidenzwert hat aktuell der Landkreis Lüchow-Dannenberg. Hier liegt der Wert bei 18,6. Auch in Göttingen (32,2) und Northeim (31,7) liegt der Inzidenzwert unter der Grenze von 35.

Update vom Montag, 15.03.2021, 09.15 Uhr: Im Emsland ist der Inzidenz-Wert mittlerweile über die Marke von 100 gestiegen. Mitverantwortlich hierfür sind Ausbrüche in großen Betriebsstätten im Landkreis. Der Landkreis schreibt in einer Pressemitteilung, dass es in der Meyer Werft in Papenburg im März zu 14 Corona-Fällen bei der Belegschaft kam. Desweiteren kam es zu 24 Corona-Fällen bei vier Dienstleistern und Zulieferfirmen der Werft.

Auch bei Weidemark Fleischwaren in Sörgel kam es wieder zu einem Corona-Ausbruch. Von den 1800 Angestellten wurden 23 positiv auf das Coronavirus getestet. Die meisten Fälle waren laut dem Landkreis im Bereich der Zerlegung festgestellt worden. Von beiden betroffenen Unternehmen seien zahlreiche Vorkehrungen zur Unterbindung eines solchen Infektionsgeschehens umgesetzt worden, so der CDU-Landrat Marc-André Burgdorf.

Corona in Niedersachsen: Schulen beginnen wieder mit Wechselunterricht

Am heutigen Montag (15.03.2021) beginnen die weiterführenden Schulen in Niedersachsen mit dem Wechselunterricht. Doch das stößt auch auf Kritik.

Dass noch nicht alle Lehrkräfte eine Corona-Impfung erhalten haben, ist einer der Kritikpunkte. Die Angst vor Ansteckungen ist groß so Jörg Uhlig, Schulbezirkspersonalrat und Mitglied im Philologenverband Niedersachsen.

Corona in Niedersachsen: Inzidenz und Infektionen steigen - das sind die Fallzahlen

Update vom Sonntag, 14.03.2021, 11.45 Uhr: Das Land Niedersachsen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen bekannt gegeben. Im Vergleich zum Vortag haben sich 1111 Menschen mehr mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Die Gesamtzahl steigt damit auf 176.434. Im Zusammenhang mit dem Virus sind seit dem Beginn der Pandemie 4595 (+7) Menschen verstorben.

Seit Beginn der Corona-Aufzeichnungen haben sich 159.107 Menschen von der Infektionskrankheit Covid-19 erholt und gelten als genesen. Das sind 677 Personen mehr als am Samstag (13.03.2021).

Corona in Niedersachsen: Inzidenz für Region steigt weiter an

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt in Niedersachsen auf 76,8. Die drei höchsten Inzidenzwerte gibt es in der Stadt Salzgitter (182,2), im Landkreis Peine (161,7) und im Landkreis Cloppenburg (133,0). Zwei Landkreise weisen eine Inzidenz von unter 30 auf: Wittmund (21,1) und Heidekreis (27,7). Vergleichsweise gering sind auch die Sieben-Tage-Inzidenzen im Landkreis Göttingen mit 32,2 und im Kreis Northeim mit 32,5.

Corona-Fallzahlen in Niedersachsen (14.03.2021)
Nachgewiesene Corona-Infektionen176.434 (+1111)
Todesfälle4595 (+7)
Geschätzte genesene Personen159.107 (+677)
7-Tage-Inzidenz76,8
Quelle: niedersachsen.de

Corona in Niedersachsen: Wieder über 1000 Neuinfektionen

Update vom Samstag, 13.03.2021, 15.28 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in Niedersachsen ist deutlich angestiegen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilt, wurden am Samstag (13.03.2021) vom Landesgesundheitsamt 1111 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gezählt. Die landesweite Inzidenz steigt damit auf 74,7.

Am Freitag lag die Inzidenz in Niedersachsen bei 71,9. Die Zahl der mit dem Virus gestorbenen Menschen stieg am Samstag um 19 auf insgesamt 4588. Seit Beginn der Pandemie gab es in Niedersachsen 175.323 Corona-Fälle, 158.430 davon gelten als genesen.

Video: Das sind die Corona-Fallzahlen vom Samstag (13.03.2021)

Corona in Niedersachsen: Acht Regionen überschreiten kritische Inzidenz

Acht Regionen in Niedersachsen haben die kritische Inzidenz-Marke von 100 überschritten. Betroffen sind die Landkreise Cloppenburg, Leer, Peine, Vechta und Wesermarsch, die Region Hannover, die Stadt Osnabrück und die Stadt Salzgitter.

Die höchste Corona-Inzidenz hat Salzgitter mit 161,1. Regionen mit einem Wert über 100 gelten als sogenannten Hochinzidenz-Kommunen. Berichten der Deutschen Presse-Agentur zufolge seien Lockerungen wie die Möglichkeit des Terminshoppings oder die Ausweitung des Präsenzunterrichts an den Schulen in diesen Regionen nicht möglich.

Corona in Niedersachsen: Die Zahl der Neuinfektionen ist auch am Samstag (13.03.2021) deutlich gestiegen. (Symbolbild)

Corona in Niedersachsen: Die aktuellen Fallzahlen am Freitag (12.03.2021)

+++ 14.20 Uhr: Das Land Niedersachsen informiert über die aktuellen Corona-Fallzahlen. Demnach haben sich binnen 24 Stunden 1.203 weitere Personen mit Covid-19 infiziert. Die Gesamtzahl aller Infektionen, die seit dem Beginn der Pandemie gemeldet wurden, steigt so auf 174.212.

Zudem wurden dem Gesundheitsamt Niedersachsen 20 weitere Todesfälle übermittelt. 947 weitere Menschen gelten inzwischen wieder als genesen. Somit steigt die Zahl der geschätzten Genesenen auf 157.444. Die 7-Tage-Inzidenz am Freitag (12.03.2021) steigt im Vergleich zum Donnerstag (11.03.2021) weiter an – auf 71,9.

In Niedersachsen beginnt ab Montag (15.03.2021) die Impfkampagne für Ü70-Jährige. Währenddessen steigt die Inzidenz im Land weiter.

Corona-Krise: Niedersachsen will Impftempo erhöhen - So viele Impfungen sollen pro Woche gespritzt werden

Update vom Freitag, 12.03.2021, 12.05 Uhr: Niedersachsens neue Sozial- und Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) äußerte sich am Freitagvormittag zur Impfkampagne in Niedersachsen und zur Corona-Teststrategie.

Ab der kommenden Woche startet die Impfkampagne in Niedersachsen in die nächste Phase. Ab Montag (15.03.2021) können sich Über-70-Jährige auf der Webseite oder per Hotline für einen Impftermin eintragen. Gleiches gilt für chronisch kranke Menschen. Um jedoch eine Überlastung der Webseite und der Hotline zu vermeiden, gibt es zudem ein gestaffeltes System für die rund 750.000 Menschen dieser Altersstufe.

Corona in Niedersachsen: Impfkampagne für Ü70-Jährige wird gestaffelt

Ab der kommenden Woche (ab 15.03.2021) werden laut der Ministerin alle 79- bis 77-Jährigen einen Brief erhalten, in dem sie eingeladen werden, sich für einen Impftermin einzutragen. Die Menschen in Niedersachsen im Alter von 76 bis 74 Jahren erhalten diesen Brief ab der zwölften Kalenderwoche (ab 22.03.2021). Die 73- bis 70-Jährigen werden vom Land Niedersachsen dann ab dem 29. März 2021 kontaktiert und zur Anmeldung für eine Impfung eingeladen.

Da der Personenkreis aller Über-70-Jährigen rund 10 Prozent der Gesamtbevölkerung in Niedersachsen ausmache, könne nicht jeder sofort einen Corona-Impftermin erhalten. „Wir bitten die Menschen, möglichst mit der Terminvereinbarung per Website oder Telefon zu warten, bis sie ihr Anschreiben erhalten haben“, sagte die Ministerin.

Corona in Niedersachsen: Land möchte Impftempo anziehen

Jedoch ist es so, dass wenn sich beispielsweise schon am kommenden Montag (15.03.2021) ein 71-Jähriger für einen Impftermin über Webseite oder Hotline anmelde, er nicht erst warten müsse, bis vor ihm alle 79-Jährigen geimpft würden, betonte Gesundheitsministerin Behrens.

Niedersachsens neue Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) spricht am Freitagvormittag über über die Fortschritte bei den Corona-Impfungen.

Die Über-70-Jährigen sowie die anderen Menschen der Priorität 2 werden jedoch erst geimpft, wenn alle Über-80-Jährigen geimpft worden. Das sei voraussichtlich Ende März der Fall, könne aber je nach Region auch früher eintreten. Man wolle jedoch eine Pause bei den Impfungen vermeiden, so Behrens, deswegen werden die Termine bereits ab kommender Woche vergeben.

Niedersachsen: Auch chronisch Kranke können sich dann Impftermin holen

Chronisch Kranke werden nicht vom Land Niedersachsen angeschrieben, sondern von ihrer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung. Darauf habe man sich geeinigt. Dieser Brief gelte dann als Bescheinigung, dass die jeweiligen Personen geimpft werden können und dürfen.

Die SPD-Politikerin hatte außerdem betont, dass ab Mitte April die niedergelassenen Ärzte einen wichtigen Baustein für das Gelingen der Impfkampagne im Land darstellen werden. „Wir brauchen sie und wir möchten sie gerne einbinden. Das bereiten wir gerade vor“, sagte Behrens in Hannover. In den Praxen sollen zuerst chronisch Kranke und immobile Menschen geimpft werden.

Corona in Niedersachsen: Auch an Ostern soll laut der Gesundheitsministerin geimpft werden

Noch befinde sich das Land in der Phase des Impfstoffmangels, so Behrens. Deswegen arbeite man sich an der Prioritätenliste entlang. Für die kommenden Wochen habe der Bund Niedersachsen Lieferungen von rund 180.000 Impfdosen pro Woche in Aussicht gestellt. Diese würden komplett in den Impfzentren benötigt. Sollten darüber hinaus weitere Dosen geliefert werden, so sollen diese über den regulären Medikamentengroßhandel für Hausärzte bestellbar werden. 

Zukünftig wolle Niedersachsen das Impftempo weiter anziehen. Es sei angestrebt, die Kapazitäten in den Impfzentren auf bis zu 240.000 Impfungen pro Woche aufzustocken. Das gehe aber nur, wenn auch die Arbeitszeiten am Wochenende und an Feiertagen ausgedehnt werde. Auf Nachfrage sagte die Ministerin: „Ich finde, dass auch Ostern geimpft werden sollte. Die Pandemie macht keine Pause, nur weil wir Feiertag haben.“

Corona in Niedersachsen: Kommunen kritisieren Öffnungen nach Inzidenzwerten

+++ 17.44 Uhr: Die Kritik an den aktuell geltenden Corona-Regelungen der Landesregierung Niedersachsen wächst. Zahlreiche Bürgermeister und Landräte bemängeln das starre Festhalten an Inzidenz-Schwellen und wollen über mögliche Lockerungen und Öffnungsschritte mitentscheiden, das berichtet der NDR.

Nach Auffassung der Landräte der Landkreise Cloppenburg, Wesermarsch und Vechta widerspreche die neue Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts. Laut dieser dürfen die Auflagen nicht nur mit dem Inzidenzwert begründet werden. Auch kritisieren viele Oberbürgermeister die Kopplung von Öffnungsschritten an die Inzidenzen. „Öffnungen oder Verschärfungen auf der Grundlage von Inzidenzwerten schaffen keine Perspektive, sondern Widersprüche und fehlende Planungssicherheit“, so Ulrich Mädge (SPD), Oberbürgermeister von Lüneburg und Präsident des Städtetages.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) weist jegliche Kritik zurück. Die Inzidenz sei eine belastbare Kennzahl, mit der das Corona-Infektionsgeschehen in den einzelnen Kommunen eingeschätzt werden könne. Vielmehr müssten die Kommunen sich um Verbesserungen im Infektionsschutz kümmern, so Behrens.

Corona in Niedersachsen: Gesundheitsministerin Daniela Behrens verteidigt die Öffnungschritte nach Inzidenzwerten.

Corona in Niedersachsen: Die aktuellen Fallzahlen von Donnerstag (11.03.2021)

+++ 12.30 Uhr: Das Land Niedersachsen informiert über die aktuellen Corona-Fallzahlen. Demnach haben sich binnen 24 Stunden 1.289 weitere Personen mit Covid-19 infiziert. Die Gesamtzahl aller Infektionen steigt seit dem Beginn der Pandemie nun auf 173.009.

Zudem wurden dem Gesundheitsamt Niedersachsen 25 weitere Todesfälle übermittelt. 1.165 Patienten gelten derweil wieder als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz am Donnerstag (11.02.2021) steigt im Vergleich zum Mittwoch (10.03.2021) leicht auf 67,9.

Corona in Niedersachsen: Kommunen und Arztpraxen testen bereits kostenlos

Update vom Donnerstag, 11.03.2021, 10.20 Uhr: Das Land Niedersachsen kündigte bereits für diese Woche kostenlose Corona-Schnelltests an - doch wie der NDR berichtet, sei das Land noch nicht so weit. Aus diesem Grund nehmen die Kommunen dieses Projekt selbst in die Hand. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN) bieten derzeit circa 2.000 Arztpraxen kostenlose Antigen-Tests an.

Allerdings könnte derzeit nicht garantiert werden, „dass jeder sofort auf Nachfrage einen Test bekommt“, sagte Sprecher Uwe Köstner. Für die Organisation brauche es noch einige Zeit, doch immer mehr Praxen würden sich anschließen. Wie groß die Nachfrage nach den Corona-Tests ist, könne die KVN noch nicht einschätzen. In Hannover werden solche Tests bereits für Erzieherinnen und Erzieher in Kitas angeboten. Diese können sich wöchentlich von medizinischem Personal vor Ort testen lassen.

Wie der organisierende Stadtkirchenverband mitteilt, laufe die Aktion noch bis mindestens Ende März. „Wir freuen uns, wenn wir mit dieser Aktion dazu beitragen können, dass wir dem Ziel Regelbetrieb in unseren Kitas wieder einen Schritt nähergekommen sind“, so Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes. Auch haben Bürgerinnen und Bürger in Wilhelmshaven einmal wöchentlich und kostenlos die Möglichkeit, einen Corona-Test in einem Testzentrum machen zu lassen.

In einigen Kommunen und Praxen in Niedersachsen können bereits kostenlose Corona-Schnelltests durchgeführt werden. (Symbolbild)

Corona in Niedersachsen: Weil hofft auf schnelle Wiederaufnahme der Hilfszahlungen

+++ 15.43 Uhr: Nach dem vorübergehenden Auszahlungsstopp für Corona-Staatshilfen wegen Betrugsverdachts pocht Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) auf eine schnelle Wiederaufnahme der Hilfen. „Der Ministerpräsident hat die Erwartung geäußert, dass der Gesamtstopp in Kürze aufgehoben wird“, sagte eine Regierungssprecherin am Mittwoch (10.03.2021) in Hannover. Abschlagszahlungen seien als Vorsichtsmaßnahme gestoppt worden, hatte das Bundeswirtschaftsministerium am Vortag bekannt gegeben.

Wie ein Sprecher des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums sagte, beziehe sich der Betrugsverdacht bislang nicht auf Fälle aus Niedersachsen. Auf einer Internetseite zu den Coronahilfen teilen das Berliner Wirtschafts- und Finanzministerium mit, es bestehe „in einigen Fällen der Verdacht, dass unrechtmäßig staatliche Hilfsgelder erschlichen wurden“. Es handele sich um „einige wenige Verdachtsfälle“, betonte eine Sprecherin. Die Staatsanwaltschaft sei eingeschaltet und habe bereits Ermittlungen aufgenommen.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil pocht auf schnelle Wiederaufnahme von Corona-Hilfszahlungen.

Corona in Niedersachsen: „Intellektuelle Beleidigung“ - Virologin rechnet mit Corona-Politik ab

Update vom Mittwoch, 10.03.2021, 11.50 Uhr: Die Braunschweiger Virologin Melanie Brinkmann hat sich mit deutlicher Kritik zu der aktuellen Corona-Politik von Bund und Ländern geäußert. In einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger bezeichnete die Forscherin das aktuelle Corona-Vorgehen der Politik als „intellektuelle Beleidigung“.

Zudem sehe sie keine Perspektive. Obwohl eine Strategie fehle, um eine dritte Welle zu verhindern, werde bei zu hoher Inzidenz gelockert. Der Lockdown der vergangenen Monate sei laut Brinkmann nicht genutzt worden, um neue Maßnahmen wie effizientere Kontaktnachverfolgung, zügiges Impfen und intelligentes Testen zu implementieren.

Melanie Brinkmann hat eine Professur am Institut für Genetik der TU Braunschweig und arbeitet am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) Braunschweig. Zudem berät die Virologin die Bundesregierung und die Regierungen der Länder und setzt sich für die sogenannte No-Covid-Strategie ein.

Corona in Niedersachsen: Melanie Brinkmann, Virologin am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig, kritisiert die aktuelle Corona-Politik deutlich.

Corona in Niedersachsen: Pessimismus bei der Bevölkerung wächst

Die Menschen in Niedersachsen blicken nach einem Jahr Corona-Pandemie einer Umfrage zufolge mit zunehmender Sorge auf die Wirtschaftskraft des Bundeslandes und die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes. „Der noch im Herbst vorherrschende Optimismus, dass die Unternehmen schon irgendwie durch die Krise kommen, hat sich über den Jahreswechsel ins Gegenteil verkehrt“, sagte Volker Schmidt, Geschäftsführer der Drei Quellen Mediengruppe, die beim Institut für Demoskopie Allensbach eine repräsentative Umfrage in Auftrag gab.

Danach rechnen inzwischen 46 Prozent der Befragten damit, dass es mit der Wirtschaft in den nächsten sechs Monaten weiter bergab geht, berichtet die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch (10.03.2021). Damit sei die Bevölkerung in Niedersachsen im Vergleich zum Oktober vergangenen Jahres deutlich pessimistischer geworden (36 Prozent). Nur 22 Prozent glaubten aktuell an eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Mit zunehmender Dauer der Corona-Krise wachse die Besorgnis, dass etliche Betriebe nicht überleben würden. „Die Psyche der Bevölkerung ist erheblich angeschlagen“, so Schmidt.

Während sich im Oktober und Dezember wegen Corona noch 17 Prozent Sorgen um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes machten, sei es im März schon jede fünfte Person in Niedersachsen. In Zeiten einer normalen Konjunktur schwanke dieser Wert in Niedersachsen um acht Prozent. Für die „Niedersachsen-Umfrage März 2021“ wurden zwischen 1132 und 1337 Bürger jeweils im Oktober und Dezember 2020 sowie Februar/März 2021 befragt.

Corona in Niedersachsen: Das sind die Fallzahlen vom Mittwoch (10.03.2021)

Das Land Niedersachsen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen bekannt gegeben. Es wurden binnen 24 Stunden 934 Neuinfektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der insgesamt seit Ausbruch der Pandemie gemeldeten Covid-19-Fälle in Niedersachsen auf 171.720.

Weitere 46 Todesfälle wurden in Niedersachsen am Mittwoch (10.03.2021) gemeldet, insgesamt sind im Zusammenhang mit Sars-Cov-2 im gesamten Bundesland 4524 Menschen gestorben. Als genesen gelten 995 weitere Personen. Somit wird die Zahl aller Genesenen aktuell auf 155.332 geschätzt. Die 7-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist am Mittwoch (10.03.2021) leicht auf 66,7 gestiegen.

Corona in Niedersachsen: Kostenlose Schnelltests in Arztpraxen - hier sind sie möglich

+++ 16.02 Uhr: Mehr als 1000 Arztpraxen in Niedersachsen bieten derzeit kostenlose Corona-Schnelltests an. Diese hätten sich auf eine Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) vom Wochenende zurückgemeldet, teilte ein Sprecher des Verbands am Dienstag (09.03.2021) mit. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, habe seit Montag (08.03.2021) jeder Bürger Anspruch auf einen kostenlosen Antigen-Schnelltest pro Woche, vorgenommen von geschultem Personal etwa in Apotheken, Testzentren oder Praxen. Bund und Länder hatten das Angebot vereinbart, der Bund trage die Kosten.

Bei welcher der rund 13.000 Arztpraxen in Niedersachsen so ein Test möglich ist, können Interessierte auf der Internetseite der KVN einsehen. Unter dem Reiter „Besonderheiten“ lässt sich dort nach Corona-Schnelltestmöglichkeiten suchen. Die Liste werde derzeit ergänzt und sukzessive wachsen, so die KVN. Viele Praxen hätten aber deutlich gemacht, dass die vorhandenen Schnelltests nicht gleich für alle reichten. Daher sollte vor dem Besuch in der Praxis telefonisch nachgefragt werden.

Corona in Niedersachsen: In mehr als 1000 Arztpraxen in Niedersachsen werden derzeit kostenlose Corona-Schnelltests angeboten (Symbolbild).

Corona in Niedersachsen: Krisenstab-Pressekonferenz am Dienstag (09.03.2021)

Der Corona-Krisenstab des Landes Niedersachsen* hat in einer Pressekonferenz am Dienstag (09.03.2021) unter anderem über Impfungen durch Ärzte und die neuen Corona-Lockerungen informiert. Demnach möchte das Land Niedersachsen das Impftempo erhöhen. Ab April sollen niedergelassene Ärzte mit in die Impfkampagne einbezogen werden. Zudem wolle man sich weiterhin strikt an die vereinbarte Impfpriorisierung halten. Ärzte können dementsprechend nicht eigenmächtig bestimmen, welche ihrer Patienten geimpft werden.

Um flächendeckende Tests für alle Bürger in Niedersachsen zu ermöglichen, könnten neben Arztpraxen und Apotheken künftig auch Zahnarztpraxen Corona-Tests durchführen, hieß es am Dienstag (09.03.2021) in der Sitzung des Corona-Krisenstabs in Niedersachsen. Des Weiteren solle die Altersbeschränkung für den Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca aufgehoben werden.

Corona in Niedersachsen: Termin-Shopping sorgt für Verwirrung - diese Regeln gelten

Update vom Dienstag, 09.03.2021, 11.14 Uhr: Nach der Verwirrung um Geschäftsöffnungen in Regionen mit Corona-Inzidenz über 100 hat sich die niedersächsische Landesregierung am Dienstag (09.03.2021) erneut zu den Regeln geäußert: Anprobetermine für individuell bestellte Kleidungsstücke wie Hochzeitskleider, Anzüge oder Arbeitskleidung seien demnach auch in sogenannten Hochinzidenzkommunen erlaubt. Das gelte aber nicht für das Anprobieren von Jeans, T-Shirts oder Pullovern in normalen Bekleidungsgeschäften.

„Würde man den Begriff Anprobetermine auch auf diese Bereiche ausdehnen, würde das de facto eine Öffnung von weiten Teilen des Einzelhandels bedeuten“, sagte eine Regierungssprecherin des Landes Niedersachsen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. In Kommunen, deren Sieben-Tage-Inzidenz über 100 liege, sei dies allerdings nicht zu verantworten.

Corona in Niedersachsen: Das sogenannte Termin-Shopping gilt nicht für alle Bereiche des Einzelhandels, besonders nicht in Regionen mit einer Corona-Inzidenz über 100. (Symbolbild)

Die Landesregierung bat Geschäftsinhaber und Kunden noch um ein wenig Geduld. Dass der Termineinkauf nicht in Städten und Kreisen mit einer Inzidenz von über 100 galt, hatte am Montag mancherorts in Niedersachsen für Verwirrung gesorgt. Möbelhäuser in der Region Hannover öffneten zum Termineinkauf und beriefen sich auf unklare Regelungen seitens des Landes.

Corona in Niedersachsen: Regeln für das Termin-Shopping aus Sorge vor Mutationen

Nach Angaben der Landesregierung in Niedersachsen wäre es Inhabern anderer Einzelhandelsgeschäfte „jenseits der Lebensmittelgeschäfte, der Blumenläden und des Buchhandels gegenüber nicht zu erklären, warum in Hochinzidenzkommunen nun ausgerechnet die Bekleidungsgeschäfte vorzeitig für Terminshopping öffnen dürften“. Wegen der als äußerst aggressiv und ansteckender als das ursprüngliche Coronavirus geltenden Virus-Mutanten müsse alles getan werden, eine zu starke Ausbreitung dieser Mutanten und einen dramatischen Anstieg der Neuinfektionen zu verhindern, berichtet die dpa am Dienstag (09.03.2021).

Corona in Niedersachsen: Das sind die Fallzahlen am Dienstag (09.03.2021)

Das Land Niedersachsen meldet am Dienstag (09.03.2021) 354 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit steigt die Zahl der insgesamt gemeldeten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie in Niedersachsen auf 170.786. Als genesen gelten am Dienstag insgesamt 154.337 Personen im Bundesland, das sind 325 Fälle mehr als am Vortag (08.03.2021).

Auch die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Corona ist in Niedersachsen erneut gestiegen. Das Land meldet am Dienstag (09.03.2021) 31 weitere Todesfälle, die Zahl steigt damit auf 4478 Menschen, die in Niedersachsen seit Beginn der Pandemie in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Niedersachsen am Dienstag (09.03.2021) bei 65,2. Zu den Corona-Hotspots zählen der Landkreis Cloppenburg mit einer Inzidenz von 146,5, der Landkreis Peine mit einer Inzidenz von 126,1, der Landkreis Wesermarsch mit einer Inzidenz von 126,4, die Region Hannover mit einer Inzidenz von 109,3, der Landkreis Vechta mit einer Inzidenz von 106,4 und die Stadt Salzgitter mit einer Inzidenz von 106,4.

Corona in Niedersachsen: Hannover ist einer der Corona-Hotspots

+++ 15.43 Uhr: Die Region Hannover zählt aktuell zu einem der sechs Corona-Hotspots in Niedersachsen – zumindest wenn man sich die Zahlen, die vom Land veröffentlicht wurden, anschaut. Dort wird die 7-Tage-Inzidenz mit 103,8 angegeben und liegt damit über der Grenze für Lockerungen.

Es gibt jedoch ein Problem. Der Wert, den das RKI heute Morgen für die Region Hannover bekannt gegeben hat, liegt unter 100 – nämlich bei 99,2. Mehrere Geschäfte hatten daraufhin am Montag (08.03.2021) Termin-Shopping angeboten. Darunter waren zwei Möbelhäuser, die laut der dpa telefonisch und im Internet über ihre Eröffnung berichteten.

Corona in Niedersachsen: Unterschiedliche Infektionszahlen für Hannover

„Ich bin der Meinung, dass die RKI-Werte gelten“, sagte der Geschäftsführer des Möbelhauses Staude, Helmut Staude. Sie hätten nicht irgendetwas Unrechtmäßiges machen wollen. Bislang habe niemand mitgeteilt, dass die Region Hannover ein Hochinzidenzgebiet sei.

Laut dem Land Niedersachsen liegt die Inzidenz in der Region Hannover über 100. Termin-Shopping ist demnach nicht erlaubt. Ein paar Geschäfte öffneten trotzdem – darunter auch zwei Möbelhäuser (Symbolbild).

Die niedersächsische Regierungssprecherin Anke Pörksen sagte, dass es bei der Verordnung keinen Spielraum gebe. Termin-Shopping sei demnach in der Region Hannover klar verboten. Ihr zufolge gelten die vom Land im Internet veröffentlichten Infektionszahlen. Die Polizei sei laut der dpa bei mehreren geöffneten Geschäften vorbeigefahren, sagte jedoch zum aktuellen Ermittlungsstand zunächst nichts.

Corona in Niedersachsen: Aktuelle Fallzahlen – Diese sechs Landkreise sind Hotspots

+++ 14.05 Uhr: Sechs Landkreise dürfen seit dem heutigen Montag (08.03.2021) geltenden Corona-Lockerungen nicht umsetzen. Grund dafür ist ihr jeweils hoher Inzidenzwert, wie die dpa berichtet. Er liegt an in diesen sechs Hotspots über 100.

Betroffen sind die Landkreise Cloppenburg, Peine, Vechta, Wesermarsch sowie die Region Hannover und die Stadt Salzgitter. In diesen Kommunen müssen demnach die Kindergärten geschlossen bleiben. Es dürfen auch keine weiteren Schulklassen im Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurückkehren. Am höchsten ist die 7-Tage-Inzidenz laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) im Kreis Cloppenburg – mit 151,7.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen bleibt hoch. Sechs Landkreise dürfen die Corona-Regeln nicht lockern. Das bedeutet, auch dass dort keine weiteren Klassen in den Präsenzunterricht dürfen.

Die aktuellen Corona-Fallzahlen in Niedersachsen

+++ 13.12 Uhr: Das Land Niedersachsen hat die aktuellen Coronazahlen bekannt gegeben. Es wurden binnen 24 Stunden 314 Neuinfektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der insgesamt seit Ausbruch der Pandemie gemeldeten Covid-19-Fälle auf 170.432. Weitere drei Todesfälle wurden in Niedersachsen am Montag gemeldet, insgesamt sind im Zusammenhang mit Sars-Cov-2 4447 Menschen gestorben.

Als genesen gelten 287 weitere Personen. Somit wird die Zahl aller Genesenen aktuell auf 154.012 geschätzt. Die 7-Tage-Inzidenz ist leicht von 65,1 auf 64,7 gesunken. Seit dem heutigen Montag (08.03.2021) treten in Niedersachsen neue Lockerungen in Kraft.

Corona in Niedersachsen: Weil will weiter am Inzidenzwert als Richtwert festhalten

Update vom Montag, 08.03.2021, 9.42 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will weiter an dem Inzidenzwert als Grundlage für Lockerungen festhalten. Gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) hat der SPD-Politiker diese Strategie verteidigt.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen bleibt hoch. Ministerpräsident Weil verteidigt das Festhalten an der Inzidenz. (Symbolbild)

„Hohen Inzidenzwerten folgt leider meist ein Anstieg bei den Schwerstkranken, wenn auch um einige Wochen zeitversetzt“, so Weil gegenüber der HAZ. Aus diesem Grund werde der Inzidenzwert, der angibt, wie viele Neuinfektionen es auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen gibt, unbedingt benötigt.

Corona in Niedersachsen: Kritiker fordern auch Blick auf verfügbare Intensivbetten

Schon mehrfach hatten Kritiker gefordert, neben der Inzidenz etwa auch die Zahl der verfügbaren Intensivbetten in Krankenhäusern zu berücksichtigen. Der niedersächsische Regierungschef räumte allerdings auch ein, dass bei vermehrten Tests auch die Inzidenzzahl steigen werde.  „Aber mittelfristig wird eine hohe Zahl von Testungen dann auch wieder zu einer Absenkung der Inzidenzzahlen führen“, ist sich Weil sicher.

Durch die Tests könnten Infizierte früher entdeckt werden und dadurch Ansteckungen vermieden werden, das sei ein Vorteil der Tests. Negative Tests trügen aber auch vor allem dazu bei, in bestimmten Bereichen mehr Freiheiten zuzulassen, wie zum Beispiel beim Kinobesuch.

Corona in Niedersachsen: Lage bleibt angespannt – Impfquote weiter sehr niedrig

Erstmeldung vom Sonntag, 07.03.2021: Göttingen – Ab Montag (08.03.2021) gelten auch in Niedersachsen Lockerungen im Lockdown, doch Wirtschaftsminister Bernd Althusmann warnte, dass die Gefahr von Rückschlägen nicht gebannt sei: Ob die Schritte zurück in ein normales Leben gelingen, hänge nicht nur von politischen Entscheidungen, sondern vor allem von der Infektionslage ab.

Besonders prekär dabei: Niedersachsen hat im Vergleich der Bundesländer eine sehr niedrige Impfquote. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Sonntag berichtet. Lediglich etwas mehr als jeder zwanzigste Niedersachse hat demnach bisher die erste Corona-Impfung bekommen, das entspricht einer Impfquote von 5,7 Prozent. Eine niedrigere Quote haben aktuell nur Sachsen-Anhalt (5,4 Prozent), Brandenburg (5,1 Prozent) und Hessen (5,6 Prozent).

Corona in Niedersachsen: Die aktuellen Fallzahlen am Sonntag (07.03.2021)

Die Corona-Lage in Niedersachsen bleibt auch am Sonntag angespannt - die Zahl der Neuinfektionen bleibt hoch. Am Sonntag wurden 876 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet, das teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Die Zahl liegt damit etwa auf dem Niveau des Vortags (870), aber höher als vor einer Woche - da wurden 740 Neuinfektionen gezählt. Ein weiterer Todesfall wurde innerhalb der vergangenen 24 Stunden gemeldet, die Gesamtzahl der Todesfälle steigt damit auf 4444.

Die 7-Tage-Inzidenz ist leicht von 63,1 bei 65,1 gestiegen. Die höchste Inzidenz von 154,1 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche meldete der Landkreis Cloppenburg. Es folgte der Landkreis Peine mit 123,1.

Corona in Niedersachsen: Osterurlaub möglich? - Die aktuellen Fallzahlen

Osterurlaub trotz Corona-Pandemie? Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil schließt das zumindest noch nicht ganz aus - vorerst. Denn einschränkend äußerte er dazu gegenüber der „Rheinischen Post“, dass es noch viel zu früh sei dazu eine Aussage zu treffen: „Ich kann Ihnen darauf noch keine verlässliche Antwort geben.“

Im Zusammenhang mit der Frage nach der Möglichkeit für einen Osterurlaub ließ der Ministerpräsident auch Kritik am Termin des nächsten Corona-Gipfels von Bund und Ländern anklingen. „Es ist vorgesehen, dass wir bei der nächsten Bund-Länder-Runde am 22. März dazu Entscheidungen treffen. Das ist aus meiner Sicht sehr spät, weil die Menschen vorher Pläne machen müssen.“ Er setze aber darauf, dass es bis zum 22. März 2021 deutlich mehr Klarheit bezüglich der neuen Teststrategie gebe, die eine Grundlage für die Öffnung von Ferienwohnungen und eventuell sogar Hotels bieten könne. (Diana Rissmann) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

*Sehr geehrte Leser*innen, in einer früheren Version dieses Artikels hatten wir geschrieben, dass Baumärkte und Modegeschäfte in Niedersachsen geschlossen bleiben. Das war missverständlich ausgedrückt und wir bitten, dies zu entschuldigen.

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