Stadt und Landkreis Göttingen

Coronavirus: 72 Menschen im Landkreis Göttingen infiziert - mobile Testzentren in Betrieb

Kein Wochenende: Der Krisenstab des Landkreises Göttingen tagte auch am Sonntag.
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Kein Wochenende: Der Krisenstab des Landkreises Göttingen tagte auch am Sonntag.

Nach aktuellem Stand am Montag in den Vormittagsstunden sind 72 Menschen in Stadt und Landkreis Göttingen mit dem Coronavirus infiziert. 22 der Betroffenen leben in der Stadt Göttingen, 50 im Landkreis. Unterdessen gingen am Montag zwei mobile Testzentren in Betrieb.

Aktualisiert am 23.3. um 10.55 Uhr - Die Testzentren wurden von der Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) und Landkreis Göttingen haben an den Standorten Hann. Münden und Herzberg aufgebaut. Damit wird das bestehende Testzentrum am Universitätsklinikum Göttingen ergänzt.

Start war am heutigen Montag um 8 Uhr in Hann. Münden. Dort werden bis zum Mittag Personen getestet, die von den jeweiligen  Hausärzten dort angemeldet sind. Am Nachmittag wird die mobile Ausstattung nach Herzberg verlegt und dort als mobile Einrichtung für das dortige Testzentrum wieder aufgebaut. Der Wechsel zwischen Hann. Münden (vormittags) und Herzberg (nachmittags) wird bis auf Weiteres beibehalten.

Die Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen dürfen nicht eigenmächtig aufgesucht werden. Die Anmeldung durch Hausärztinnen und Hausärzte ist zwingend erforderlich.

13 Städte und Gemeinden im Kreisgebiet sind betroffen

Insgesamt sind 13 Städte und Gemeinden im Kreisgebiet betroffen. Hier die Orte im einzelnen:

Unverändert ist die Zahl der Erkrankten im Flecken Adelebsen (3), ebenso in der Gemeinde Bad Grund (7), der Stadt Bad Lauterberg im Harz (2), dem Flecken Bovenden (2), der Samtgemeinde Dransfeld (8), der Stadt Duderstadt (2) der Gemeinde Gleichen (2) und der Stadt Hann. Münden (2). Einen neuen Fall gibt es in der Stadt Herzberg am Harz (7). Die Stadt Osterode am Harz bleibt unverändert ein Schwerpunkt (12). Eine Person ist in der Gemeinde Rosdorf (2) neu erkrankt. Unverändert ist die Situation in der Samtgemeinde Radolfshausen (1).

Die an Samstag aufgeführte Gemeinde Wesertal entfällt. Dieser Fall ist der Stadt Göttingen zuzurechnen und in der entsprechenden Fallzahl enthalten.

Entwicklung in den vergangenen Tagen

In den vergangenen Tagen hat sich die Zahl der Infizierten in Stadt und Landkreis Göttingen erhöht. Hier die Übersicht über die Entwicklung bei den bestätigten Fälle an den einzelnen Tagen:

Montag, 23. März: 72 Infizierte, davon 50 im Kreisgebiet

Sonntag, 22. März: 70 Infizierte, davon 48 im Kreisgebiet

Samstag, 21. März: 61 Infizierte, davon 42 im Kreisgebiet

Freitag, 20. März: 51 Infizierte, davon 33 im Kreisgebiet

Donnerstag, 19. März: 45 Infizierte, davon 29 im Kreisgebiet

Mittwoch, 18. März: 32 Infizierte, davon 22 im Kreisgebiet

Dienstag, 17. März: 19 Infizierte, davon 11 im Kreisgebiet

Die weltweite Pandemie mit dem neuartigen Coronavirus ist auch für den Landkreis Göttingen eine einzigartige Herausforderung, wie Sprecher Ulrich Lottmann mitteilt. Die Behörden im Landkreis arbeiten gemeinsam, um die Ausbreitung des Virus‘ zu bekämpfen, die Bevölkerung bestmöglich vor einer Infektion zu schützen und die Auswirkungen der Krise zu bewältigen.

Krisenstab Landkreis

Die Kreisverwaltung hat einen Stab außergewöhnliche Ereignisse – SAE-Covid-19 – gebildet. Er ist mit Fachleuten aus Kreisverwaltung und Gemeinden besetzt. Der Stab trifft sich täglich. Seine Aufgaben sind die Lagebeurtei-lung aus unterschiedlichen Perspektiven, die Beratung geeigneter Maßnahmen, die Umsetzung erforderlicher Schritte zum Schutz der Bevölkerung und die Sicherung der Arbeitsfähigkeit der Kreisverwaltung.

Krisenstab Stadt

Die Stadt Göttingen hat einen vergleichbaren Stab aufgebaut. Um die Arbeit beider Stäbe und ein einheitliches Vorgehen für das gesamte Kreisgebiet abzustimmen, arbeiten Landkreis und Stadt Göttingen eng zusammen. Die Federführung bei der Pandemiebekämpfung liegt im gemeinsamen Gesundheitsamt.

Für die Koordinierung tagt täglich eine übergeordnete Arbeitsgruppe, die mit Mitgliedern beider Stäbe sowie Vertretern von Gesundheitsamt, Universitätsmedizin, Ärztlichem Leiter Rettungsdienst, Polizei, Bundeswehr und weiteren Institutionen besetzt ist. „Zusammenarbeit und Informationsaustausch zwischen den beteiligten Behörden sind gut organisiert und werden bei Bedarf angepasst und ausgebaut“, so der Kreis.

Neu für die Notbetreuung der Schulen

Das Niedersächsische Kultusministerium hat inzwischen mitgeteilt, dass die Notbetreuung in den geschlossenen Schulen und Kindertageseinrichtungen während der Osterferien fortgesetzt wird. Damit werden auch vom 30. März 2020 bis zum 14. April 2020 Kinder bis einschließlich Jahrgangsstufe 8 in Notgruppen betreut, sofern die Erziehungsberechtigten in kritischen Infrastrukturen tätig sind. Das sind vor allem Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, bei der Polizei, im Rettungsdienst und in der Feuerwehr. Ab sofort sollen Kinder auch dann in die Notbetreuung aufgenommen werden, wenn nur ein Elternteil zu den genannten Berufsgruppen gehört. Bislang mussten beide entsprechende Tätigkeiten ausüben. Hier ist die Stadt Göttingen im Gespräch mit den Kita-Tträgern

Allgemeine Hinweise

Für Fragen und Hinweise zum Thema Coronavirus haben Stadt und Landkreis Göttingen ein Bürgertelefon eingerichtet: Telefon 0551/70 75-100. Es ist von Montag bis Sonntag täglich von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr erreichbar. Eine medizinische Beratung findet nicht statt, das Bürgertelefon ist kein Ersatz für den Kontakt zur Hausärztin/zum Hausarzt. Bei Verdacht auf eine Infektion wenden sich Betroffene telefonisch an die Hausärztin oder den Hausarzt.

Testzentren

Das Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen darf nicht eigenmächtig aufgesucht werden. Dort werden nur Personen getestet, die zuvor von ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt verbindlich angemeldet wurden.

Tipps für Unternehmer

Für Gewerbetreibende bietet die Wirtschaftsförderung Region Göttingen WRG Informationen auf ihrer Webseite an und ist für Fragen erreichbar unter Telefon 0551 525-4980. Gesonderte Informationen für Selbstständige und Freiberufler sind auf der Webseite des Landkreises eingestellt.

Es wird von Stadt und Landkreis dringend empfohlen, die kostenlose KATWARN-App für das Smartphone oder den Tablet-PC herunterzuladen. Hier werden wesentliche Nachrichten und Warnungen eingestellt. Sie steht im jeweiligen App-Store bereit. (tko/bsc)

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