1. Startseite
  2. Lokales
  3. Göttingen
  4. Göttingen

Long-Covid: Niedersachsen fördert Forschungsprojekte - Geld auch für Göttinger Forscher

Erstellt:

Von: Thomas Kopietz

Kommentare

Ein von einer Corona-Erkrankung genesener Patient bekommt in einer Lungentest-Kabine die Lungenfunktion gemessen.
Long Covid: Ein von einer Corona-Erkrankung genesener Patient bekommt in einer Lungentest-Kabine in einer Rehaklinik die Lungenfunktion gemessen. © Uwe Anspach/lni

Das Niedersächsische Wissenschaftsministerium fördert jetzt mit rund zwei Millionen Euro vier Forschungsprojekte zu Long-Covid. Dabei ist auch ein Team aus Göttingen.

Göttingen/Hannover – Nach aktuellen Studien leiden rund zehn bis 15 Prozent aller Corona-Infizierten an Spätfolgen der Krankheit Covid 19. Leichte oder asymptomatische Verläufe schützen offenbar nicht davor. Diagnostische Indikatoren zur Vorhersage sind derzeit nicht verfügbar.

Wichtig sind daher wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Ursachen von Long-Covid, was auch Behandlungsmöglichkeiten aufzeigt. Ausgewählt wurden sie vom bundesweit einzigartigen Covid-19-Forschungsnetzwerk COFONI in Niedersachsen. Dabei ist auch je ein Projekt der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und des Deutschen Primatenzentrum (DPZ) in Göttingen.

Studien zu Long-Covid in Niedersachsen und Göttingen: Forscher aus verschiedenen Fachgebieten

Das DPZ mit Prof. Stefan Pöhlmann ist an einer Studie beteiligt, bei der es um die langfristige Immunantwort älterer Menschen auf die Erkrankung geht. Für diese Studie haben sich Wissenschaftler des Primatenzentrums, der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), des Helmholtz Zentrums für Infektionsforschung (HZI), des Zentrums für Individualisierte Infektionsmedizin (CiiM) und der zentralen Biobank der MHH (Hannover Unified Biobank, HUB) zusammengeschlossen. Die Studie startete am 1. Februar.

Neue Behandlungsmethoden stehen im Mittelpunkt einer zweiten Studie, an der Forschende der MHH und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) arbeiten. Sie kommen aus den Bereichen Pneumologie, Innere Medizin, Intensivmedizin, Neurologie und Immunologie.

Aus der UMG beteiligt sind Prof. Sabine Blaschke und Dr. Tobias Overbeck. Diese Expertinnen und Experten werden die Patienten an den beiden Universitätskliniken untersuchen. Ziel der am 1. März startenden Studie ist es, die oft unspezifische Symptomatik von Long Covid zu klassifizieren und maßgeschneiderte Behandlungsstrategien für die Patienten zu entwickeln. (Thomas Kopietz)

Auch interessant

Kommentare