Coronavirus in Niedersachsen

Coronavirus-Krise: Schüler sagt dem Klinikpersonal Danke

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Will Danke sagen: Schüler Tim Wiedenmeier bei seiner Aktion vor der Göttinger Universitätsmedizin.

Mit Corona sind in Niedersachsen bereits über 700 Personen infiziert. Ein Schüler bedankt sich nun beim Klinikpersonal in Göttingen.

  • Über 700 Coronavirus-Infizierte in Niedersachsen
  • Jugendlicher bedankt sich bei Mitarbeitern der Göttinger Universitätsmedizin
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Die meisten laufen achtlos vorüber, einige schauen fragend, eine Frau erklärt: „Das ist ja süß!“. Mit einem handgemalten Schild hat Schüler Tim Wiedenmeier (14) Mitarbeitern des Göttinger Universitätsklinikums „Danke“ für ihre Arbeit während der Corona-Krise gesagt. Es ärgere ihn, dass Hamsterkäufer Supermarktregale leer räumten, berichtet der Schüler. Mit seiner Aktion will er zeigen, dass es auch anders geht. Vor dem Haupteingang des Klinikums will er auf den Hashtag #Dankesagen aufmerksam machen.

Im Netz sollen sich Bürger zu Wort melden. „Es können ja hier nicht alle mit einem Schild stehen“, weiß der 14-Jährige. Die Bevölkerung soll während der Krise unnötige Sozialkontakte vermeiden. Der Jugendliche aus Göttingen engagiert sich seit Jahren. Als Fünftklässler wurde er Schulsprecher des Otto-Hahn-Gymnasiums. Das Amt hat er bis heute inne. Seit vergangenem Jahr gehört er zudem dem Stadt- und dem Landesschülerrat an. Wiedenmeier kandidiert derzeit für das Jugendparlament der Stadt.

Corona in Niedersachsen: Politisch engagierter Jugendlicher bedankt sich bei Klinik-Mitarbeitern

Seit Dezember 2018 beteiligt sich der Teenager an den monatlichen Göttinger „Fridays for future“-Demos. Er organisiert sie gemeinsam mit 15 anderen Jugendlichen. „Wir entwerfen Plakate, nutzen die sozialen Medien, kümmern uns um die Anmeldung beim Ordnungsamt, um die Technik und um Redner“, erzählt er. Viel gelernt habe er in den vergangenen Monaten über Energiebilanzen, fossile Energieträger, aber auch über Mülltrennung.

„Ich will später in die Bundespolitik“, verkündet der Jugendliche. Nach der Schule werde er Politikwissenschaft studieren, vielleicht aber auch eine Ausbildung machen. So genau wisse er das noch nicht. Er habe ja auch noch ein paar Jahre Zeit, sagt Wiedenmeier.

Von Michael Caspar

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