Corona in Niedersachsen

Corona: Göttinger Wissenschaftler in Sorge um Intensiv-Betten - Appell für mehr Distanz

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Oberes Ziel ist die Kliniken am Laufen zu halten - deshalb fordern Göttinger Wissenschaftler zu sozialem Verhalten auf.

Die Corona-Pandemie hat Niedersachsen längst erreicht. Wissenschaftler aus Göttingen befürchten nun, dass es zu wenige Intensiv-Betten geben könnte.

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Mit Blick auf die rasch steigende Zahl bekannter Corona-Infektionen sind Wissenschaftler am „Göttingen Campus“ in Niedersachsen in großer Sorge. Sie befürchten, dass möglicherweise nicht genügend Intensivpflege-Betten zur Verfügung stehen könnten, und fordern in einem öffentlichen Dossier auch zur „sozialen Distanzierung“ auf.

Die Sorge gründet sich auf eine Abschätzung der in den kommenden Wochen zu erwartenden Fallzahlen und der verfügbaren Zahl von Intensivpflege-Betten in Deutschland. Die von Bund und Ländern getroffenen Maßnahmen zur Begrenzung des Anstiegs sind zwar restriktiv, aber nach Ansicht der Forscher dringend geboten.

Corona in Niedersachsen: Intensiv-Betten

„Falls diese und gegebenenfalls weitere Maßnahmen nicht sofort umgesetzt und von uns allen befolgt werden, ist zu befürchten, dass in den kommenden Wochen in Deutschland nicht mehr genügend Intensivpflege-Betten zur Verfügung stehen“, sagen die Wissenschaftler der Göttingen „Covid-19 Task Force“ einstimmig. „Damit wird nicht nur die Rettung von schwerstkranken Corona-Patienten schwierig, sondern auch lebensrettende Maßnahmen bei anderen Krankheiten und Unfällen“, so die Forscher.

Corona in Niedersachsen: Distanz halten

Aus Sicht der Wissenschaftler ist es dringend erforderlich, die von „Experten geforderte und durch Bund und Länder benannten Maßnahmen zur sozialen Distanzierung noch strikter“ umgesetzt werden. „Dazu müssen wir alle unser Verhalten umgehend ändern und die Zahl unserer sozialen Kontakte sowohl beruflich als auch privat vorübergehend auf ein Minimum reduzieren. Auch wenn die Ergebnisse der sozialen Distanzierung erst nach mehreren Tagen sichtbar werden, müssen wir jetzt handeln.“

Corona in Niedersachsen: Internetseite

Die Göttinger Wissenschaftler haben ihre aktuellen Erkenntnisse auf einer speziellen Internetseite zusammengefasst, die regelmäßig aktualisiert wird. Zum Göttingen Campus gehören die Universität, die Universitätsmedizin, die Akademie der Wissenschaften, das DLR, das Deutsche Primatenzentrum und alle Max-Planck-Institute.

Corona in Niedersachsen: Idee zur Klinikorganisation

Schon vor Wochen war aus dem Göttinger Krisenstab die Forderung zum Schutz des Krankenhaus- und Klinik-Systems in der Stadt und Region Südniedersachsen laut geworden: Der Vorschlag wurde in Krisenstäben in Hannover und Berlin unterbreitet. Die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann hat auch vorgeschlagen, dass regionale Behandlungszentren gebildet werden sollen.

goettingen-campus.de/coronavirus

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