Covid-19

Unternehmer öffnet Corona-Testzentrum – Das kostet der Test

Zwei Herren mit Mund-Nasen-Bedeckungen stehen in einem kleinen Raum, einer trägt eine Schutzmontur, der andere einen Anzug.
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Im privaten Corona-Testzentrum im Cine-Café: Event-Organisator Akpofure Agboje (links) und Helmar Laddach, Geschäftsführer des Hann. Mündener Unternehmens Conexa, bieten Corona-Tests für je 30 Euro an.

Im Göttinger Cine-Café können sich Personen aus Stadt und Landkreis auf Corona testen lassen. Anmeldungen sind online möglich. Fragen und Antworten.

Göttingen – „Wir wollen ein Baustein dabei sein, die Innenstadt wieder zu öffnen. Das ist das ultimative Ziel“, sagt Akpofure Agboje. Der Event-Organisator ist in normalen Zeiten oft bei Veranstaltungen in der Lokhalle beteiligt und hat das Testzentrum mit dem Geschäftsführer des Hann. Mündener Unternehmens Conexa, Helmar Laddach, eingerichtet. Sie erklären, wie Anmeldung und Testen abläuft.

Wie viel kostet ein Schnelltest-Abstrich?
30 Euro. Schüler, Studenten, Rentner und Bezieher von Arbeitslosengeld 2 können sich Abstriche für 25 Euro entnehmen lassen. Gezahlt werden kann nur bargeldlos per Karte – „zum Mitarbeiterschutz“, erklärt Helmar Laddach. Testwillige müssen ihren Personalausweis mitbringen.
Wie kann man sich zum Testen anmelden?
Im Idealfall online unter testzentrum-goettingen.de. „Dann geht der Ablauf vor Ort schneller“, sagt Laddach. Sollte es nicht anders möglich sein, nehme man Anmeldungen auch telefonisch entgegen. Einfach vorbeizukommen sei zwar auch möglich, der gesamte Ablauf nehme dann aber etwas mehr Zeit in Anspruch.
Geöffnet ist das Testzentrum zurzeit nur nachmittags. Je nach Nachfrage soll es ganztägige Öffnungen geben.
Wie lange dauert das Testen?
Hat man sich im Voraus im Internet registriert, sind fünf Minuten für den Aufenthalt eingeplant. Das Ergebnis liegt dann innerhalb von 10 Minuten vor. Getestete können in dieser Zeit vor dem Cine-Café warten oder sich das Ergebnis per E-Mail zuschicken lassen.
Wie viele Menschen können getestet werden?
Bis zu 300 Tests am Tag sind möglich, zuzüglich die für das Hilfspersonal. „Das können wir aber auf 400 bis 450 erweitern“, sagt Laddach. Zwei Kabinen gibt es zurzeit, in denen getestet wird. Bei Bedarf wäre es aber möglich, noch eine Dritte einzurichten.
Wer nimmt das Abstreichen vor?
Neben Akpofure Agboje machen das fünf Studenten aus der Gastronomie-Branche, die zurzeit nicht arbeiten können. Helfer lassen sich im Vorfeld zwei Tage theoretisch und praktisch ausbilden.
Zuständig dafür ist Dr. Andreas Philippi, Vorsitzender des Kreisverbands Osterode-Herzberg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Sollte demnächst mehr getestet werden, suche man aber primär Medizinstudenten, wie Laddach sagt.
Wurde das Projekt mit dem Gesundheitsamt abgesprochen?
Ja. Die Organisatoren haben beim Aufbau des Testzentrums und seines Hygienekonzepts eng mit dem Gesundheitsamt von Stadt und Landkreis Göttingen zusammengearbeitet.
Fallen Tests positiv aus, werden die sofort gemeldet, wie gesetzlich vorgeschrieben. Generell habe man „große Unterstützung von allen regionalen Stellen erfahren“, sagt Laddach.
Wie lange hat es gedauert, das Cine-Café testtauglich zu machen?
Drei Wochen. „Wir haben 15 Stunden am Tag gearbeitet, auch am Wochenende“, sagt Akpofure Agboje. Die vorausgegangene Planung habe noch einmal zwei Wochen in Anspruch genommen.
Entstanden sei die Idee in einem Gespräch zwischen Agboje und Café-Inhaberin Natalie Reimann. Da auch sie von der geschlossenen Gastronomie betroffen ist, stellt sie die Räumlichkeiten für das Testzentrum bereit und wird dafür von Laddachs Unternehmen finanziell unterstützt. (Jan Trieselmann)

Seit Anfang Februar können Kinder und Jugendliche auch in der Psychagogischen Kinder- und Jugendhilfe Rittmarshausen im Landkreis Göttingen getestet werden.

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