2G für alle Veranstaltungen

Corona in Göttingen: Diese Regeln gelten jetzt in Stadt und Landkreis

Weihnachtsmarkt Göttingen
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Vorweihnachtsstimmung in Göttingen: Der Weihnachtsmarkt soll am Montag (22.11.2021) beginnen, vorerst unter 2G-Regeln, die am Donnerstag (18.11.2021) verkündet wurden. (Archivbild)

In Stadt und Landkreis Göttingen werden die Corona-Zügel angezogen. Es gelten ab dem heutigen Freitag strengere Regeln. Ein Überblick.

Göttingen – Die 2G-Regel gilt ab Freitag (19.11.2021) in Stadt und Landkreis Göttingen für alle öffentliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wie Konzerte oder Sportevents sowie in der Gastronomie. Betroffen ist auch der am Montag (22.11.2021) beginnenden Weihnachtsmarkt in Göttingen und dort für den Kauf und Verzehr von Speisen und Getränken sowie die Fahrgeschäfte.

„Die Lage spitzt sich spürbar zu. Wir müssen jetzt handeln und dafür sorgen, dem Virus nicht noch mehr Angriffsfläche zu bieten“, sagt Oberbürgermeisterin Petra Broistedt. Einem besonders hohen Corona-Infektionsrisiko seien vor allem nicht geimpfte Menschen ausgesetzt. Sie machen den mit Abstand größten Anteil unter den aktuell Infizierten aus, erläutert Broistedt, die auf die schwierige Lage in Krankenhäusern hinweist und sagt: „Auch in den Krankenhäusern liegen derzeit ganz überwiegend nicht geimpfte Menschen.“

Corona in Stadt und Kreis Göttingen: Regeln sollen Infektionszahlen drücken

Die Corona-Maßnahmen sollen helfen, das sich rasant entwickelnde Infektionsgeschehen im Kreis Göttingen einzudämmen, die sich in täglich neuen Rekordwerden bei der Inzidenz manifestieren.

Innerhalb der vergangenen vierzehn Tage haben sich die Werte verdoppelt. „Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht, wenn nicht deutlich gegengesteuert wird“, heißt es in der Begründung der neuen Regeln. Ebenso: Überwiegend betroffen sind Menschen die noch nicht gegen das Corona-Virus geimpft sind. Da schwere Krankheitsverläufe in der Regel nicht geimpfte Menschen betrifft, steigt damit das Risiko, dass das Gesundheitssystem überlastet wird, so das Gesundheitsamt.

Corona in Stadt und Kreis Göttingen: 2G-Regel für Veranstaltungen

Nun also die 2G-Regel für öffentliche Veranstaltungen drinnen und der Besuch in der Gastronomie. Zutritt haben demnach dort nur Menschen, die vollständig gegen das Corona-Virus geimpft oder von einer Infektion genesen sind.

Durch die 2G-Regel sei das Infektionsrisiko deutlich geringer. Auch schwere Corona-Verläufe kämen bei geimpften Menschen deutlich seltener vor. Deshalb sei es folgerichtig, Geimpften und Genesenen Freiheiten im Rahmen der Möglichkeiten zurückzugeben. Vor dem Hintergrund, dass Schulen und Kitas offenbleiben sollen, laute das Gebot der Stunde, „Kontakte wieder auf ein Minimum zu reduzieren und immer dort, wo Abstände zu anderen nicht eingehalten werden können, eine medizinische oder FFP2-Maske zu tragen“, so die Oberbürgermeisterin.

Corona in Stadt und Kreis Göttingen: „Impfen ist eine Frage der Solidarität“

Die Freiheit der Geimpften dürfe nicht durch jene eingeschränkt werden, die sich nicht impfen lassen wollen. „Impfen ist eine Frage der Solidarität gegenüber der Allgemeinheit, insbesondere gegenüber Menschen mit höherem Risiko auf schwere Krankheitsverläufe“, betont Broistedt, die auch sagt: „Mein Appell an alle lautet, Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für sich, aber auch für die Menschen um uns herum. Nach wie vor ist die Pandemie nur zu bewältigen, wenn alle ihren Beitrag dazu leisten.“ Die Angebote der mobilen Corona-Impfteams oder der niedergelassenen Ärzte für eine Erst-, Zweit- oder Booster-Impfung sollten genutzt werden. (Thomas Kopietz)

Der Neubau an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ist nach sieben Monaten fertig. Jetzt gibt es in Göttingen mehr Corona-Intensivbetten.

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