Verstärkte Tests

Corona: Stadt Göttingen begrüßt Lockerungen und übt Kritik an Inzidenz-Richtwert

Göttingens Sozialdezernentin Petra Broistedt (SPD)
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Göttingens Sozialdezernentin Petra Broistedt (SPD). (Archivbild)

An der Verwaltungsspitze der Universitätsstadt begrüßen Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Sozialdezernentin Petra Broistedt (beide SPD) die geplanten Lockerungen unter gleichzeitig verstärkten Corona-Tests.

Göttingen – Nicht hundertprozentig zufrieden ist Petra Broistedt mit der ausschließlichen Orientierung für Lockerungen an einem Inzidenzwert von 100. So könne es in einem Landkreis, der immer deutlich darunter liegt, auch Hotspots mit deutlich höheren Inzidenzwerten geben, so wie zurzeit im Landkreis Göttingen mit der Stadt Hann. Münden. „Wir werden deshalb immer unsere Kommunen im Blick haben und für einzelne Gemeinden auch abweichende Regelungen treffen – das gibt die Corona-Verordnung des Landes her“, sagte Broistedt, die auch für das Gesundheitsamt zuständig ist. Für die Kernstadt von Hann. Münden wurde deshalb bei einem Inzidenzwert oberhalb der 300er-Marke am Mittwoch auch eine Ausgangssperre ausgesprochen.

Handlungsoption bliebe auch weiterhin das Auferlegen von Einzelregelungen wie Ausgangssperren für die Hotspot-Gemeinden. Auch möglich wäre ein Ausklammern einer einzelnen Gemeinde mit hohen Inzidenzwerten aus dem Lockerungsszenario im Landkreis, wenn sie einen außerordentlich hohen Inzidenzwert aufweisen.

Die stufenweise Lockerung in Niedersachsen werden in Göttingen gut geheißen – besonders die Strategie „draußen vor drinnen“, wie Broistedt und Köhler sagen: „Die Infektiosität draußen ist deutlich geringer als in Räumen.“

Besonders gut sei, dass alle Öffnungsszenarien mit einer Teststrategie unterlegt werden. „Mit schnellen und vielen Tests wissen wir schnell über Infektionsausbruchsgeschehen Bescheid, können fix Infektionsketten nachvollziehen und schnell reagieren, also auch Öffnungen zurückdrehen. Prima ist auch, dass man verstärkt die Kinder im Blick hat, ihnen muss wieder mehr Bildungsteilhabe ermöglicht werden“, so Broistedt. „Richtig toll“ findet sie, dass sie nach einer langen Pause wieder mehr Sport treiben könne. (Thomas Kopietz)

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