Ratssitzung in der Lokhalle

Corona in Göttingen: Stadt legt eigenen Hilfsfonds auf

Viel Luft in der großen Halle und zwischen den Abgeordneten: Der Rat der Stadt Göttingen bei seiner Sitzung am Freitag in der Göttinger Lokhalle. Links sitzt Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler – wie alle Teilnehmenden mit Mund-Nase-Schutz. 
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Viel Luft in der großen Halle und zwischen den Abgeordneten: Der Rat der Stadt Göttingen bei seiner Sitzung am Freitag in der Göttinger Lokhalle. Links sitzt Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler – wie alle Teilnehmenden mit Mund-Nase-Schutz. 

Ratssitzung am Freitag in der Göttinger Lokhalle statt im Ratssaal: Die Hygienevorschriften machten dieses Ausweichen notwendig

Göttingen - Das war eine historische Sitzung des Rates der Stadt Göttingen am Freitagnachmittag: Auf riesiger Fläche mit gebührendem Abstand agierten die gewählten Bürgervertreter in der deshalb als Veranstaltungsort ausgesuchten Lokhalle. Zudem trug jeder Teilnehmer eine Mund-Nase-Bedeckung. Zwischendurch gab es Pausen zum Durchatmen an der frischen Luft, ohne Maske – oder zum Rauchen, natürlich ebenfalls unmaskiert.

Atemlos zeigten sich die Abgeordneten während der Sitzung aber nicht, es gab auch zeitweise eine beherzte Debatte, besonders im Fall Wohnungssituation in Grone zwischen den Fraktionsvorsitzenden von SPD, Tom Wedrins, und CDU, Olaf Feuerstein.

Corona in Niedersachsen: 250 000-Euro-Hilfefonds

Natürlich spielte auch die Corona-Situation in der Sitzung eine Rolle: Der Rat brachte so einen Hilfsfonds auf den Weg. Der soll helfen finanzielle Härten in den Bereichen Bildung, Soziales, Jugend, Kultur und Sport auszugleichen. Bedarfsgerechte Einzelförderungen sollen bis maximal 5000 Euro möglich sein. Ausgestattet wird der „Hilfsfonds Göttingen“ zunächst mit 250 000 Euro. 150 000 Euro stellt die Stadt aus ihrem Etat bereit, weitere 100 000 Euro kommen aus der „Göttinger milde Stiftung“. Damit die Betroffenen und Antragsteller schnell und unbürokratisch das Geld aus dem Fonds erhalten können, werde die Stadt „ein vereinfachtes Antragsverfahren entwickeln“, wie es heißt.

Corona in Niedersachsen: Vergabe Kommission

 Für die Vergabe des Fördergeldes wird eine Kommission aus Fachleuten der für Bildung, Soziales und Kultur zuständigen Fachbereiche eingerichtet. Die Geschäftsführung der Göttinger Sport und Freizeit GmbH vertritt dabei den Sportbereich in der Kommission. Wichtig: Der Fonds wird ausdrücklich nachrangig fördern, das heißt, gegebenenfalls sind Nachweise über den Ausschluss von Bundes- und Landesförderungen sowie anderer Förderinstitutionen vorzulegen.

Die Stadtverwaltung wird in Kürze Details bezüglich des Antragsverfahrens mitteilen.

Corona in Niedersachsen: SOS Studiwerk Göttingen

Um eine Unterstützung für ging es in einer Resolution, die vom Rat auf den Weg gebracht wurde. Nach Antrag der Grünen unterstützt der Rat die Forderungen des Bündnis SOS Studiwerk Göttingen nach einem Soforthilfeprogramm von 150 Millionen Euro für die niedersächsischen Studentenwerke. Damit sollen Neubauten und Sanierungen von Studentenwohnungen finanziert werden (wir berichteten). Auch soll der Landeszuschuss an die Studentenwerke um 25 Prozent und nachhaltig jährlich um drei Prozent erhöht werden.

Corona in Niedersachsen Studentenwerk - kaum Einnahmen

Die finanzielle Lage der Studentenwerke ist zudem aktuell durch die Schließung von Einrichtungen wie Mensen und Cafèterien, die Einnahmen zurzeit keine erwirtschaften, sehr angespannt. Monatlich fehlen dem Göttinger Studentenwerk allein etwa 400 000 Euro Einnahmen, wie das geschäftsführende Vorstandsmitglied Jörg Magull in einem HNA-Interview gesagt hatte. (tko)

Weitere Neuigkeiten zuCorona in Niedersachsen sind im News-Ticker zu finden. 

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