Anpassung des Angebots

Corona-Krise: Stundentakt auf Hauptstrecken der Bahn

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Zwischen Göttingen und Hannover wird weiterhin ein Stundentakt angeboten. Zwischen den beiden Zentren ist der Metronom unterwegs.

Wegen der Corona-Krise passt die Landesnahverkehrgesellschaft (LNVG) in den kommenden Tagen den Schienenpersonennahverkehr in Niedersachsen dem gesunkenen Bedarf an.

Auf Hauptstrecken wird weiterhin ein Stundentakt angeboten.

Auf den Nebenstrecken soll es in der Regel einen Zwei-Stunden-Takt geben. Darauf weist das Unternehmen hin. Die LNVG will damit gewährleisten, dass insbesondere Pendler, die auf die Züge angewiesen sind, ihren Arbeitsplatz erreichen.

Der Regionalverkehr auf den Hauptstrecken soll möglichst täglich von 5 bis 20 Uhr mindestens im Ein-Stundentakt angeboten werden. An jeder Station auf diesen Strecken soll mindestens einmal pro Stunde ein Zug halten, so die Vorgabe. Das gilt in Südniedersachsen für die Strecke zwischen Göttingen und Hannover.

Die Regelung gilt nicht für die Strecken zwischen Göttingen und Kassel über Witzenhausen und Hann. Münden sowie zwischen Göttingen und Eschwege/Bebra. Auf diesen Cantus-Verbindungen wird nur ein Zweistundentakt gefahren.

Auf den Nebenstrecken, zum Beispiel zwischen Northeim und Bodenfelde oder zwischen Northeim und Nordhausen, soll montags bis freitags zwischen 5 und 9 Uhr sowie zwischen 15 und 19 Uhr möglichst ein Stundentakt bestehen. Zu den übrigen Zeiten soll mindestens ein Zweistundentakt angeboten werden. Die Bahnunternehmen können auch Busse einsetzen, falls es sinnvoll ist.

„In den Zügen ist es sichtbar leerer geworden“, sagt Carmen Schwabl, Geschäftsführerin der LNVG. So sei es möglich, Züge zu streichen. Vorgaben zu einzelnen Verbindungen werden allerdings nicht gemacht: „Die Unternehmen können selbst am besten beurteilen, welche Veränderungen möglichst wenige Fahrgäste betreffen – und wie viel Personal sie aktuell zur Verfügung haben.“

Laut LNVG wird das Regionalzugangebot auf den Schienen in Niedersachsen um etwa 30 Prozent verringert. Dadurch bekommen die Bahnunternehmen eine höhere Flexibilität, macht Schwabl deutlich. So werden weniger Lokführer benötigt und in den Werkstätten fällt weniger Arbeit an. Das sei in den kommenden Wochen wichtig: „Wir wissen nicht, wie sich die Situation und Krankenstände entwickeln. Wir sehen die Anpassung als wichtigen Schritt, damit langfristig ein verlässliches Grundangebot gefahren werden kann.“

VON BERND SCHLEGEL

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