Corona in Niedersachsen

Gerichte in Südniedersachsen: Eilige Entscheidungen haben Vorrang

Corona in (Süd-)Niedersachsen: Gerichte - Vorrang für eilige Entscheidungen
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Der öffentliche Zugang zum Land- und Amtsgericht Göttingen ist eingeschränkt.

Gerichte in Niedersachsen konzentrieren sich wegen der Coronakrise auf den Kernbereich ihrer Aufgaben und geben eiligen Entscheidungen den Vorrang.

  • Corona schränkt den Zugang zu Gerichten in Südniedersachsen ein
  • Einige Angelegenheiten werden sich wegen des Coronavirus verzögern
  • Weiterhin bearbeitet werden eilige und unaufschiebbare Angelegenheiten

Der öffentliche Zugang zu den Gerichten in Südniedersachsen ist wegen Corona weiter eingeschränkt. Die nicht eilbedürftigen Angelegenheiten werden sich in den kommenden Wochen verzögern.

Die Justiz stellt jedoch klar: Eilige und unaufschiebbare Angelegenheiten werden auch weiterhin zuverlässig bearbeitet. Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza: „Auch die Justiz leistet ihren Beitrag, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Deshalb müssen wir uns auf den Kernbereich unserer Aufgaben konzentrieren.“

Corona: Weniger anwesende Mitarbeiter in den Gerichten in Südniedersachsen

Die Verringerung der in den Gerichten in Südniedersachsen anwesenden Mitarbeiter führt dazu, dass nicht eilbedürftige Rechtsangelegenheiten in den nächsten Wochen nicht in der gewohnten Weise abgearbeitet werden können.

„Alle Verfahrensbeteiligten werden deshalb gebeten, von Sachstandsanfragen zu einzelnen Verfahren abzusehen“, heißt es in einer Mitteilung.

Corona in Niedersachsen: Gerichte nur eingeschränkt erreichbar

Und weiter: „Über Fristverlängerungsgesuche sowie andere Anträge zur Verfahrensführung werden die zuständigen Richter mit Rücksicht auf die gegenwärtige Situation verantwortungsbewusst entscheiden.“ Dies gelte auch für die für Termine zur mündlichen Verhandlung.

Außerdem darf das Landgericht Göttingen nur noch für die Teilnahme an den Gerichtsverhandlungen betreten werden, die trotz der Corona-Pandemie stattfinden. Und es steht weiterhin für unaufschiebbare Rechtsanliegen offen, die nicht schriftlich oder telefonisch erledigt werden können. Dies können die Bürger telefonisch erfragen. Informationen über alle aktuellen Einschränkungen des Gerichtsbetriebs gibt es auch im Internet. 

Corona: Landgericht Göttingen nur eingeschränkt geöffnet

Das Landgericht Göttingen ist ab sofort nur noch montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr geöffnet und auch nur zu diesen Zeiten telefonisch unter der Rufnummer 0551/403-0 erreichbar.

Weiter Infos unter: landgericht-goettingen.niedersachsen.de

Von Bernd Schlegel

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Die neuesten Entwicklungen zu Corona in Niedersachsen gibt es im News-Ticker.

Ein Mann aus Göttingen (Niedersachsen) wollte trotz Corona-Pandemie seinen Geburtstag groß feiern und ging vor Gericht. Diese hat nun über den Fall entschieden. Die Stadt hatte am 17. März 2020 zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eine Verfügung erlassen, mit der unter anderem private Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern verboten wurden. Der Antragsteller wollte dies nicht hinnehmen, weil er demnächst seinen 50. Geburtstag in großer Runde feiern wollte.

Felix Rohde aus Niedersachsen infizierte sich mit Corona, während er als Skilehrer in Ischgl arbeitete - seitdem ist er in Quarantäne in einem Haus in Kappl. „Innerhalb von drei Tagen ist die Stimmung gekippt. Der erste Corona-Fall wurde bekannt – und dann ging alles super schnell“, erzählt der Skilehrer.

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