Wenzel: Finanzämter sollen Hilfen auszahlen

Corona: Unterstützung für Kulturschaffende

Stefan Wenzel (Grüne)
+
Stefan Wenzel (Grüne)

Der Göttinger Grünen-Landtagsabgeordnete Stefan Wenzel fordert, dass die örtlichen Finanzämter die Hilfen für Kulturschaffende auszahlen sollen.

Göttingen – Bei einem Gespräch ist laut Wenzel deutlich geworden, dass die versprochene „November-Hilfe“ im derzeitigen Modus wohl kaum vor Weihnachten ankommen wird. Der Göttinger Abgeordnete ist haushalts- und finanzpolitischer Sprecher seiner Fraktion und hatte über das Thema mit betroffenen Veranstaltern, Künstlern, Tine Tiedemann, der Geschäftsführerin der Göttinger Musa, sowie Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler (CDU) gesprochen.

„Momentan ist noch nicht mal klar, welches Ministerium und welche Behörde für die Anträge zur Auszahlung der Soforthilfe für die Betroffenen des jetzigen Lockdowns zuständig ist“, sagt Wenzel.

Eine schnelle und nicht allzu komplizierte Lösung könnte laut Wenzel sein, dass die örtlichen Finanzämter mit der Abwicklung des 75-Prozent-Programms betraut werden. „Sie haben alle Daten, darunter Umsätze und Kontonummern, vorliegen“, macht der Landtagsabgeordnete deutlich.

Das von der Bundesregierung offenbar favorisierte Modell, die Hilfen vor allem über Wirtschaftsprüfer und Steuerberater abzuwickeln, schafft aus seiner Sicht eine weitere Doppelstruktur und „baut nur neue Bürokratie auf, wo schnelle Hilfe geboten“ sei.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Pandemie geht Wenzel zudem davon aus, dass das Programm in jedem Fall verlängert werden muss: „Planungssicherheit ist für die Betroffenen sehr wichtig.“ Bei dem Hilfsprogramm sollen kleinen Firmen bis zu 75 Prozent des Umsatzes erstattet werden, den sie im Vorjahresmonat, also im November 2019, erwirtschaft haben. (bsc)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.