Corona-Folgen

Fitnessstudios wegen Corona dicht: Das gilt nun bei den Beiträgen

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Geschlossene Fitnessclubs: Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät zur Kompromissbereitschaft beim Thema Beiträge.

Corona-Folgen: Fitnessstudios sind dicht, Vereinssport entfällt. Was gilt nun bei den Mitglieds-Beiträgen? Die Verbraucherzentrale gibt Tipps.

  • Fitnessstudios müssen wegen der Coronakrise schließen
  • Viele Kunden fragen sich, was mit den Fitnessstudio-Beiträgen passiert
  • Die neuesten Entwicklungen von Corona in Niedersachsen im News-Ticker

Das öffentliche Leben ist durch die Coronakrise stark eingeschränkt. Auch Fitnessstudios, Sportklubs und Vereine müssen schließen. Viele Kunden fragen sich laut Verbraucherzentrale, welche Rechte und Pflichten sie in dieser außergewöhnlichen Situation haben.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat alle wichtigen Fragen zusammengestellt. Grundsätzlich gilt: Wird eine vertraglich vereinbarte Leistung nicht erbracht, müssen Kunden auch nicht zahlen.

Wegen Coronakrise: Keine Beiträge an Fitnessstudio zu leisten

„Bleiben etwa Fitnessstudios und Sportclubs vorübergehend geschlossen, müssen Kunden für diese Zeit keine Beiträge leisten“, macht Rechtsexpertin Tiana Preuschoff, deutlich. Die Expertin rät aber: „In der aktuellen Corona-Situation sollten jedoch beide Seiten kompromissbereit sein.“

Coronakrise: Kompromiss zwischen Fitnessstudio und Kunde - Gutschriften annehmen

Viele Anbieter bitten darum, mit den Zahlungen nicht auszusetzen und wollen diese später gegen Freimonate oder Verzehrgutscheine verrechnen.

„Kunden sind nicht verpflichtet, solche Angebote anzunehmen. Wir raten jedoch dazu, mit den Anbietern zu sprechen und gemeinsam eine Lösung zu finden“, so Preuschoff. Schließlich sei die Corona-Situation für alle Beteiligten neu. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sehen keine Regelungen für solche Fälle vor.

Coronakrise: Kunden an Vertrag vom Fitnessstudio gebunden

Klar ist aus Sicht der Verbraucherzentrale jedoch: Kunden sind weiterhin an ihren Vertrag gebunden. Da die Angebote nicht dauerhaft wegfallen, besteht kein Sonderkündigungsrecht.

Coronakrise: Sonderregelung für Vereine

Bei Vereinen ist die rechtliche Situation anders: „Sie sind ein Zusammenschluss von Mitgliedern, die durch ihren Beitritt gewisse Rechte und Pflichten anerkennen. Da Vereine zudem nicht gewinnorientiert arbeiten, müssen Mitgliedsbeiträge weiterhin gezahlt werden, auch wenn Angebote zeitweise entfallen“, erklärt Preuschoff.

Bei weitere Fragen hilft die Beratung der Verbraucherzentrale – per Telefon, online und per Videochat.

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