Ausstellung bis Ende Februar 

Coventry-Fotos in St. Jacobi zum War Requiem

Die Kathedrale von Coventry in der Göttinger St. Jacobikirche: Carlotta Israel hat die Ausstellung mit Wilken Harms (links) und Caspar de Boor zusammengestellt. Foto: Papenheim

Göttingen. Wer sich für Zeitgeschichte und das Verhältnis zwischen Deutschland und Großbritannien interessiert, sollte einen Blick in die Göttinger Jacobikirche werfen.

In dem Gotteshaus ist bis zum 28. Februar eine Fotoausstellung über die Kathedrale von Coventry zu sehen. Anlass ist, dass die Kantorei St. Jacobi zusammen mit dem Göttinger Knabenchor und dem Göttinger Symphonie Orchester sowie drei Solisten am 13. und 14. Februar jeweils ab 18 Uhr das War Requiem von Benjamin Britten aufführt. Das brachte die Göttinger Theologiestudentin Carlotta Israel auf die Idee, den Zusammenhang zwischen dem Requiem und der Kathedrale von Coventry herzustellen. Zusammen mit Wilken Harms und Caspar de Boor, die wie sie selbst in der örtlichen Gruppe der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste aktiv sind, stellte Israel die Ausstellung zusammen, die das Gotteshaus vor seiner Zerstörung, die Ruine und den Neubau zeigt.

1940 hatten deutsche Bomber die Alte Kathedrale von Coventry in der Operation „Mondscheinsonate“ zerstört. Noch zu Kriegszeiten entstand der Wunsch nach Versöhnung. In die Ruine wurde „Father forgive!/Vater vergib!“ eingemeißelt.

Am Aufbau der Neuen Kathedrale von 1956 bis 1962 waren Freiwillige von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste beteiligt. Zur Einweihung wurde Brittens War Requiem uraufgeführt.

Die Coventry-Ausstellung in der Jacobikirche ist Teil der Reihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“. Sie ist täglich mindestens zwischen 11 und 15 Uhr zugänglich. 

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